Badminton: DM
Union-Quartett chancenreich

Lüdinghausen -

Es könnte ein medaillenreiches Wochenende für die Spieler des Bundesligisten Union Lüdinghausen in Bielefeld werden. Linda Efler, Josche Zurwonne, Yvonne Li und Kai Schäfer stehen in den Setzlisten ziemlich weit vorn.

Mittwoch, 31.01.2018, 20:01 Uhr

Bei Union ein eingespieltes Doppel, in Bielefeld womöglich Gegner: Linda Efler und Josche Zurwonne.  
Bei Union ein eingespieltes Doppel, in Bielefeld womöglich Gegner: Linda Efler und Josche Zurwonne.   Foto: flo

Bei den nationalen Titelkämpfen im Badminton ist es nicht unüblich, dass die Akteure, die die Setzliste anführen, am Ende auch das Edelmetall untereinander verteilen. Insofern lehnt man sich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man vier Spielern des SC Union Lüdinghausen , die bei der am heutigen Donnerstag in Bielefeld beginnenden DM an Position eins, zwei oder drei geführt sind, beste Medaillenchancen einräumt.

Allen voran Josche Zurwonne und Linda Efler . Zurwonne und der im Vorjahr eingebürgerte Jones Ralfy Jansen (1. BC Wipperfeld), aktuell die Nummer 31 der Welt, sind im Doppel top-gesetzt. Der Lüdinghauser hat „gut trainiert“, brillierte zuletzt in der Liga und würde seinem DM-Titel von 2015 (seinerzeit mit dem Refrather Max Schwenger) gern einen zweiten hinzufügen, übt sich aber in Demut: „Jede Runde muss erst überstanden werden.“ Und: „Für Jones Ralfy ist es die DM-Premiere. Sich an die Gegebenheiten in der Halle und die vielen Zuschauer zu gewöhnen, das braucht seine Zeit.“ Jansens Vereinskollege Mark Lamsfuß, der gemeinsam mit Marvin Seidel (1. BC Bischmisheim) die untere Hälfte des Tableaus hätte anführen sollen, muss verletzungsbedingt passen, seinen Part übernimmt Max Weißkirchen (1. BC Beuel). „Wahrlich kein Schlechter“, gibt Zurwonne denen mit auf den Weg, die Jansen und ihn bereits ganz oben auf dem Siegerpodest am Sonntag wähnen.

Vereinsinternes Duell im Viertelfinale?

Das Lamsfuß-Aus hat auch Linda Efler aufmerksam registriert. Seidel und die Unionistin sind in Ostwestfalen die Nummer zwei des Rankings – hinter, ursprünglich, Isabel Herttrich (Bischmisheim) und Lamsfuß, den der Mülheimer Julian Lohau vertritt. Was Seidel/Efler über Nacht zu Gold-Favoriten im Mixed macht. Doch Efler wiegelt ab: „Schon auf dem Weg ins Endspiel warten zwei ziemliche Brocken.“ Den ersten in einem möglichen Viertelfinale kennt die 23-Jährige bestens (und umgekehrt): Zurwonne/Eva Janssens, ihre Bundesligagefährten. „Da liegt der Ball in Lindas Feld“, stichelt Zurwonne, der das gemischte Doppel mit seiner Freundin ohne großen Druck bestreitet.

Sollte sich das favorisierte Duo in der Runde der letzten Acht durchsetzen, träfe es im Halbfinale vermutlich auf die Bischmisheimer Peter Käsbauer und Olga Konon, Eflers neue Doppel-Partnerin. Wieder so eine knifflige Aufgabe. Trotzdem hofft die Neu-Lüdinghauserin, die noch nie Deutsche Meisterin war, „auf zwei Medaillen“.

Li vier Mal Dritte

Damit zu den Einzeln: Yvonne Li ist zwar erst 19, stand aber in Bielefeld bereits vier Mal auf dem Treppchen. Immer als Dritte. Insofern, schmunzelt der formstarke Union-Youngster, dürfe die Plakette gern mal eine andere Farbe haben. Gleichwohl: Titelverteidigerin Luise Heim (Beuel) und die in Frankreich spielende, an Nummer eins gesetzte Fabienne Deprez (bezwang Li 2017 im Halbfinale deutlich), könne sie nur schlagen, „wenn alles passt“.

Schäfer an Position zwei gesetzt

Kai Schäfer und die Deutschen Meisterschaften, das ist bis dato eine unvollendete Geschichte. „Zwei Mal war ich vor Bielefeld verletzt, ein Mal im Viertelfinale“, erinnert sich der vierte Lüdinghauser im Bunde. Diesmal wird er an Nummer zwei geführt, hinter dem Bischmisheimer Fabian Roth. Der entthronte zwar im Vorjahr Dauer-Champion Marc Zwiebler (neun DM-Titel), war aber monatelang außer Gefecht (Bandscheibenvorfall). Was die Aussichten Schäfers in einem etwaigen Endspiel kaum schmälern dürfte. Allerdings bekäme es der 24-Jährige beim allgemein erwarteten Verlauf im Halbfinale mit David Peng (Fun-Ball Dortelweil) oder mit Alexander Roovers (1. BV Mülheim) zu tun. „Beide liegen mir nicht besonders“, räumt Schäfer ein, „gegen Alex habe ich bislang noch jedes Mal verloren“.

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