Mo., 04.01.2016

Badminton-Bundesliga Spitzensport vor großer Kulisse

Das Damendoppel für Lüdinghausen durfte das Nachwuchsduo Kira Kattenbeck (l.) und Yvonne Li bestreiten. Sie führten im zweiten Satz mit 15:11 und 19:18, verloren aber in zwei Durchgängen.

Das Damendoppel für Lüdinghausen durfte das Nachwuchsduo Kira Kattenbeck (l.) und Yvonne Li bestreiten. Sie führten im zweiten Satz mit 15:11 und 19:18, verloren aber in zwei Durchgängen. Foto: rau

Lüdinghausen - 

Fast 500 Fans sahen ein hochklassiges Topspiel, das Union Lüdinghausen gegen Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim mit 2:4 verlor. Ärgerlich für die Gastgeber: Zwei Einzel verlor Union nur knapp.

Von Ralf Aumüller

Der Deutsche Meister von 2014 forderte den Deutschen Meister von 2015 heraus – und die Badminton-Fans kamen in Scharen. Fast 500 Zuschauer sahen am Sonntag das Bundesliga-Spitzenspiel des Tabellendritten Union Lüdinghausen gegen den Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim – das war die größte Kulisse in der Antoniushalle seit dem Endspiel um die nationale Mannschaftsmeisterschaft im Mai 2014 in Lüdinghausen. Das Publikum wurde mit Spitzensport verwöhnt – gejubelt wurde am Ende allerdings nicht. Der SC Union verlor gegen den Titelverteidiger aus dem Saarland mit 2:4.

„Das ist kein Beinbruch. Bischmisheim ist sehr stark, wir haben viele knappe Spiele gesehen“, gab sich Teammanager Michael Schnaase direkt nach der Partie entspannt – und er fügte hinzu: „Das Spiel am Dienstag ist wichtiger, das ist für uns entscheidend.“ Dann gastiert Union im Verfolgerduell beim Tabellenzweiten TV Refrath, der sich am Sonntag beim 1. BC Bonn-Beuel mit einem 3:3 zufriedengeben musste. Die Platzierung am Ende der regulären Bundesliga-Saison ist bedeutend, denn der Zweite genießt im Play-Off-Halbfinale gegen den Dritten Heimrecht. Der Sieger dieses Spiels gastiert dann im Endspiel beim Tabellen-Ersten der Normalrunde.

Das wird mit Sicherheit Bischmisheim sein. Die topbesetzten Saarbrücker haben erst ein Match verloren, und das auch nur nach einer Spielwertung am grünen Tisch gegen Abstiegskandidat TSV Neuhausen-Nymphenburg. Ansonsten hat der Spitzenreiter alle Partien gewonnen. In Lüdinghausen musste der Top-Favorit aber zittern. Bei Karin Schnaase im Dameneinzel und Nick Fransman im zweiten Herreneinzel fehlte nicht viel für einen Sieg. Beide verloren in drei Sätzen. Außerdem hatte Union Karin Schnaase und Eefje Muskens jeweils nur ein Match spielen lassen. Beide waren zuletzt angeschlagen und sollten vor dem Spiel in Refrath nicht zu sehr belastet werden.

Dafür bestritten Kira Kattenbeck und Yvonne Li das Damendoppel. Das Nachwuchsduo verlor gegen Herttrich/Barning zwar in zwei Sätzen, hatte im zweiten Durchgang (19:21) aber mit 15:11 und 19:18 geführt. Nach zwei Sätzen war auch das erste Herreneinzel zwischen dem Belgier Yuhan Tan und Gäste-Star Marc Zwiebler entschieden. Die Linkshänder hatten sich schon packende Kämpfe geliefert, diesmal aber war Zwiebler in dem Duell der Olympia-Aspiranten klar der Boss auf dem Court. Nur diese beiden Partien waren eine deutliche Angelegenheit.

Für einen Paukenschlag und den ersten Punkt für Union zum zwischenzeitlichen 1:1 sorgten Josche Zurwonne und Matthew Nottingham, die das deutsche Top-Doppel Fuchs/Schöttler in drei Sätzen besiegten. „Am Anfang fehlte das Tempo, aber auch durch die Zuschauer sind wir immer besser ins Spiel reingekommen“, bilanzierte Zurwonne. „Das war ein perfekter Einstieg ins Jahr für uns im Doppel, aber schöner wäre ein Punkt für die Mannschaft gewesen.“ Den zweiten Zähler für die Gastgeber holten Muskens und Nottingham im Mixed in drei Sätzen gegen Käsbauer/Herttrich. Der Sieg für Bischmisheim hatte aber schon vorher festgestanden.

Teuer verkaufte sich der Niederländer Nick Fransman im zweiten Einzel, das er mit 18:21 im dritten Satz gegen Dieter Domke verlor. Mit 18:21 im dritten Durchgang unterlag auch Karin Schnaase im Prestigeduell mit Olga Konon. Beide kämpfen um ein Olympia-Ticket. „Zum ersten Mal bin ich ohne jegliche Vorbereitung in ein Bundesliga-Spiel gegangen, weil ich eine richtige Weihnachtspause gemacht habe“, erklärte Schnaase. „Deshalb bin ich auch zufrieden. Ich hatte trotzdem Spaß.“

Vermutlich sehen sich Schnaase und Konon im Finale der Deutschen Einzelmeisterschaft Anfang Februar in Bielefeld wieder – und vielleicht ja auch mit ihren Vereinen im Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft . . .

SC Union Lüdinghausen - 1. BC Bischmisheim  2:4

Zurwonne/Nottingham - Fuchs/Schöttler 12:21, 21:19, 21:13

Kattenbeck/Yvonne Li - Herttrich/Barning 15:21, 19:21

Yuhan Tan - Marc Zwiebler 17:21, 14:21

Karin Schnaase - Olga Konon   21:11, 13:21, 18:21

Nottingham/Muskens - Käsbauer/Herttrich 17:21, 21:19, 21:12

Nick Fransman - Dieter Domke 15:21, 21:16, 18:21

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