Badminton: Asienreise
Efler: „Eindeutig unser größter Erfolg“

Lüdinghausen -

Mit dem Erreichen des Mixed-Halbfinals bei den mit 600 000 US-Dollar dotierten Korea Open hat Linda Efler (Union Lüdinghausen) die Erwartungen weit übertroffen. Was sie mit dem Preisgeld anstellt, verrät die 22-Jährige im Interview.

Freitag, 22.09.2017, 21:09 Uhr

Erreichten zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere bei einem Superseries-Turnier die Vorschlussrunde: Linda Efler und Marvin Seidel.
Erreichten zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere bei einem Superseries-Turnier die Vorschlussrunde: Linda Efler und Marvin Seidel. Foto: Claudia Pauli/DBV

Auch wenn es beim zweiten Stopp in Japan nicht ganz so rund lief (im Mixed war in Runde eins Schluss, im Doppel mit Teamkollegin Eva Janssens gar in der Quali): Die Asienreise wird Linda Efler , Neuzugang des Bundesligisten Union Lüdinghausen , in bester Erinnerung behalten. Beinahe sensationell erreichten der Bischmisheimer und sie beim für Badminton-Verhältnisse sehr üppig dotierten Superseries-Turnier in Seoul das Halbfinale. WN-Sportredakteur Florian Levenig hat mit der 22-Jährigen gesprochen.

Sie haben national wie international bereits Medaillen gesammelt. Trotzdem war Platz drei in Südkorea Ihr bis dato größter Erfolg, oder?

Efler: Ja, eindeutig. Marvin und ich haben bisher zwei kleinere Turniere gewonnen, aber die Korea Open gehören zu den bedeutendsten Wettbewerben weltweit. Dort bis ins Halbfinale zu kommen, war schon etwas ganz Besonderes.

Was war der Schlüssel? Sind Sie beide zuletzt so viel besser geworden?

Efler: Wir hatten uns schon 2016 deutlich verbessert. Und wir wussten nach dem Erfolg im August bei den White Nights in Russland, dass wir in Form sind. Aber dass wir in Seoul so weit kommen würden, damit hat echt keiner von uns gerechnet.

Setzt Sie das Ergebnis unter Druck? Will man beim nächsten großen Turnier ähnlich gut oder gar besser abschneiden?

Efler: Wir versuchen uns damit nicht so sehr zu belasten. Es ist einfach schön zu wissen, das wir das Zeug dazu haben, in der Weltklasse mitzumischen. Allerdings wissen wir auch, dass noch einiges an Arbeit bevorsteht, bis wir dieses Level konstant halten können. Siehe Japan.

Steht schon fest, wo Sie beide in der Weltrangliste fortan stehen? Womöglich vor dem derzeit besten deutschen Mixed Isabel Herttrich/Mark Lamsfuß?

Efler: Ich schätze, dass wir um etwa zehn Plätze klettern, also in die Top 40. Isabel und Mark werden wir aber noch nicht einholen.

Ihr langfristiges Ziel ist . . . 

Efler: Olympia 2020 in Tokio, ganz klar.

Haben Sie die Turniere in Asien genutzt, um sich mit Ihren künftigen Teamkollegen mit Blick auf die in einer Woche beginnende Bundesliga einzuspielen?

Efler: Schon. Eva und ich wollen uns selbstverständlich im Doppel verbessern, da wir wohl auch in der Bundesliga zusammen auf dem Parkett stehen werden. Da hilft jedes Turnier.

Haben Sie sich vom Seoul-Preisgeld in Tokio einen kleinen japanischen Sportflitzer gegönnt?

Efler: Dafür hat’s nicht gereicht (lacht). Aber es ist ein sehr gutes Taschengeld, von dem man sich zusätzlich zu Hotel und Reisen ein, zwei Dinge leisten kann, die schon länger auf meinem Wunschzettel stehen.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5172179?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
137 Verfahren wegen Mindestlohn-Prellerei
Bilanz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit: 137 Verfahren wegen Mindestlohn-Prellerei
Nachrichten-Ticker