Volleyball: Prominente Trainerin
Anna Hoja macht „am liebsten 1000 Dinge gleichzeitig“

Lüdinghausen -

Das Trainer-Team des SC Union Lüdinghausen bekommt einen namhaften Zugang: Anna Hoja zählt sowohl in der Halle als in der Beach-Sparte zur nationalen Spitze. Nun sei es an der Zeit, ihr Fachwissen an den Nachwuchs weiterzugeben.

Dienstag, 24.04.2018, 20:04 Uhr

Achim Franke und Christine Drees nehmen den prominenten Neuzugang im Trainer-Team des SC Union Lüdinghausen in die Mitte.
Achim Franke und Christine Drees nehmen den prominenten Neuzugang im Trainer-Team des SC Union Lüdinghausen in die Mitte. Foto: flo

Der Tag von Anna Hoja muss mehr als die handelsüblichen 24 Stunden haben. Die 26-Jährige und ihre Partnerin Stefanie Hüttermann nehmen an der Techniker-Tour, der wichtigsten nationalen Beachvolleyball-Serie, teil, sie bleibt Kapitänin des Hallen-Zweitligisten Bayer Leverkusen und – da kommt Lüdinghausen ins Spiel – beginnt im Spätsommer ihr Referendariat am Anton. Und als wäre sie mit alldem nicht schon genug ausgelastet, verstärkt Hoja ab sofort das Trainer-Team des SC Union. „Anna und Christine Drees werden gemeinsam unsere U 13 coachen“, frohlockt Abteilungs-Vize Achim Franke.

Referendariat am Anton

Aber ist das noch gutes Zeit-Management oder schon Hexerei? „Ich muss einfach immer 1000 Sachen gleichzeitig machen“, lacht der prominente Union-Neuzugang. Wenn sie nur ein bisschen Leerlauf habe und die Tage nicht von frühmorgens bis spätabends durchgetaktet sind, „dann fehlt mir was“. Den Lüdinghau­sern trotz der Vielfachbelastung die Zusage zu geben, sei ihr auch deshalb leicht gefallen, „weil sich die Stadt und der Verein, allen voran Achim Franke, unglaublich um mich bemüht haben“. Sogar Bürgermeister Richard Borgmann soll beim Land vorgesprochen haben, um die Lehrerausbildung am St.-Antonius-Gymnasium – und damit das Trainer-Engagement bei den Unionisten – möglich zu machen.

Neuland betritt die Münsteranerin in der Steverstadt weder fachlich noch geografisch. Schon in Leverkusen habe sie Nachwuchs-Teams gecoacht. Und als Verbandstrainerin (Jahrgänge 2004/05) – gemeinsam mit Drees und Peter Pourie – habe sie bereits des Öfteren am Landesstützpunkt in Lüdinghausen zu tun gehabt.

Vierte Liga noch kein Thema

Die Jugendlichen zu formen, sei ihr ein besonderes Anliegen. Weil „auch ich schon in ganz jungen Jahren in Schwerte die bestmögliche Ausbildung genossen habe“. Jetzt sei es an der Zeit, „ein bisschen was davon an den Nachwuchs weiterzugeben“. Bei Union hoffen sie hinter vorgehaltener Hand, dass Hoja ihre 1000 Sachen vielleicht doch nicht hintereinander bekommt, Leverkusen absagt und sich dem hiesigen Regionalligisten anschließt. Die Außenangreiferin muss Franke und Co., zumindest für den Moment, enttäuschen: „Ich habe noch so viel Spaß am Volleyball, dass ein Engagement unterhalb der zweiten Liga momentan für mich nicht in Betracht kommt. In drei, vier Jahren kann sich das natürlich ändern.“ Bereits jetzt trainiert Hoja gelegentlich beim örtlichen Viertligisten mit. Der Entfernung wegen absolviert die Mittzwanzigerin fortan nur noch eine Übungseinheit pro Woche im Rheinland.

Zur Person

Anna Hoja gab bereits mit 13 Jahren beim Heimverein VC Schwerte ihr Zweitliga-Debüt. 2007 wechselte sie an den Bundesstützpunkt Münster. Bis 2011 spielte die Außenangreiferin – erst in Liga zwei, dann in der Beletage – für den USC. Weitere Erstliga-Engagements in Leverkusen und Hamburg folgten. 2015 schloss sich Hoja erneut Bayer 04 an. Im Bundesliga-Unterhaus wurde sie mit der Werksmannschaft seither ein Mal Meister und zwei Mal Zweite. Im Sand sind Stefanie Hüttermann und sie derzeit die Nummer zehn in Deutschland. Beim Smart-Beach-Cup, Vorläufer der Techniker-Serie, belegte das Duo 2017 in St. Peter Ording den zweiten Platz. In ihrer Jugend spielte die Neu-Lüdinghauserin 60 Mal für Deutschland. flo

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