Fr., 26.05.2017

Motorsport: Westfalenringrennen Spannung bis zur letzten Kurve beim Grasbahnrennen in Lüdinghausen

Dichtes Gedränge herrschte in der Enduro-Klasse.Sven Klein vom AMSC wurde Fünfter in der B-Lizenz-Soloklasse.

Dichtes Gedränge herrschte in der Enduro-Klasse.Sven Klein vom AMSC wurde Fünfter in der B-Lizenz-Soloklasse. Foto: Michael Beer

Lüdinghausen - 

Schwer zu sagen, wer nach dem 78. Grasbahnrennen des AMSC Lüdinghausen vor 7500 Zuschauern mehr strahlte: Goldhelm-Gewinner Bernd Diener oder die Verantwortlichen des AMSC Lüdinghausen. Der Renntag war herrlich – nur für die heimischen Fahrer nicht so ganz.

Von Michael Beer

Als nach dem 24. und letzten Lauf beim 78. Grasbahnrennen auf dem Westfalenring der letzte Fahrer mit der Zielflagge abgewunken wurde, strahlten die Verantwortlichen des AMSC Lüdinghausen am Himmelfahrtstag mit der Sonne um die Wette. Ein Renntag mit spannenden Läufen in allen Klassen, mit herrlichem Frühlingswetter und rund 7500 begeisterten Zuschauern hatte alle Erwartungen übertroffen.

Dabei begannen die Läufe gar nicht nach Wunsch. Beim Start der Gespannfahrer berührten sich Markus Venus/Markus Heiß, Sieger im Vorjahr, und Kevin Hübsch/Michael Burger. Dabei riss dem Titelverteidiger der Gaszug. Ein Rennen später stürzten in der letzten Runde Jens Buchberger und Sascha Stumpe in der Zielkurve. Stumpe wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht, erlebte das Ende der Veranstaltung mit leichtem Brummschädel aber wieder im Stadion.

Fotostrecke: Gasbahnrennen Lüdinghausen

Dann sahen die Motorsportfreunde Bahnsport vom Feinsten. So musste bei der Internationalen Lizenz der Finallauf über den Sieg und Gewinner des begehrten Goldhelms entscheiden. Bei Punktgleichheit hatte Oldie Bernd Diener die Nase vorn (der direkte Vergleich im Finale entscheidet), vor dem jungen Romano Hummel aus den Niederlanden und dem Tschechen Martin Malek. Wäre Malek in seinem vorletzten Lauf nicht ausgefallen, hätte er als Gewinner des Finallaufs das Grasoval als Sieger verlassen. Die heimischen Akteure hatten keinen guten Tag erwischt. Christian „Hülse“ Hülshorst musste zwei leichte Stürze verkraften. Er erreichte mit den Plätzen zwei, drei und vier sowie einem Ausfall als Sechster das Finale, in dem er ohne Punkte blieb und am Ende Siebter wurde. „Die I-Lizenz ist schon eine ganz andere Liga. Hier wird jeder Fehler sofort bestraft“, sagte Jens Benneker, der Platz 14 belegte.

Die Gespanne waren eine klare Angelegenheit für die Titelverteidiger Venus/Heiß aus Pfarrkirchen, die mit Maximalpunktzahl vor den Briten Mitch Godden/Paul Smith und Kevin Hübsch/Michael Burger aus Berghaupten gewannen. „Mit dem fünften Platz habe ich mein Ziel erreicht. Für meine Verhältnisse bin ich vom Abschneiden positiv angetan“, sagte Sven Klein vom AMSC, der in allen drei Läufen der B-Lizenz in die Punkte fuhr. Mit Jens Buchberger vom MF Niederelbe siegte der erfahrenste Fahrer im Feld vor dem jungen Marcel Sebastian aus Bielefeld und Jarno de Vries aus den Niederlanden. Bei den Endurofahrern kam Thomas Hols aus Seppenrade zum ersten Mal nicht aufs Siegertreppchen. Seine alte KTM brachte zu wenig Speed auf die Grasbahn. Manfred Knappe aus Traunstein, der als Doppelstarter auch in der I-Lizenz an den Start ging, ließ Vorjahressieger Stephan Körner aus Bestwig knapp hinter sich. Rik Zulka aus Rinkerode belegte Rang drei vor den heimischen Fahrern Jens Klein und Thomas Hols.

Der alte Bahnrekord, den Robert Barth mit 129,68 km/h am 1. Juni 2000 aufgestellt hatte, wurde von den drei Schnellsten im Training, Andrew Appleton, Hummel und Hülshorst, klar verfehlt. Sehr beliebt bei den Fans sind die 1000-ccm-Sidecar-Rennen, auch wenn die fünf Gespanne aus Großbritannien nur zur Show und nicht um Punkte fuhren.

Eine feine Geste des AMSC war die Verabschiedung von Enrico Janoschka, der seinen Stahlschuh an den Nagel hängt. „Leider habe ich nie auf meiner Lieblingsbahn in Lüdinghausen gewonnen“, sagte er leise in seiner bescheidenen Art, bevor er auf Bennekers Maschine eine Abschiedsrunde drehte.

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