Badminton-Bundesliga
Beigeschmack bleibt – Union Lüdinghausen verliert 3:4

Lüdinghausen -

Der SC Union Lüdinghausen musste am gestrigen Abend in ein 3:4 gegen den TSV Trittau einwilligen. Wütend machte die Hausherren aber nicht die Niederlage an sich, sondern der Stuhlschiedsrichter.

Dienstag, 09.01.2018, 23:01 Uhr

Starker Auftritt: Nick Fransman bezwang Bernardo Atilano glatt in drei Sätzen. Dank der Einzelerfolge nahm Union Trittau wenigstens einen Zähler ab.
Starker Auftritt: Nick Fransman bezwang Bernardo Atilano glatt in drei Sätzen. Dank der Einzelerfolge nahm Union Trittau wenigstens einen Zähler ab. Foto: flo

Badminton-Bundesligist Union Lüdinghausen hat sein Heimspiel gegen den TSV Trittau 3:4 verloren. Umso ärgerlicher war die Niederlage gegen den direkten Mitbewerber um einen vorderen Playoff-Platz, da sich die Unionisten von einem der Stuhlschiedsrichter um den Erfolg gebracht fühlten.

Es lief das erste Herrendoppel zwischen Josche Zurwonne/Nick Fransman und Nikolaj Persson/Ary Trisnanto. Die Lüdinghauser hatten zuvor einen 3:7-Rückstand aufgeholt, zwei Satzbälle abgewehrt und einen eigenen nicht genutzt. Beim Stand von 12:13 aus Union-Sicht dann der Moment, der die Hausherren in Wallung brachte: Persson hatte wohl mit dem Schläger das Netz berührt, ehe der Ball im Feld der Gastgeber einschlug. Doch dem Unparteiischen war der mutmaßliche Regelverstoß des Dänen entgangen. Nacheinander protestierten Zurwonne, Fransman und Union-Coach Christoph Schnaase – ohne Erfolg. 12:14 statt 13:13, das Match war weg.

Da auch Linda Efler /Eva Janssens und Robert Blair/Roman Zirnwald ihre Doppel verloren, hieß es wie im Hinspiel schnell 0:3. Doch die Hausherren stemmten sich gegen die drohende Pleite. Kai Schäfer ließ sich, anders als in Trittau, nicht von Joachim Perssons Mätzchen aus dem Konzept bringen und rang den ehemaligen Weltklassespieler in fünf Durchgängen nieder. Ganz stark dann Yvonne Li und Nick Fransman, die anschließend Priskila Siahaya und Bernardo Atilano jeweils im Eiltempo bezwangen.

So musste das abschließende Mixed nach knapp drei Stunden über Sieg und Niederlage entscheiden. Zurwonne/Efler trafen auf Kilasu Ostermeyer und Trisnanto. Ursprünglich hatte der TSV Joachim Persson aufgeboten, der aber schon im Spiel gegen Schäfer verdächtig pumpte und kurz vor dem gemischten Doppel vorgab, verletzt zu sein. Wer’s glaubt . . .

Sei’s drum. Zurwonne mit Wut und Bauch und Efler mit einigen gekonnt platzierten Bällen hielten das Match bis zum 9:9 in Satz fünf immer offen – doch die beiden nächsten und letzten Punkte an diesem langen Abend machten die Gäste. Lüdinghausen bleibt somit Fünfter mit jetzt zwei Zählern weniger als Trittau.

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