Badminton
Das Ziel heißt Paralympics

Lüdinghausen -

Das Ziel heißt Tokio. Drei Badmintonspieler aus Dortmund, Köln und Aachen wollen bei den Paralympics 2020 mit dabei sein. Trainiert werden sie von Rachmat Hidajat, langjähriger Coach von Bundesligist Union Lüdinghausen.

Mittwoch, 15.11.2017, 17:11 Uhr

Beim Schlagtraining: Trainer Rachmat Hidajat mit Valeska Knoblauch (hinten links) und Elke Rongen.
Beim Schlagtraining: Trainer Rachmat Hidajat mit Valeska Knoblauch (hinten links) und Elke Rongen. Foto: Markus Kleymann

Das große Ziel heißt Paralympics 2020 in Tokio. Dafür trainieren Valeska Knoblauch , Yoshi Mi und Elke Rongen hart. Einmal pro Woche steht ihnen dabei Rachmat Hidajat zur Seite, Badmintontrainer bei Union 08 Lüdinghausen. Die drei Sportler kommen aus Dortmund, Köln und Aachen, gehören zu den weltbesten Para-Badmintonspielern. Auf dem Parkett agieren sie in speziell angefertigten Rollstühlen.

In der kommenden Woche finden in Südkorea die Weltmeisterschaften im Para-Badminton statt. Über 300 Athleten aus 40 Ländern kommen in Ulsan zusammen und ermitteln in sechs Behinderten-Klassen ihre Weltmeister.

Genau dafür legt sich das Trio, das Rachmat Hidajat in der Regel im Kadertraining einmal wöchentlich in Dortmund trainiert, jetzt besonders ins Zeug. Zusätzlich zum normalen Pensum absolvierten die Drei jetzt eine weitere Trainingseinheit in der Sporthalle des Lüdinghauser St.-Antonius-Gymnasiums. Bestaunt von vielen gleichzeitig trainierenden Union-Spielern zeigten sie im intensiven Schlagtraining mit Rachmat Hidajat und Sepher Eivani aus der zweiten Lüdinghauser Mannschaft, was sie drauf haben. Vorhand, Rückhand – vorne, hinten. Die Schläge müssen sitzen.

Dabei sind die Felder kleiner – es zählt nur die eine Hälfte ohne den vorderen Bereich bis zur Aufschlaglinie. Dennoch müssen die Para-Badmintonspieler sich blitzschnell in ihrem Rollstuhl auf dem Feld bewegen – und gleichzeitig natürlich den Federball schlagen. Immer und immer wieder schicken die beiden Trainer die Gäste über das Feld. Mit einer zusätzlichen kleine Rolle auf dem Boden hinter dem Rücken sorgt der Rollstuhl für zusätzliche Stabilität, wenn sich die Spieler weit nach hinten strecken müssen. Außerdem sind die Räder quer nach außen gestellt. Das macht die Spieler viel beweglicher.

Das Trio ist weit vorne in der Weltrangliste platziert. Dafür ist eine regelmäßige Teilnahme an internationalen Turnieren allerdings Voraussetzung – und diese Fahrten müssen sie selber bezahlen. Lediglich die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften wird vom Deutschen Behindertensportverband finanziert.

Dennoch: Für alle Drei steht fest, dass sie auch nach der WM weiter Gas geben wollen und viele internationale Turniere besuchen wollen – mit Heimtrainer Rachmat Hidajat an ihrer Seite. Denn sie wollen unbedingt nach Tokio, wo Badminton erstmals bei Paralympics auf dem Programm steht. Und die Lüdinghauser Badmintonabteilung will Valeska Knoblauch, Yoshi Mi und Elke Rongen mit zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten dabei weiter unterstützen.

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