Fr., 08.09.2017

Fußball: Bezirksliga 8 Neu-Unionist vielbeschäftigt

Geht nicht nur als Spieler stets engagiert zu Werke: Philipp Plöger.

Geht nicht nur als Spieler stets engagiert zu Werke: Philipp Plöger. Foto: Leon Sicking

Lüdinghausen - 

Philipp Plöger ist ein exzellenter Fußballer. Für die Bezirksliga eigentlich überqualifiziert. Weil dem 27-Jährigen andere Dinge aber fast noch wichtiger sind als selbst zu spielen, ist Union Lüdinghausen für ihn genau der richtige Verein.

Von Florian Levenig

Wenn man Philipp Plöger beim Kicken zuschaut, wenn man sieht, wie engagiert er auf dem Rasen stets zu Werke geht, dann kann man sich kaum vorstellen, dass es etwas gibt, das der Defensiv-Allrounder lieber täte. Und doch: Mindestens so leidenschaftlich leitet der Münsteraner in Diensten des SC Union Lüdinghausen junge Fußballer an.

„Trainer zu sein, hat mich schon ganz früh gereizt“, erzählt Plöger. Da war er 16 und noch Berliner. Beim dortigen AK, dessen Trikot der Neu-Unionist in der Jugend-Regionalliga und später in der Senioren-Oberliga trug, fing alles an. „Wissbegierig“ sei er, und „ehrgeizig“. Auf wie neben dem Platz. Die DFB-Elite-Jugend-Lizenz hat Plöger bereits in der Tasche. 2018 will er den A-Trainerschein machen, „irgendwann den Fußballlehrer“. Dann dürfte er sämtliche Profiteams coachen.

Gesamtpaket war ausschlaggebend

Für den Moment hat sich Plöger aber ganz der Nachwuchsarbeit verschrieben. Bei Union ist er für die A- und die G-Jugendlichen verantwortlich. „Das Paket, das Union für mich geschnürt hat, war ausschlaggebend“, erklärt der Hüne. Dafür nahm er sogar in Kauf, nicht mehr Westfalenliga zu spielen wie beim TuS Hiltrup, sondern zwei Klassen tiefer in der Bezirksliga.

Den Bambini kann er natürlich nicht mit taktischen Finessen kommen: „Da geht es vielmehr darum, den Kleinen den Spaß an dieser tollen Sportart zu vermitteln.“ Anfang November richtet Plöger im Auftrag von Union ein Feriencamp aus, auch das gehört zum Gesamtpaket.

Erfahrung in dem Bereich hat Plöger bereits zur Genüge. Für Hannover 96 hat er gearbeitet, für den VfL Bochum, zuletzt für den FC Ingolstadt. Allerdings nicht im schönen Oberbayern, sondern, nach einem harten Auswahlverfahren, im Reich der Mitte: „Wir waren knapp vier Wochen im Sommer in China.“ An fünf Standorten des FCI-Hauptsponsors Audi. Ein „herausragendes Erlebnis“, strahlt der Unionist, für das er nur zu gerne seinen Jahresurlaub geopfert habe: „Diese leuchtenden Kinderaugen zu sehen, das sind Momente, die im Herzen bleiben.“

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