So., 08.10.2017

Badminton-Bundesliga Union bietet beste Unterhaltung

Ließ Ex-Meister Lukas Schmidt nur im dritten Satz ein bisschen mitspielen: Union-Neuzugang Kai Schäfer.

Ließ Ex-Meister Lukas Schmidt nur im dritten Satz ein bisschen mitspielen: Union-Neuzugang Kai Schäfer. Foto: flo

Lüdinghausen - 

Union Lüdinghausen hat am Wochenende sechs Punkte geholt. Mehr geht nicht. Dem 6:1 über den TSV Neuhausen-Nymphenburg ließen die Steverstädter ein ebensolches über den TSV Freystadt folgen. Ein echter Spaß.

Von Florian Levenig

Roman Zirnwald ist nicht nur ein exzellenter Doppelspieler, er scheint auch ein echter Spaßvogel zu sein. Auf die Frage, warum Kai Schäfer und er kurz zuvor sieben Matchbälle am Stück ungenutzt gelassen hatten, antwortete der Österreicher mit der richtigen Dosis Wiener Schmäh: „Wir wollten die Zuschauer eben ein bisschen unterhalten.“

Dazu hätte es diesen Nervenkitzel freilich gar nicht gebraucht. Auch so hielt Badminton-Bundesligist Union Lüdinghausen seine Fans am Sonntag beinahe durchgehend bei Laune. Wie schon tags zuvor den TSV Neuhausen-Nymphenburg schossen die Steverstädter auch den TSV Freystadt mit 6:1 aus der Halle und bleiben Spitzenreiter Beuel dicht auf den Fersen.

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Ich wusste, dass wir in den Einzeln deutlich stärker sind.

Union-Teammanager Michael Schnaase

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„Sechs von sechs Punkten, mehr geht nicht“, freute sich Teammanager Michael Schnaase, der trotz des 0:1 nach dem Damen-Doppel – Linda Efler/Eva Janssens waren gegen Jenny Moore/Julia Kunkel absolut chancenlos – relativ gelassen blieb: „Ich wusste ja, dass wir in den Einzeln stärker sind.“

Wie wahr: Schäfer, deutlich flinker auf den Beinen als Ex-Meister Lukas Schmidt, machte es nur im dritten Durchgang (14:12) spannend, Nick Fransman überrollte Hannes Gerberich förmlich. Und auch Yvonne Li hatte lediglich im zweiten Durchgang (12:14) Probleme mit der Finnin Nanna Vainio. „Der Trainingsrückstand macht sich halt noch bemerkbar“, so die 19-Jährige wenige Wochen nach ihrer Fußverletzung.

Josche Zurwonne/Efler spannten das Publikum im Mixed nicht annähernd so auf die Folter wie Schäfer/Zirnwald. Nach dem 3:0 im Schnelldurchgang gegen Johannes Pistorius/Moore bewies der Ur-Lüdinghauser, dass er nicht weniger witzig ist als der Alpen-Neuzugang: „Ich muss heute noch zurück nach Saarbrücken, für eine Uni-Klausur büffeln. Deshalb hatte ich keine Zeit zu verlieren.“

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