Badminton: Union-Talent
Erfolgreiche Union-Netz-Werkerin

Lüdinghausen -

Sie ist jung, sie ist erfolgreich: Paula Jünemann. Beim U 17-Bundesranglistenturnier in Mülheim/Ruhr boten die Lüdinghauserin und ihre Doppelpartnerin Leonie Kretschmer den Besten Paroli. Nur sei sie auf dem Court bisweilen noch zu lieb, findet ihr Trainer.

Donnerstag, 26.10.2017, 19:10 Uhr

Müsste mal die Zähne fletschen, meint ihr Trainer: die Lüdinghauserin Paula Jünemann, die zuletzt auf der nationalen Nachwuchsbühne überzeugte.
Müsste mal die Zähne fletschen, meint ihr Trainer: die Lüdinghauserin Paula Jünemann, die zuletzt auf der nationalen Nachwuchsbühne überzeugte. Foto: flo

Paula Jünemann , Badminton-Nachwuchsspielerin des SC Union Lüdinghausen, ist nett, höflich, angenehm zurückhaltend. Samt und sonders positive Eigenschaften, möchte man meinen. Ihr Coach, Christoph Schnaase, würde sich trotzdem wünschen, „dass sie auf dem Court giftiger auftritt“. Dass sie, bildlich gesprochen, die Zähne fletsche. Es gibt laut Schnaase Spieler, „die schon vor dem ersten Ballwechsel die Faust ballen und dem Gegner signalisieren: ,Das ist mein Tag.‘ Lernt Paula auch das noch, kann sie mühelos den nächsten Schritt gehen.“

Dass Jünemann über das nötige Talent verfügt, dass sie überdies bienenfleißig trainiert, muss Schnaase, der auch das hiesige Bundesliga-Team coacht, nicht eigens erwähnen. Die Ergebnisse sprechen ja für sich. Am Wochenende, beim U 17-Bundesranglistenturnier in Mülheim/Ruhr, belegten Leonie Kretschmer (Lüner SV) und sie im Mädchen-Doppel Platz sechs, besser hat die junge Steverstädterin auf nationaler Ebene noch nie abgeschnitten. Im Viertelfinale mussten sich Jünemann/Kretschmer erst nach drei umkämpften Sätzen dem top-gesetzten Duo Michelle Beecken/Kaja Zabinski (Gifhorn/Trittau) beugen.

Im Einzel lief es für die aktuelle Nummer zwei in NRW in ihrer Altersklasse nicht ganz so gut. Platz 19, nicht ganz das, was sich die 16-Jährige vorgenommen hatte. Zumal das eigentlich ihre Leib- und Magendisziplin sei, in der auch ihre beiden Vorbilder die größten Erfolge feier(te)n: die Thailänderin Ratchanok Intanon, jüngste Weltmeisterin aller Zeiten, und, logisch, Karin Schnaase. Oft genug habe sie bei Bundesligaspielen auf der Tribüne gesessen und der Lokalmatadorin die Daumen gedrückt.

Vorbilder: Intanon und, logisch, Schnaase

Ob sie sich vorstellen könne, später mal den Platz ihres Idols in der ersten Mannschaft einzunehmen? „Schwer zu sagen. Das Leistungsgefälle zwischen Senioren und Junioren ist gewaltig.“ Aktuell wird der Youngster bei den Erwachsenen in der zweiten (Oberliga) und dritten Union-Mannschaft (Landesliga) eingesetzt. Gleichaltrige, die sie ernsthaft fordern könnten, gibt es in Lüdinghausen derzeit nicht.

Zum Badminton sei die Anton-Schülerin 2010 gestoßen: „bei einem Tag der offenen Tür des SC Union.“ Ab da gab es kein Zurück mehr. Papa Jörg, Spieler der fünften Mannschaft (Kreisliga) und im Jugendvorstand der Abteilung tätig, hilft Paula, wo immer er kann. Viermal in der Woche trainiert die Tochter, dazu die Spiele am Wochenende, Lehrgänge, Turniere: Für Hobbys bleibe da – neben Schule und Leistungssport – keine Zeit. Jünemanns nächstes Ziel: die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften Anfang 2018 in Gera.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5248789?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
Hansaring: Ein Viertel kämpft friedlich
Die geplante Platanenfällung kann momentan nicht durchgeführt werden, da sich einige Anwohner am Fuß eines Baumstammes niegergelassen haben.
Nachrichten-Ticker