Fußball: 3. Liga
Ein 0:0 der besseren Sorte zwischen dem VfL Osnabrück und Karlsruher SC

Osnabrück -

0:0 hieß es am Mittwochabend im Nachholspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem Karlsruher SC. Ein Ergebnis, mit dem beide Teams leben konnten. Der VfL beeindruckte mit einer starken kämpferischen Leistung und war über 90 Minuten dem Sieg sogar ein Stück näher.

Mittwoch, 14.02.2018, 00:02 Uhr

Emmanuel Iyoha (links), der sich hier gegen Matthias Bader durchsetzt, fand sich nach Anlaufschwierigkeiten immer besser zurecht, und verzeichnete eine Großchance. Rechts Tim Danneberg.
Emmanuel Iyoha (links), der sich hier gegen Matthias Bader durchsetzt, fand sich nach Anlaufschwierigkeiten immer besser zurecht, und verzeichnete eine Großchance. Rechts Tim Danneberg. Foto: Mareike Stratmann

Tore sind keine gefallen, im gestrigen Nachholspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem Karlsruher SC . Aber es war ein gutes, ein packendes und bis zum Abpfiff spannendes spiel, in dem sich beide Seiten nichts schenkten. Der VfL hatte insgesamt mehr vom Spiel und verzeichnete das Plus an Chancen. Die Schlussphase ging an den KSC, so dass unter dem Strich beide Seiten mit dem 0:0 leben können.Vor allem kämpferisch wussten die Hausherren zu überzeugen. Sie warfen alles in die Waagschale und haben sich den Punkt gegen den hohen Faforiten redlich verdient. Unter dem Strich wäfre vielleicht sogar mit etwas Glück mehr drin gewesen. Aber die Zuschauer waren zufrieden. Sie verabschiedeten die Mannschaft mit Applaus. „Wir können zufrieden sein“, meinte Emmanuel Iyoha . „Vielleicht wäre sogar noch etwas mehr möglich gewesen. Aber unsere Leistung stimme, und wir waren dem Sieg insgesamt näher.“

Trotz des fast makellosen 6:1-Erfolges am Freitag gegen Chemnitz, hatte Trainer Daniel Thioune seine Startelf gehörig durcheinander gewirbelt. Wegen einer Oberschenkelverletzung musste Sebastian Klaas passen. Neuzugang Stephen Sama und überraschend Marcos Alvarez saßen auf der Bank. Dafür rückten Kamer Krasniqi, Marcel Appiah und Konstantin Engel ins Team. Der VfL spielte mit einer Dreier-Abwehrkette, die sich gegen den Ball in einer Fünfer-Reihe verwandelte.

Und der VfL machte es gut. Die Hausherren waren von Beginn an um Spielkontrolle bemüht und verzeichneten viel Ballbesitz. Allerdings fanden sie zunächst kein Mittel gegen die engmaschige Defensive der Gäste. Und doch hätte es nach zehn Minuten um ein Haar 1:0 gestanden. Daniel Gordon und Torhüter Benjamin Uphoff waren sich uneins. Profiteur war Marc Heider . Dessen Schuss klärte jedoch der Ex-Osnabrücker David Pisot auf der Linie.

Vom KSC war lange Zeit nichts zu sehen. Erst in der 24. Minute gab Marcel Mehlem offensiv das erste Lebenszeichen der Gäste ab. Da wirkten die Lila-Weißen erheblich präsenter.

In der 37. Minute hatten sie sich endlich mal gut durchkombiniert. 20 Meter vor dem Tor deutete Kamer Krasniqi einen Schuss an, passte aber zum durchstartenden Heider, der jedoch nur das Außennetz traf. Dennoch wären die Gäste um ein Haar mit einer Führung in die Kabine gegangen. Nach einem dicken Patzer von Adam Susac, der in der Vorwärtsbewegung den Ball verlor, lief Muslija allein auf Gersbeck zu, der glänzend parierte.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte der VfL da an, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Und er besaß weiter gute Chancen. So verfehlte Iyoha nach 55 Minuten das Gehäuse nur knapp. Die Hausherren hatten bis dahin viel investiert und musste dem anscheinend Tribut zollen. Der KSC kam immer besser zurecht und drängte die Lila-Weißen zurück. Mehrfach stand Keeper Marius Gersbeck im Brennpunkt, hielt seinen Kasten zunächst aber sauber.

Der VfL mühte sich und ackerte, spielte aber keinen Angriff mehr sauber zu Ende. So musste bis zum Abpfiff gezittert werden, da die Gäste in der Schlussphase merklich auf einen Treffer drängten.

Der VfL geht so guten Mutes in das Derby am kommenden Sonntag bei den Sportfreunden Lotte. Mit solch einer Einstellung wie gestern Abend gegen den KSC sind die Lila-Weißen gewiss nicht chancenlos. In jedem Fall bahnt sich ein spannendes Nachbarschaftsduell an.

VfL Osnabrück: Gersbeck - Appiah, Engel (74. Sama), Susac - Renneke, Wachs - Groß, Krasniqi (63. Arslan), Danneberg (84. Alvarez) - Heider, Iyoha.

Karlsruher SC: Uphoff - Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach - M. Mehlem, Wanitzek - Muslija, Thiede - A. Fink (82. Stroh-Engel), Schleusener (89. Pourie).

Tore: Fehlanzeige. - Gelbe Karten: Engel / Muslija, . - Schiedsrichter: Eric Müller (27, Bremen) – Zuschauer: 8135.

Nächstes VfL-Spiel: Sonntag, 18. August, 14 Uhr bei SF Lotte (Frimo-Stadion).

Trainerstimmen:

Aloys Schwarz (Karlsruher SC): „Die ersten 20 Minuten sind wir nicht ins Spiel gekommen. Der Gegner hat es in die Hand genommen und das Spiel bestimmt. Dann sind wir besser zurecht gekommen und hatten kurz vor der Halbzeit die beste Chance. In der zweiten Halbzeit hatte Osnabrück mehr Ballbesitz aber wie hatten die deutlich besseren Chancen. Wenn man die 90 Minuten betrachtet, geht das Ergebnis in Ordnung.“

Daniel Thioune (VfL Osnabrück): „Wir haben sehr viel Druck auf den Gegner ausgeübt, hatten mehr vom Spiel, haben aber nicht konsequent genug gespielt. Wir hatten eine Riesenchance durch Marc Heider und hätten zur Pause führen können. Wir sind gut in die zweite Halbzeit gestartet, hatten auch eine gute Möglichkeit durch Iyhoa. Irgendwann kippte das spiel, Karlsruher kam besser auf. Da fehlten uns vielleicht ein paar Körner nach dem Aufwand der ersten Halbzeit. Wir hätten gerne mehr erreicht, können aber mit dem Punkt leben.“

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