Mo., 19.06.2017

Badminton: Treffen des Ligaverbandes „Bundesligisten würden flexibler“

Michael Schnaase, Teammanager des SC Union Lüdinghausen.  

Michael Schnaase, Teammanager des SC Union Lüdinghausen.   Foto: rau

Lüdinghausen - 

Union Lüdinghausen und die übrigen Erst- wie Zweit-Badminton-Bundesligisten können sich ab 2018 womöglich selbst vermarkten. Das entsprechende Mandat erhielt die DBLV-Spitze am Wochenende. Union-Teammanager Michael Schnaase würde die Ausgliederung begrüßen.

Von Florian Levenig

Am Wochenende tagte in Bad Vilbel der Deutsche Badminton-Ligaverband. Wichtigster Punkt: Die DBLV-Spitze erhält den Auftrag, mit dem nationalen Verband ( DBV) über eine partielle Ausgliederung der ersten und zweiten Spielklasse zu verhandeln. Damit sich die Liga, so der Plan, ab 2018/19 selbst vermarkten kann. Eine gute Idee, findet Michael Schnaase, Teammanager des Bundesligisten Union Lüdinghausen.

Die Liga will sich ab dem kommenden Jahr selbst vermarkten. Klingt gut, bringt aber erstmal keinen Cent.

Schnaase: Im Gegenteil. Es geht zum Beispiel um ein neues Logo, um elektronische Zähltafeln. Das kostet zunächst. Auf lange Sicht sollen sich die Investitionen aber auszahlen. Wenn man ein einheitliches Erscheinungsbild hat und die Technik verbessert, generiert man womöglich zusätzliche Sponsoren.

Stress mit dem DBV haben die Bundesligisten aber nicht, oder?

Schnaase: Nein, DBV und DBLV werden auch weiter miteinander auskommen. Von einer starken Liga profitieren nicht zuletzt die Nationalspieler, die zu den Aushängeschildern des DBV zählen. Und: So ungewöhnlich ist die angestrebte Lösung nicht. In anderen Sportarten, etwa im Volleyball, gibt es ein solches Konstrukt längst.

Gibt es weitere Vorteile für die Vereine?

Schnaase: Liga und Klubs könnten flexibler reagieren. Der Dachverband umfasst alle Mitglieder, bis runter zu den Kreisligisten. Die haben logischerweise eine andere Sicht auf die Dinge als wir. Dann gibt es die Landesverbände, die unter Umständen wieder andere Vorstellungen haben. Auch deshalb würde die Abkopplung vieles erleichtern. Man müsste nicht mehr alle und jeden um Erlaubnis bitten, will man Dinge ändern, die allein die Bundesligavertreter betreffen.

Zum Beispiel die Lizenzierung, 2016/17 ein großes Ärgernis . . .

Schnaase: Richtig. Der Rückzug Langenfelds noch während der Saison war ein klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung. So etwas darf nicht mehr passieren. Daher gibt es Überlegungen, dass die Erst- und Zweitligisten eine Summe X vor der Saison hinterlegen. Damit der Spielbetrieb bis zum Ende gewährleistet ist.

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