Badminton: Bundesliga
Riesenschritt Richtung Playoffs – Union schlägt Beuel 6:1

Lüdinghausen -

Der SC Union Lüdinghausen hat den Tabellenzweiten 1. BC Beuel mit 6:1 bezwungen. Den Gastgebern gelang fast alles an diesem Abend. Und das ohne das bewährte Coaching von Bundesstützpunkttrainer Christoph Schnaase.

Dienstag, 27.02.2018, 22:02 Uhr

Yvonne Li bezwang Dauerrivalin Luise Heim in fünf Sätzen. Dabei wäre ihr das Match um ein Haar entglitten.
Yvonne Li bezwang Dauerrivalin Luise Heim in fünf Sätzen. Dabei wäre ihr das Match um ein Haar entglitten. Foto: flo

Christoph Schnaase war weitgehend beschäftigungslos. „So wenig wie heute habe ich lange nicht gecoacht“, lachte der Trainer des SC Union Lüdinghausen am Rande der Bundesliga-Partie gegen den 1. BC Beuel. Der Grund: Als Bundesstützpunktbeschäftigter ist er zur Neutralität verpflichtet, wenn „seine“ Nationalspieler auf beiden Seiten des Netzes stehen. Machte aber nichts, da sich bei den Gastgebern, die nicht nur ohne Coach, sondern auch ohne Doppel-Spezialist Josche Zurwonne (fehlte studienbedingt) auskommen mussten, eins ins andere fügte. Mit 6:1 fertigte der Tabellenvierte den Zweiten ab, schloss nach Punkten zum Dritten Mülheim auf und hat nun allerbeste Chancen auf ein Heimspiel im Playoff-Viertelfinale.

Kein Vergleich zum Hinspiel

„Unglaublich“, staunte Kai Schäfer: „Im Hinspiel lief alles gegen uns, und diesmal klappt alles wie am Schnürchen.“ 0:7, das nur zur Erinnerung, hatte Union im Herbst in der ehemaligen Bundeshauptstadt verloren. Umso bemerkenswerter sind die drei Punkte, da Teammanager Michael Schnaase bei der Aufstellung „ziemlich durchmischen musste“. Nick Fransman und Schäfer hatten vorher noch nie zusammen Doppel gespielt. Die Einzel-Asse entfachten aber einen solchen Druck, dass Marc Zwiebler (der beste deutsche Badmintonspieler der Neuzeit gab später im Einzel gegen Schäfer verletzt auf) und der leicht überforderte Youngster Daniel Hess am Ende klein beigaben.

Mixed wie aus einem Guss

Auch das Mixed Roman Zirnwald/Linda Efler gab es in dieser Spielzeit noch nicht. Allerdings standen beide in der Vorsaison gemeinsam beim Zweitligisten TV Emsdetten auf dem Court. „Hat sich richtig gut angefühlt“, fand der Österreicher nach dem glatten 3:0 gegen Peter Briggs/Hannah Pohl.

Nur Yvonne Li haderte mit sich und der Welt. Wie im DM-Finale hatte sie 2:0 gegen Luise Heim geführt. Und wieder drohte ihr das Match gegen die Dauerrivalin im entscheidenden Moment zu entgleiten. Doch dann, in Satz fünf, „hab’ ich plötzlich alles getroffen“, strahlte schließlich auch die 19-Jährige.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5556397?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
Nach der Hitzewelle erholen sich die Rasenflächen
Es grünt wieder. Dr. Dennise Stefan Bauer vom Botanischen Garten, empfiehlt, den Rasen erstmal in Ruhe zu lassen.
Nachrichten-Ticker