Motorsport: Speedway
Zahnriemen geschmolzen, WM-Teilnahme in Gefahr

Lüdinghausen -

Die Hitze in Tschechien bei der WM-Qualifikation hat weniger Christian Hülshorst zugesetzt als seinem Motorrad. Weil die Technik streikte, reichte es für den Fahrer des AMSC Lüdinghausen nur zu Gesamtrang 14.

Dienstag, 27.06.2017, 19:06 Uhr

Pech hatte Christian Hülshorst in Tschechien
Pech hatte Christian Hülshorst in Tschechien Foto: mib

Christian Hülshorst fährt, wie man so sagt, einen heißen Reifen. Was ihm den Respekt der Kollegen und die Bewunderung der Fans einträgt. Blöd bloß, wenn nicht nur der Lüdinghauser „on fire“ ist, sondern auch die Technik. Ein geschmolzener Zahnriemen kostet den Motorsportler des AMSC Lüdinghausen womöglich die Teilnahme an der WM-Serie 2018.

„Das hab’ ich in all den Jahren noch nicht erlebt“, stöhnt der Routinier. Bei der WM-Qualifikation im tschechischen Marienbad waren die Temperaturen sehr hoch. Da die Zeit zwischen den Läufen zu knapp gewesen sei, um das Bike runterzukühlen, erwischte es den Steverstädter in Durchgang drei. Eine Nullrunde, der Anfang vom Ende.

„Dabei habe ich in den übrigen Läufen gut gepunktet“, erklärt „Hülse“. So aber hätte er nach zwei zweiten Rängen und einem vierten Platz im abschließenden Run einen Sieg gebraucht, um noch Zwölfter zu werden und im Rennen um die WM-Plätze zu bleiben. Hülshorst kam als Zweiter in die erste Kurve, attackierte den Führenden permanent und versuchte kurz vor dem Ende, ihn außen zu überholen. Innen jedoch erspähte ein weiterer Fahrer die entscheidende Lücke, zog an beiden Mitbewerbern vorbei –, und der AMSC-Mann kam als undankbarer Dritter ins Ziel.

Hülshorst wurde Gesamt-14., zwei Punkte fehlten zu Platz zwölf. Die „hätte ich in Lauf drei locker holen können“. Nun muss der 40-Jährige hoffen, als Nachrücker an der WM teilnehmen zu dürfen.

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