Di., 22.08.2017

Motorsport: Grasbahn-DM Hülshorst-Wochenende buchstäblich zum Vergessen

Verkorkster DM-Start: Christian Hülshorst musste sich nach seinem Sturz mit Platz sechs begnügen.

Verkorkster DM-Start: Christian Hülshorst musste sich nach seinem Sturz mit Platz sechs begnügen. Foto: rau

Lüdinghausen - 

Erst hatte Christian Hülshorst (AMSC Lüdinghausen) kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu: Die Deutsche Meisterschaft in Nordhessen endete für den Mitfavoriten nicht auf dem Podium, sondern ganz woanders.

Von Florian Levenig

Die Deutsche Langbahnmeisterschaft in Bad Hersfeld wird Christian Hülshorst in schlechter Erinnerung behalten. Im übertragenen wie im wörtlichen Sinne. Letzteres, da er im Halbfinale stürzte, eine Platzwunde am Kopf davontrug und sogar zur Beobachtung ins Krankenhaus musste. Ersteres, da ein technischer Defekt den Mann vom AMSC Lüdinghausen entscheidend ausbremste.

An sich ist „Hülse“ in blendender Verfassung. Zuletzt bei der Grasbahn-Europameisterschaft war er Vierter und damit bester Deutscher. Eine Ansage also vor den nationalen Titelkämpfen am Wochenende in Nordhessen. Im Vorgespräch mit unserer Zeitung hatte Hülshorst folgerichtig als Ziel einen Treppchenplatz ausgegeben. Mindestens.

Und so legte der Routinier auch los. Sieg im ersten Run, Sieg im dritten. In Lauf zwei war der Steverstädter ebenfalls auf bestem Wege, volle vier Punkte abzugreifen und frühzeitig Kurs aufs Podium zu nehmen. Bis sich das Zündkabel löste. „Kann passieren“, erklärt Hülshorst, sei aber halt ärgerlich, „wenn dem blöden Ding das ausgerechnet bei der Deutschen Meisterschaft einfällt.“

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Der Crash war eine typische Rennsituation. Wäre ich vorn gewesen, hätte ich es ähnlich gemacht.

Christian Hülshorst

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Trotzdem reichte es locker für die Vorschlussrunde, in der der Lüdinghauser abermals nach vorne peste. Bis zu jenem folgenschweren Crash, der den 40-Jährigen statt ins Finale geradewegs ins Hospital beförderte. Stephan Katt hatte – in Führung liegend – versucht, Hülshorst den Weg an die Spitze zu versperren. „Eine typische Rennsituation“, mochte der Gestürzte dem Dauerrivalen keinen Vorwurf machen, „ich an seiner Stelle hätte es ähnlich gemacht“.

Der „Catman“, der später den Titel vor Bernd Diener gewann, blieb auf dem Bike sitzen, Unglücksrabe Hülshorst kam zu Fall und trug neben der Kopfverletzung eine schmerzhafte Schulterprellung davon. Die Maschine habe wenig abbekommen, wie der Steverstädter später feststellte. Aber die Ärzte hätten ihm geraten, kein Risiko einzugehen. Ein paar Tage werde er sich daheim erholen, so „Hülse“, der aber spätestens in anderthalb Wochen wieder auf dem Motorrad sitzen will.

Während es für Hülshorst in jeder Hinsicht ein Wochenende zum Vergessen war, überraschte Nils Venneker als DM-Siebter, einen Rang hinter dem AMSC-Vereinskollegen.

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