Badminton-EM
Andalusische Träume – Zurwonne und Efler wollen ins Viertelfinale

Lüdinghausen -

Sechs Spieler des Bundesligisten Union Lüdinghausen nehmen an der am Dienstag beginnenden Europameisterschaft im spanischen Huelva teil. Mindestens zwei von ihnen wollen weit kommen.

Montag, 23.04.2018, 18:04 Uhr

Wollen wie im Vorjahr das Viertelfinale bei der Europameisterschaft in Spanien erreichen: der Lüdinghauser Josche Zurwonne (r.) und Jones Ralfy Jansen.
Wollen wie im Vorjahr das Viertelfinale bei der Europameisterschaft in Spanien erreichen: der Lüdinghauser Josche Zurwonne (r.) und Jones Ralfy Jansen. Foto: DBV/Claudia Pauli

Heute, Dienstag, beginnt im südspanischen Huelva die Badminton-Individual-EM. Der Austragungsort ist eine Verneigung vor der Frau, die aus Huelva stammt, amtierende Olympiasiegerin sowie zweifache Weltmeisterin ist und beste Chancen hat, ihren drei Europameistertiteln den vierten – in Serie – hinzuzufügen: Carolina Marín. Die vier Lüdinghauser im nationalen Aufgebot wären schon mit etwas weniger zufrieden.

Josche Zurwonne und Doppelpartner Jones Ralfy Jansen (Wipperfeld) waren im Vorjahr, kurz nach der Einbürgerung des Deutsch-Indonesiers, Fünfte. Der neuerliche Einzug ins Viertelfinale entspräche dem Setzlistenplatz sieben. In Runde eins treffen die amtierenden Deutschen Meister am Mittwoch auf Milan Dratva/Matej Hlinican. Den bislang einzigen Vergleich mit den Slowaken, 2017 in Thailand, entschieden die DBV-Asse deutlich für sich.

Lösbare Aufgaben in Runde eins

Zurwonnes Teamkollegin Linda Efler und der Saarbrücker Marvin Seidel sind im Mixed ebenfalls an Position sieben gesetzt und sollten ebenso wenige Probleme haben, ihr Auftaktmatch für sich zu entscheiden. Sie bekommen es mit der Ex-Lüdinghauserin Nataly Voytsekh und Artem Pochtarov aus der Ukraine zu tun. Im Damendoppel dagegen dürfte der erste Auftritt für Efler und Olga Konon (Saarbrücken) auch der letzte sein. Ihre Gegner, die bulgarischen Schwestern Gabriela und Stefani Stoeva, zählen in Andalusien zu den ganz heißen Gold-Anwärtern.

Im Herreneinzel bestreitet Kai Schäfer, die Nummer eins des hiesigen Bundesligisten, am Dienstagvormittag das allererste Match des Turniers gegen den Schweden Jacob Nilsson. Yvonne Li muss sich bei den Damen in Runde eins mit der Griechin Eleni Christo­doulou auseinandersetzen.

Machbare Aufgaben, glaubt Einzel-Bundesstützpunkttrainer (und Union-Coach) Christoph Schnaase: „Beide sollten keine Probleme haben, die zweite Runde zu erreichen. Gerade Yvonne traue ich eine Menge zu. Die Auslosung hat es ganz gut mit ihr gemeint. Und außer Carolina Marín gibt es nur wenige Spielerinnen, gegen die sie von vornherein chancenlos wäre. Auch Kai hat sich, gerade auf internationalem Parkett, in den vergangenen Monaten stark verbessert.“

Zwei weitere Unionisten, Nick Fransman und Roman Zirnwald, sind in Spanien mit von der Partie. Erster Gegner des Niederländers ist Matthew Abela (Malta). Der vielfache Österreichische Staatsmeister und Dominik Stipsits treffen am Mittwoch auf die an Nummer vier gesetzten Russen Vladimir Ivanov/Ivan Sozonov.

 

Drei Fragen an Josche Zurwonne

Union-Doppel-Ass Josche Zurwonne ist vor der EM guter Dinge, mag sich aber nicht zu sehr mit möglichen Gegnern in den kommenden Runden befassen.

Jones Ralfy Jansen und Sie bekommen es zum Auftakt mit zwei Slowaken zu tun.

Zurwonne: Da sind wir Favorit, keine Frage. Das Spiel sollen, wollen und müssen wir gewinnen.

Kniffliger dürfte die Aufgabe danach werden, wahrscheinlich gegen die Russen Evgenij Dremin und Denis Grachev.

Zurwonne: Wir sind mal im Training auf sie getroffen, das war ziemlich ausgeglichen. Da ginge die EM für uns so richtig los.

Ehe im Viertelfinale die dänischen Ex-Weltranglistenersten Mathias Boe/Carsten Mogensen warten dürften.

Zurwonne: Mit möglichen Drittrundengegnern befassen wir uns jetzt noch nicht. Zumal wohl noch nicht ganz raus ist, ob Boe/Mogensen überhaupt an der EM teilnehmen. Zwei Matches überstehen und wie 2017 in die Runde der letzten Acht einziehen: Das ist unser Ziel. flo

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