So., 06.03.2016

Kreisliga A 3:3 in Brochterbeck: ISV lässt zum ersten Mal Federn

Mit 0:2 zog der VfL Ladbergen (ganz in Blau) gegen Eintracht Mettingen den Kürzeren.

Mit 0:2 zog der VfL Ladbergen (ganz in Blau) gegen Eintracht Mettingen den Kürzeren. Foto: Jörg Wahlbrink

Tecklenburger Land - 

Nur drei Spiele konnten am Wochenende in der Kreisliga A ausgetragen werden. Dabei ließ Spitzenreiter ISV zum ersten Mal in dieser Saison Federn. Beim 3:3 in Brochterbeck bekam die bisher blütenreine Weste der Ibbenbürener ihre ersten Flecken ab.

Von Marian Tüns

Dennoch bleiben sie natürlich souveräner Tabellenführer. Der VfL Ladbergen verlor eine Woche nach dem Sieg in Hörstel auf eigenem Kunstrasenplatz dem VfL Eintracht Mettingen mit 0:2. Bereits am Samstag setzte sich Cheruskia Laggenbeck gegen den SC Hörstel mit 2:1 durch.

BSV Brochterbeck -

Ibbenbürener SV 3:3

Der Favorit wankte gewaltig, aber er fiel nicht. 1:3 lag die ISV beim Aufsteiger BSV Brochterbeck kurz vor dem Ende im Hintertreffen, sicherte sich durch zwei späte Treffer zumindest noch das 3:3-Unentschieden. Nach zuvor 16 Siegen am Stück war es dennoch der erste Punktverlust des designierten Meisters in dieser Saison überhaupt.

„Ein Riesen Lob an meine Truppe, die unsere Vorgaben zu 100 Prozent umgesetzt hat“, war BSV-Trainer Hubertus Ahmann stolz auf seine Kicker. Auf dem rutschigen Ascheplatz in Brochterbeck empfing der Aufsteiger die ISV mit einer Fünferkette und davon vier weiteren defensivorientierten Mittelfeldspielern. Aus dem Spiel heraus sah Ahmann kaum Möglichkeiten der Gäste, die „häufig mit langen Ballen“ operierten. Auf der Gegenseiten setzten die Hausherren „über das gesamte Spiel immer wieder Nadelstiche“ (Ahmann). So auch in der 18. Minute, als Nicolas Mersch nach einer Ecke das 1:0 besorgte. Die ISV war vor allem bei Standardsituationen gefährlich und hätte durchaus schon vor der Pause das 1:1 erzielen können. Das erledigte dann nach rund einer Stunde Kevin Hagemann, der den Favoriten zurück ins Spiel brachte. Doch wer nun dachte die Wende wäre eingeleitet sah sich getäuscht. Der Außenseiter ließ sich nicht beirren und zog seine Marschroute weiter voll durch. Nach einem lange Ball behauptete sich der A-Jugendliche Henrik Manecke gleich gegen zwei Ibbenbürener und schob zum 2:1, der kurz zuvor eingewechselte Nil Kattmann legte sechs Minuten vor dem Ende gar das 3:1 nach. Alles deutete zu diesem Zeitpunkt auf die große Überraschung hin, doch die Lürwer-Elf schlug zurück. Die Schlussminute war bereits angebrochen, da nahm Sascha Pakularz aus 17 Metern Maß und zirkelte das Leder zum 2:3 genau in den Winkel. In der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte schließlich Dickens Toka mit einem echten Freistoß-Hammer aus 20 Metern für den 3:3-Endstand und großen Jubel im Lager des Spitzenreiters. „Schade, dass wir für unsere Leistung nicht mit einem Dreier belohnt worden sind. Wir haben heute eine echte Gefühlsachterbahn durchlebt“, fasste Ahmann zusammen.

► Tore: 1:0 N. Mersch (18.), 1:1 Hagemann (60.), 2:1 Manecke (74.), 3:1 Kattmann (84.), 3:2 Pakularz (90.), 3:3 Toka (90.+3).

Dickens Toka (rechts) und die ISV erreichte in Brochterbeck nur ein 3:3.

Dickens Toka (rechts) und die ISV erreichte in Brochterbeck nur ein 3:3. Foto: Carolin Mönninghoff

VfL Ladbergen -

Eintracht Mettingen 0:2

Eintracht Mettingen hat seinen kleinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Eine Woche nach dem 1:0-Erfolg gegen den TuS Tecklenburg siegte die Elf von Trainer Marcus Mahnken auch am Sonntag beim VfL Ladbergen mit 2:0 (1:0). Zum Matchwinner auf Seiten der Eintracht avancierte dabei Timm Tenambergen, der beide Treffer seiner Elf markierte. In der Tabelle kletterte Mettingen durch den dreifachen Punktgewinn auf Rang Sieben, hat aber schon deutlich mehr Partien absolviert als der Großteil der Konkurrenz. Die Gastgeber hingegen bleiben mit 17 Zählern Elfter, verpassten die große Chance sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Ladbergens Trainer Peter Melchers nach dem Schlusspfiff: „Wir sind nie richtig in Spiel gekommen und kamen auch nie für einen Punkt in Frage.“ Die Besucher sahen im ersten Durchgang eine wenig ansehnliche Auseinandersetzung, die von den Abwehrreihen beider Mannschaft geprägt war. „Mettingen war sehr gut organisiert“, lobte Melchers den Kontrahenten. Da die Eintracht im Spiel nach vorne jedoch Schwächen offenbarte gab es ein Duell „fast ohne Torchancen“ (Melchers). Ein individueller Fehler des Ladberger Keepers begünstigte dann nach 27 Minuten das 1:0 der Gäste. Matthias Schulze-Eckel lief aus seinem Kasten, erreichte das Leder aber nicht, Timm Tenambergen lupfte zum 1:0 in die Maschen.

Auch nach der Pause fehlten die großen Höhepunkte, immerhin hatte nun auch Ladbergen seine große Gelegenheit, als Simon Ulrich Richter nach einer gelungenen Kombination nur den Pfosten traf. Spätestens mit dem 2:0 durch Timm Tenambergen nach einer Ecke (72.) war die Partie dann aber gelaufen. Die Schlussphase musste Mettingen zu Zehnt bestreiten, ein Eintracht-Spieler sah die Rote Karte.

► Tore: 0:1, 0:2 Tenambergen (27, 72.).

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