Handball: Bezirksliga Münsterland
HSG präsentiert neuen Coach: Daniel Bieletzki hat Blut geleckt

Lengerich -

Das ging flott. Nur eine Woche nach der Mitteilung, dass Stefan Ritterbach am Saisonende als Trainer der Bezirksliga-Handballer der HSG Hohne/Lengerich aufhören will, präsentiert der Club seinen Nachfolger. Keine Änderung gibt es bei den Damen.

Mittwoch, 14.02.2018, 17:02 Uhr

Freuen sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit (von links): Horst Hollenberg (Sportlicher Koordinator), Daniel Bieletzki, Dennis Suhre und Friedrich Wilhelm Blömker.
Freuen sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit (von links): Horst Hollenberg (Sportlicher Koordinator), Daniel Bieletzki, Dennis Suhre und Friedrich Wilhelm Blömker. Foto: Luca Pals

„Ich habe Blut geleckt“, gibt Daniel Bieletzki zu. Gut so, denn er wird keinen Geringeren, als die Erste Herren der HSG Hohne /Lengerich trainieren. Stefan Ritterbach, zwei Jahre HSG-Coach, bat um das Ende seiner Trainer-Tätigkeit, Bieletzki soll zur kommenden Saison 2018/19 übernehmen. Anders dagegen sieht es bei den Damen aus: Trainer Dennis Suhre , seit Oktober 2016 im Amt, verlängert bei der HSG, wird auch in der nächsten Saison an der Seitenlinie der Damen stehen. Friedrich Wilhelm Blömker , zweiter Vereinsvorsitzender, meint: „Beide kommen aus dem Unterbau des Vereins. Das ist perfekt. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

So ist der neue Mann auf der Herren-Bank kein unbeschriebenes Blatt: Bieletzki spielt seit seinem fünften Lebensjahr im Verein, durchlief diverse Jugendmannschaften und spielte bis 21 im Seniorenbereich. Mit 15 übernahm er bereits die sportlichen Zügel der C-Jugend, später der A-Jugend. Fünf Jahre lang coachte er die zweite Herrenmannschaft, sagt nun: „Ich freue mich auf die Herausforderung.“ In diese geht er mit pädagogischem Geschick. Denn: Er ist Gymnasial-Lehrer in Lengerich, mit seinem Team will er „sehr eng“ zusammenarbeiten, Wert auf „das Zwischenmenschliche“ legen und „auf die Bedürfnisse der Spieler eingehen.“

Taktisch basiere bei dem Neuen alles auf einer „stabilen Abwehr“, auf der alles aufgebaut werden könne und besonderer Wert des schnellen Gegenstoßes gesetzt werden kann. Hilfreich sei dabei, dass er „einen Großteil der Spieler schon aus der Jugend“ kenne. „Es hapert bei den Männern noch im Angriff. Da ist anzusetzen“, meint er. In welcher Liga Bieletzki das Team übernimmt, ist zwar noch nicht sicher. Zur Zeit stehen die Lengericher auf dem siebten Platz, möglich ist, dass fünf Teams absteigen. Horst Hollenberg, sportlicher Koordinator, zeigt sich positiv: „Wir sollten die Klasse halten.“ Dann könne mann in der nächsten Saison „oben mitmischen“: „Ich wünsche Daniel dabei weniger verletzte Spieler als in dieser Saison.“ Hollenbergs Wunsch: „Wir haben relativ kleine Teams. Einige Jahre hatten wir keine A-Jugend. Da müsste mehr Nachwuchs hoch kommen.“ Neue Kräfte in die Mannschaft zu integrieren sei auch die Aufgabe des Trainers. Gut, dass „die Zusammenarbeit mit den Spielern“ reibungslos funktioniere, so Blömker.

Ähnlich verhält es sich bei Dennis Suhre. Blömker: „Die Damen konnten sich keinen anderen Trainer vorstellen.“ Suhre selber mache die Arbeit „großen Spaß.“ Zu Beginn sei er zwar „ins kalte Wasser“ geworfen worden, das erste halbe Jahr sei eine Kennlernphase gewesen, das Ziel vor der Saison war „über dem Strich zu stehen“, das sei auch für 2018/19 die Marschroute: „Hört sich bei unserem Tabellenstand komisch an“, gibt Suhre zu – zurzeit rangieren die Damen auf dem dritten Platz, Hollenberg meint: „Vielleicht erreichen sie ja noch ein bisschen mehr.“ Allerdings stehen aus verschiedensten Gründen der Einsatz einiger Spielerinnen für die kommende Saison noch in den Sternen, „da ist noch einiges unsicher“, meint Suhre, der mit zehn Jahren nach einem halben Jahr Fußball dem Verein beitrat, bis vor drei Jahren in der ersten Mannschaft spielte, nun nur noch als „Standby-Spieler“ rufbereit steht. Trainer-Erfahrungen sammelte er als Coach mit der C- und der A-Jugend. Zurzeit möchte er die „Tabellenposition halten“ und den Fokus auf Angriff und Schnelligkeit legen.

Blömkers Augen blitzen mit Blick auf die Zukunft, für ihn sind beide Trainer „ein Glücksfall.“

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