Do., 12.10.2017

Fußball: 3. Liga Beim Heimspiel des VfL Osnabrück gegen 1. FC Magdeburg soll die Brücke beben

Nach dem Trainerwechsel von Joe Enochs zu Daniel Thioune will die Mannschaft wieder enger zusammenrücken wie hier (von links): Ahmet Arslan, Steffen Tigges, Marc Wachs, Marc Heider, Kim Falkenberg (verdeckt), Emmanuel Iyoha, Adam Susac (gebückt) und Marcel Appiah.

Nach dem Trainerwechsel von Joe Enochs zu Daniel Thioune will die Mannschaft wieder enger zusammenrücken wie hier (von links): Ahmet Arslan, Steffen Tigges, Marc Wachs, Marc Heider, Kim Falkenberg (verdeckt), Emmanuel Iyoha, Adam Susac (gebückt) und Marcel Appiah. Foto: Mareike Stratmann

Osnabrück - 

Am Freitagabend ab 19 Uhr gilt es: Dann steigt für Interimstrainer Daniel Thioune das Debüt als verantwortlicher Coach auf der Bank des VfL Osnabrück. Und er will unbedingt gewinnen. Die Aufgabe ist aber alles andere als einfach, ist doch der 1. FC Magdeburg der Gegner.

Von Alfred Stegemann

„Freitagsabends, Bremer Brücke, Flutlicht-Atmosphäre. Etwas Geileres gibt es nicht. Die Mannschaft wird alles tun, um zu gewinnen. Wir wollen die Brücke wieder zum Beben bringen.“ Markige Worte gibt Daniel Thioune vor seinem Debüt von sich. Aber der Interimstrainer des VfL Osnabrück weiß, wovon er spricht. Als Jugendlicher stand er in der Ostkurve, hat später selbst das lila-weiße Trikot getragen und sitzt am Freitagabend nach fünfjähriger Arbeit im Nachwuchsbereich des VfL erstmals in hauptverantwortlicher Position auf der Trainerband. Sein Wunsch ist klar: Ein Sieg gegen den 1. FC Magdeburg. Um 19 Uhr geht es los.

Und Thioune gibt gleich eine neue Marschroute vor. Anders als sein eher vorsichtiger Vorgänger Joe Enochs bläst er offensiv zur Attacke: „Wir wollen Fußball präsentieren, der erfolgreich ist, dabei den Gegner von Beginn an unter Druck setzen. Trotz der ungeheuren individuellen Qualität der Magdeburger bin ich mir sicher, dass wir Lösungen finden werden. Denn wir wollen dieses Spiel gewinnen.“

Dabei macht er deutlich, dass es die eine oder andere Veränderung in der Startelf geben wird. Bis auf die Langzeitverletzten Bickel, Dercho, Schulz und Engel steht nach Christian Groß´ abgesessene Gelbsperre der gesamte Kader zur Verfügung. „Ich honoriere Trainingsleistungen. Da spielt es keine Rolle, ob es ein A-Jugendlicher oder ein gestandener Drittliga-Spieler ist. Wer sich empfiehlt, hat immer gute Chancen. Schon am Freitag könnte es einige Überraschungen geben.“, versichert der 43-Jährige.

Eingeimpft hat Thioune den Spielern in vielen Einzelgesprächen neuen Selbstvertrauen und den Glauben daran, mit dem Publikum im Rücken Unmögliches schaffen zu können. Er selbst hat es als aktiver Spieler erlebt. „Wir müssen Leidenschaft zeigen, die Bereitschaft signalisieren, über die Grenzen hinaus gehen zu wollen. Dann springt der Funke über. Der erste Schritt aber muss von uns kommen. Ich bin überzeugt, dass die Jungs sich zerreißen werden“, hofft der Interimscoach.

Das wird auch vonnöten sein, denn der 1. FC Magdeburg ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga. Von den elf Saisonspielen gewann die Elf von Trainer Jens Härtel bereits neun Mal. Allerdings tat sich der FCM an der Bremer Brücke immer schwer und fuhr in bislang vier Begegnungen noch keinen Sieg ein (drei Niederlagen, ein Remis). So zeigt Härtel durchaus Respekt: „Der Gegner wird sich nicht hinten reinstellen und lauern. Wenn sie die Zuschauer wieder hinter sich bringen wollen, dann werden sie uns keine Zeit lassen, um unser Spiel aufzuziehen. Uns erwartet eine Mannschaft, die sich zerreißen wird.“

VfL Osnabrück: Gersbeck - Krasniqi, Appiah, Susac, Wachs - Heider, C. Groß, Danneberg - Alvarez, Savran, Iyoha.

1. FC Magdeburg: Glinker - Handke, Weil, St. Schäfer - Erdmann, Rother - Butzen, Hammann - Türpitz, Schwede - Beck.

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart). Er dürfte keine guten Erinnerungen an die Bremer Brücke haben, leitete er doch das DFB-Pokalspiel am 10. August 2015, das er beim Stand von 1:0 für Lila-Weiß abbrach, nachdem er von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde. Der Sieg wurde anschließend Leipzig zu erkannt.

Nächstes Spiel: Freitag, 20. Oktober, in Rostock.

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