Mo., 04.01.2016

D-Junioren-Turnier um den W&H-Cup Triumph in letzter Sekunde

In bester Laune präsentierten sich die Jungs von Hannover 96 nach dem Final-Triumph dem Fotografen.

In bester Laune präsentierten sich die Jungs von Hannover 96 nach dem Final-Triumph dem Fotografen. Foto: Walter Wahlbrink

Lengerich - 

Der Bundesliga-Nachwuchs von Hannover 96 triumphierte am Sonntag beim D-Junioren Hallenmasters des SC Preußen Lengerich dank eines Last-Minute-Treffers und sicherte sich den begehrten W&H-Cup. Der knappe 1:0-Sieg im Finale über den Zweitliga-Nachwuchs von Arminia Bielefeld war aufgrund der größeren Torchancen am Ende aber verdient. Im „kleinen Finale“ um Platz drei fertigte der FC St.Pauli den Hamburger SV im hanseatischen Derby mit 7:3 ab.

Von Walter Wahlbrink

Bei der zehnten Auflage wehte am Sonntagabend in der Lengericher Dreifachsporthalle in der Finalrunde ein Hauch von Bundesliga-Luft. Die weiteste Anreise hatte der Berliner SC aus der Bundeshauptstadt. Die Nachwuchsteams der Erst- und Zweitligisten machten den Unterschied in einem hochkarätig besetzten Mammut-Turnier über neun Stunden aus. Rund 1000 Zuschauer kamen über den Tag verteilt in beiden Hallen voll auf ihre Kosten und sahen Nachwuchsfußball vom Feinsten.

Von der hohen Qualität konnten sich auch die Talentscouts überzeugen. Zu den Prominenten Gästen gehörten die Ex-Bundesliga-Profis Thomas Bradric (Bayer Leverkusen) und Ralf Heskamp (VfL Osnabrück) sowie Ex-Trainer Heiko Flottmann (VfL Osnabrück/SV Meppen). In der Vorrunde produzierten die Renommier-Clubs Tore wie am Fließband und erteilten den heimischen Teams eine Lehrstunde. Auch wenn die Nachwuchsteams von Preußen Lengerich (B-Team), VfL Ladbergen und SW Lienen gegen die Profi-Clubs leer ausgingen, war das einzigartige Event für sie ein tolles Erlebnis. Das einzige Erfolgserlebnis verbuchte das A-Team von Preußen Lengerich mit einem 2:2 gegen den VfB Oldenburg. Dabei hatten Arno Freie und Kilian Auffahrt das Preußen-Team zwei Mal in Führung gebracht. Für großen Jubel sorgte der Ehrentreffer zum 1:8 durch Jonatan Kathöfer in der letzten Spielminute gegen den SC Paderborn.

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Wir haben hier Nachwuchsfußball auf allerhöchstem Niveau gesehen.

Dr. Jürgen Vutz

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Das Stützpunkt-Team des Fußballkreises Tecklenburg schaffte den Sprung ins Achtelfinale als Gruppendritter mit dem besseren Torverhältnis, musste sich dann aber dem Hamburger SV mit 0:11 geschlagen geben. In der Gruppenphase startete das Team von Auswahltrainer Timo Donnermeyer mit einem 10:0-Kantersieg gegen den VfL Ladbergen. Gegen Bayer Uerdingen und VfL Bochum kassierte die TE-Auswahl jeweils eine 2:3-Niederlage. Für die Treffer gegen Bayer Uerdingen sorgten die ISVer Lennard Bladt und Jannik Zahmel. Gegen den VfL Bochum lag die TE-Elf schon nach zwei Minuten mit 0:3 im Hintertreffen. Nach den Anschlusstreffern durch den Doppeltorschützen Felix Pax verpasste das TE-Team in den Schlussminuten mit zwei guten Abschlussmöglichkeiten den Ausgleich. In der Platzierungsrunde feierte das TE-Team nach der unglücklichen 3:4-Niederlage nach Neunmeterschießen gegen Wattenscheid 09 einen versöhnlichen 3:1-Abschlusssieg gegen den Vorjahressieger aus Georgsmarienhütte.

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Im kommenden Jahr wollen wir noch für eine weitere Steigerung sorgen.

