Fr., 29.09.2017

Badminton: Bundesliga Union-Team stark und mit Perspektive

2014 gewann Union Lüdinghausen vor eigenem Publikum die erste Meisterschaft. Es soll nicht die letzte bleiben. Trainierte schon in jungen Jahren am Lüdinghauser Stützpunkt: Linda Efler. War einst Junioren-Europameisterin im gemischten Doppel: Eva Janssens.Wirkt nett, besticht aber durch eine besonders aggressive Spielweise: Kai Schäfer. Ein guter Doppel- und Mixedspieler mit viel Erfahrung: Roman Zirnwald.

2014 gewann Union Lüdinghausen vor eigenem Publikum die erste Meisterschaft. Es soll nicht die letzte bleiben. Trainierte schon in jungen Jahren am Lüdinghauser Stützpunkt: Linda Efler. War einst Junioren-Europameisterin im gemischten Doppel: Eva Janssens.Wirkt nett, besticht aber durch eine besonders aggressive Spielweise: Kai Schäfer. Ein guter Doppel- und Mixedspieler mit viel Erfahrung: Roman Zirnwald. Foto: Aumüller

Lüdinghausen - 

Union Lüdinghausen startet am Sonntag, 16 Uhr, bei Meister TV Refrath in die neue Spielzeit. Die verjüngte Mannschaft ist ein Versprechen auf die Zukunft. Aber nicht nur.

Von Florian Levenig

Gibt es so was wie das Gesetz der Serie, dann darf man 2017/18 Großes vom SC Union Lüdinghausen erwarten. Auf den historischen Titelgewinn 2014 folgte ein aus verschiedenen Gründen eher durchwachsenes Jahr. Und auf die Vizemeisterschaft 2016 in diesem Frühjahr das personell bedingte Aus schon im Viertelfinale.

Um im Zwei-Jahres-Rhythmus zu bleiben, müsste also 2018 abermals ein Treppchenplatz her. Eigentlich. Auch hält Union-Manager Michael Schnaase das Erreichen des Final-Four-Turniers für grundsätzlich möglich, obschon die Favoriten in der an diesem Wochenende beginnenden 47. Spielzeit Bischmisheim, Refrath und Beuel hießen.

Drei der vier Neuzugänge Anfang 20

Bei der Planung des Kaders haben die Lüdinghauser laut Schnaase aber nicht nur darauf geachtet, eine aktuell schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen, sondern – wichtiger noch – eine, die perspektivisch an den größten Erfolg der Vereinsgeschichte vor vier Jahren anknüpfen soll: „Drei unserer vier Neuzugänge sind Anfang 20. Nick Fransman ist nicht viel älter, Yvonne Li sogar erst 19. Und Josche Zurwonne hat auch noch einige gute Jahre vor sich.“

Linda Efler

Linda Efler Foto: Union

Kai Schäfer

Kai Schäfer Foto: Union

Die Transfers seien aber nicht nur Investitionen in die Zukunft, sondern auch in die Gegenwart, so Schnaase: Kai Schäfer, der vom freiwilligen Absteiger Düren kommt und im Frühjahr zwei Turniere in Osteuropa gewann, sei bundesweit hinter dem Bischmisheimer Fabian Roth und Altmeister Marc Zwiebler (Beuel) bereits die Nummer drei. Linda Efler feierte kürzlich mit Platz drei an der Seite des Saarbrückers Marvin Seidel beim Superseries-Tu

Roman Zirnwald

Roman Zirnwald Foto: Union

rnier in Südkorea ihren bis dato größten Karriereerfolg.

Und die Ex-Bonnerin Eva Janssens, privat mit Zurwonne verbandelt, war einst Junioren-Europameisterin im Mixed. Alle drei sind Nationalspieler. Gleiches gilt für den vierten Neuen, Roman Zirnwald. Der Österreicher feiert wie Efler – beide spielten bis zu dessen Rückzug beim Zweitligisten TV Emsdetten – am morgigen Sonntag in Refrath seine Premiere in der

Eva Janssens

Eva Janssens Foto: Union

Beletage. „Roman ist ein internationale erfahrener Doppelspieler. Die Routine ist sein großes Plus, gerade mit Blick auf unsere jungen Leute“, so Lüdinghausens Manager.

Info: Li-Einsatz in Refrath fraglich

Von einem lockeren Eingrooven kann beim hiesigen Badminton-Bundesligisten gar keine Rede sein. Gleich der erste Spieltag führt den früheren Meister Union Lüdinghausen am Sonntag, 16 Uhr, zum aktuellen: dem TV Refrath. Eine Mannschaft, die der Teammanager der Gäste, Michael Schnaase, auf Augenhöhe mit Branchenkrösus Bischmisheim wähnt. Mindestens: „Zwar ist Fabian Roth nicht mehr da. Aber in sämtlichen Doppeln ist Refrath eine Macht.“ Raphael Beck gewann Anfang des Jahres in Bielefeld zwei DM-Titel, das Mixed mit Teamkollegin Carla Nelte. Dazu feierte Max Schwenger – bis zum verletzungsbedingten Laufbahnende 2016 mit dem Lüdinghauser Josche Zurwonne auf Olympia-Kurs – ein überraschendes Comeback.

Leichte Vorteile für Union sieht Schnaase im ersten Einzel (Kai Schäfer gegen Lars Schänzler). Eine Yvonne Li in Bestform wäre gegen Rio-Starterin Chloe Magee gewiss nicht chancenlos. Sie hat die Irin in der Liga bereits bezwungen. Nur setzte eine Fußverletzung den Young-ster zuletzt außer Gefecht. „Ob Yvonne spielt, entscheiden wir womöglich vor Ort“, erklärt der Manager. Als Ersatz käme Tochter Karin in Betracht. Nur war die nach ihrer Hochzeit erst in den Flitterwochen und danach krank.

Im Damen-Doppel lautet die naheliegende Lösung Linda Efler/Eva Janssens. Bei den Männern „haben wir viele Optionen“, so Schnaase, der angesichts der Schwächung im Damen-Einzel am Sonntag schon mit einem Zähler zufrieden wäre. flo

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5189245?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F