Fußball: Meinungen zur Hallenkreismeisterschaft
Ein Modell für die Zukunft?

Tecklenburger LAnd -

Zu den Kreismeisterschaften im Hallenfußball (HKM) hatte sich der Kreisvorstand in diesem Jahr einen neuen Modus überlegt. Wie fällt das Urteil bei Trainern und Offiziellen dazu aus?

Dienstag, 02.01.2018, 17:01 Uhr

Die Tribüne  war ordentlich gefüllt, weil erstens mehr Mannschaften bis zum Schluss in der Halle waren und zweitens Interessierte vom Frauen- als auch vom Männerturnier gleichzeitig in der Kreissporthalle waren.
Die Tribüne  war ordentlich gefüllt, weil erstens mehr Mannschaften bis zum Schluss in der Halle waren und zweitens Interessierte vom Frauen- als auch vom Männerturnier gleichzeitig in der Kreissporthalle waren. Foto: Jan Kappelhoff

Erstmals sollte die Endrunde der Frauen und Männer an einem Tag, die Spiele dabei jeweils abwechselnd durchgeführt werden. Das stieß zwar nicht bei allen auf Gegenliebe, Verbesserungsvorschläge sind allerdings kompliziert. Der Kreisvorstand erkennt eine Entwicklung.

Für die Frauen hatte der Turniertag bereits um 11 Uhr mit den Gruppenspielen begonnen, ehe nachmittags die Männer dazu stießen und ihre Spiele dann im Wechsel mit den Damen über die Bühne brachten. Nach dem Finale der Männer (19.15 Uhr) wurde das Endspiel der Frauen um 19.30 Uhr angepfiffen. Die Männer wiederum waren auch schon am Freitagabend zu ihrer Zwischenrunde in der Kreissporthalle aktiv. Das alles war ein Versuch, die Veranstaltung attraktiver zu machen. Allerdings sei sie eben auch dem Termin geschuldet gewesen, der die HKM wieder zwischen Weihnachten und Neujahr geschoben hatte, sagt Gisbert Grotemeier, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses.

Zusammengesessen habe der Kreisvorstand noch nicht wieder, um das Turnier zu resümieren, allerdings habe Gisbert Grotemeier auch „nichts Konkretes gehört, was nicht geklappt hätte“. In der Trainerschaft allerdings gab es schon ein paar Bedenken. „Das war schon ein langer Tag“, meinte Franjo Wienke, Trainer der Frauen vom BSV Brochterbeck. „Wir haben uns um 10.30 Uhr an der Halle getroffen. Da sollte man sich überlegen, das vielleicht doch wieder etwas zu verkürzen.“ Vor allem einige Männerteams zeigten sich wenig angetan von dem Modus. „Die Pausen zwischen den Spielen sind schon sehr lang“, erläuterte Holger Althaus, Trainer von Falke Saerbeck.

Gisbert Grotemeier (r.) und Markus Raschke aus dem Fußball-Kreisvorstand stellten am Samstag die Pokale für die Siegerehrungbereit.

Gisbert Grotemeier (r.) und Markus Raschke aus dem Fußball-Kreisvorstand stellten am Samstag die Pokale für die Siegerehrungbereit. Foto: Jan Kappelhoff

Die Ränge indes waren ganz gut gefüllt. Es waren mehr Zuschauer da als in den Vorjahren. Eine gute Kulisse kommt schließlich allen zugute. „Ich sehe kein grundsätzliches Problem mit dem Hallenfußball“, widerspricht Grotemeier beispielsweise Laggenbecks Trainer Nico Fehlhauer, der vor den HKM klar Stellung bezogen und dem Hallenfußball einen geringen Wert zugeschoben hatte. Vor allem die Regelüberarbeitungen, die einige Elemente aus dem Futsal in den Hallenfußball eingebracht haben, würden die Spiele disziplinierter und technisch wertvoller machen, findet Gisbert Grotemeier. Er betont aber auch, beim Spiel mit Banden und den im Vergleich zum Futsal größeren Toren zu bleiben.

Frank Schlichter, Trainer des Frauen-Siegers Arminia Ibbenbüren, konnte sich mit dem neuen Modus durchaus anfreunden, nicht aber mit der Langatmigkeit. „Ich fand es insgesamt gar nicht so schlecht“, meinte er. „Vor allem für die Damen war es schön, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Das motiviert. Aber wenn man von morgens bis spät abends in der Halle ist, kann es auch nerven. Deshalb wäre mein Vorschlag, es so zu belassen, aber die Spielzeit zu kürzen. 13 Minuten sogar schon in den Gruppenspielen, ist für mich eindeutig zu lang.“ Dem stimmte auch Franjo Wienke zu.

Über Spielzeiten lässt sich diskutieren, der Modus allerdings scheint für das kommende Jahr beim Kreisvorstand auf Wiedervorlage zu liegen. „Auch der Ausrichter war gut zufrieden. Momentan spricht nichts dagegen und ich würde dafür plädieren, das nächstes Jahr noch einmal so zu machen“, so Grotemeier. Und die Kritiker? „Wenn man Fehler sucht, findet man auch welche“, sagt Grotemeier. Es sei eben nicht einfach, allen gerecht zu werden.

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