Ulli Börger

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Für den Höhepunkt des Tages sorgten natürlich die Finalspiele. Fortuna Düsseldorf (1:3 gegen Arminia Bielefeld und Vorjahresfinalist VfL Osnabrück (0:1 gegen Bayer Uerdingen) kamen über das Achtelfinale nicht hinaus. Die Viertelfinalisten lieferten sich packende Spiele und glänzten mit tollen Kombinationen. In prächtiger Form präsentierte sich Hannover 96 beim 3:0 gegen den SC Paderborn.

Ehrungen: Als bester Torwart wurde Kevin Hardensett (Pr. Münster), als Torschützenkönig mit 13 Treffern Elijah Krahn vom Hamburger SV und als bester Spieler Nori Alin von Hannover 96 (von rechts) vom Turnierorganisator Uli Börger (hinten) ausgezeichnet.

Ehrungen: Als bester Torwart wurde Kevin Hardensett (Pr. Münster), als Torschützenkönig mit 13 Treffern Elijah Krahn vom Hamburger SV und als bester Spieler Nori Alin von Hannover 96 (von rechts) vom Turnierorganisator Uli Börger (hinten) ausgezeichnet. Foto: Walter Wahlbrink

In spannenden Auseinandersetzungen sicherten sich Arminia Bielefeld (gegen Uerdingen) und der HSV (gegen Preußen Münster) jeweils mit einem knappen 2:1 den Einzug ins Halbfinale. In einem umkämpften Match besiegte der FC St. Pauli den TSV Havelse mit 4:3.

Im Gruppenspiel unterlag Preußen Lengerichs Nachwuchs (weißes Trikot) dem SC Paderborn mit 1:8.

Im Gruppenspiel unterlag Preußen Lengerichs Nachwuchs (weißes Trikot) dem SC Paderborn mit 1:8. Foto: Walter Wahlbrink

Nach zwei verletzungsbedingten Ausfällen am Vortag musste der HSV mit einem dünnen Spielerkader im Semifinale gegen Hannover 96 dem hohen Tempo Tribut zollen und kassierte eine 2:7-Niederlage. In einem ausgeglichenen Halbfinalspiel stellte Arminia Bielefeld den hauchdünnen 1:0-Sieg gegen St. Pauli schon in der zweiten Minute sicher.

Ohne Chance war die TE-Auswahl (rote Trikots) beim 0:11 gegen den HSV-Nachwuchs.

Ohne Chance war die TE-Auswahl (rote Trikots) beim 0:11 gegen den HSV-Nachwuchs. Foto: Walter Wahlbrink

Das Spiel um den Bronze-Rang zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli war für die zahlreichen Zuschauer ein echter Leckerbissen. Das Team vom Millerntor spielte sich förmlich in einen Rausch und deklassierte den großen Bruder mit 7:3. Von der Spannung geprägt war das Foto-Finish zwischen Hannover 96 und Arminia Bielefeld. Das Team aus der niedersächsischen Landeshauptstadt scheiterte mehrfach mit guten Chancen an Bielefelds reaktionsschnellen Torsteher. Als sich alle schon auf ein spannendes Neunmeterschießen eingestellten hatten, köpfte Schenk die 96er in buchstäblich letzter Minute zum viel umjubelten Turniersieg.

Nach FC St. Pauli (2014) und Stützpunkt Georgsmarienhütte (2015) sicherte sich Hannover 96 als drittes Team die W&H-Trophäe. „Wir haben hier Nachwuchsfußball auf allerhöchstem Niveau gesehen“, war W&H-Geschäftsführer Dr. Jürgen Vutz während der Siegerehrung hellauf begeistert. „Im kommenden Jahr wollen wir mit weiteren Bundesliga-Nachwuchsteams noch für eine Steigerung sorgen und das Event weiter ausbauen“, meinte Ulli Börger vom Orga-Team in seiner Abschlussrede.

Nach einem reibungslosen Turnierverlauf sah man auf Lengericher Seite nur zufriedene Gesichter. Das Organisationsteam Elke Roggenland, Hans-Jürgen Westphal, Jörg Kötterheinrich und Ulli Börger freut sich schon auf ein Wiedersehen am 8. Januar 2017.

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