Badminton-WM
Zurwonne und Jansen haben keine Angst vor vermeintlich übermächtigen Chinesen

Lüdinghausen -

Josche Zurwonne (Union Lüdinghausen) greift nächste Woche bei der Weltmeisterschaft im schottischen Glasgow ins Geschehen ein. Auch den Allerbesten könnten Doppelpartner Jones Ralfy Jansen und er Paroli bieten, glaubt der selbstbewusste 28-Jährige.

Freitag, 18.08.2017, 19:08 Uhr

Josche Zurwonne und der Deutsch-Indonesier Jones Ralfy Jansen (l.) sind ab Montag gefordert. Für den Lüdinghauser ist es die zweite WM-Teilnahme.
Josche Zurwonne und der Deutsch-Indonesier Jones Ralfy Jansen (l.) sind ab Montag gefordert. Für den Lüdinghauser ist es die zweite WM-Teilnahme. Foto: cp/DBV

Josche Zurwonne hätte allen Grund zu hadern. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ihm das Losglück bei großen Turnieren verwehrt bleibt. Er könnte darüber jammern, dass Doppelpartner Jones Ralfy Jansen und er einen Platz auf der WM-Setzliste, verbunden mit mutmaßlich leichteren Aufgaben, nur um Haaresbreite verpasst haben.

Tut er aber nicht, der Lüdinghauser, der lieber auf die eigene Stärke verweist: „Wir haben vier internationale Wettbewerbe gewonnen, haben gegen die Olympia-Zweiten Goh V Shem und Tan Wee Kiong ziemlich knapp verloren. Warum also sollten wir Angst vor Chai Biao und Hong Wei haben?“ Selbstverständlich wollen Jansen und er die an Position sechs gesetzten Chinesen schlagen, würde es in Runde zwei zu dem Duell kommen.

Polnische Gegner in Runde eins

Denn dafür muss das deutsche Duo in seinem ersten Match in Glasgow – je nach Dauer der übrigen Partien am Montag oder Dienstag – erstmal die polnische Paarung Pawel Pradzinski/Jan Rudzinski aus dem Weg räumen. Kein Selbstläufer, glaubt Zurwonne, der bis zum Videostudium „relativ wenig“ über die Auftaktgegner wusste. Außer, dass die aktuell die Nummer 71 der Welt sind und damit 44 Plätze hinter dem besten deutschen Doppel liegen. Folglich nehmen der Steverstädter, 28, und sein vier Jahre jüngere, kürzlich eingebürgerte Mitstreiter aus Wipperfeld „die Favoritenrolle an. Auch wenn es bei Weltmeisterschaften keine wirklich schwachen Gegner gibt.“

Heute, Samstag, macht sich der DBV-Tross auf den Weg in die schottische Metropole. Dort trifft der frühere Deutsche Meister auch auf seine Erstligagefährten Nick Fransman und Roman Zirnwald. Der Niederländer, fürchtet Zurwonne, werde es schwer haben, die erste Runde zu überstehen, in der er auf den starken Thailänder Tanongsak Saensomboonsuk trifft. Besser hätten es Union-Neuzugang Roman Zirnwald und Dominik Stipsits erwischt. Die Österreicher bekommen es zum Auftakt mit den Neuseeländern Mitchell Wheller und Simon Wing Hang Leung – auf Weltniveau ein eher unbeschriebenes Blatt – zu tun.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5086537?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
137 Verfahren wegen Mindestlohn-Prellerei
Bilanz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit: 137 Verfahren wegen Mindestlohn-Prellerei
Nachrichten-Ticker