Badminton: EM
Raus mit und ohne Applaus – Li, Zurwonne und Fransman verlieren

Lüdinghausen -

Im Viertelfinale von Huelva war für Yvonne Li, Josche Zurwonne und Nick Fransman (alle Union Lüdinghausen) Endstation. Li trug das Aus mit Fassung, Zurwonne war bitter enttäuscht.

Freitag, 27.04.2018, 19:04 Uhr

Agierte phasenweise wie in den Tagen zuvor brillant, schied aber aus: Yvonne Li.
Agierte phasenweise wie in den Tagen zuvor brillant, schied aber aus: Yvonne Li. Foto: Claudia Pauli/DBV

Viel hat nicht gefehlt zur großen Überraschung: Zwar verlor Yvonne Li ihr Viertelfinal-Match bei der Badminton-EM im spanischen Huelva gegen die Dänin Mia Blichfeldt in zwei Durchgängen (26:28, 12:21). Doch zumindest im dramatischen ersten Satz war die 19-jährige Nummer eins des Bundesligisten Union Lüdinghausen immer auf Höhe des Geschehens. Satzball Li, Satzball Blichfeldt, Satzball Li, Satzball Blichfeldt. Und so weiter. Vier Mal verpasste die Außenseiterin, die wie in den Tagen zuvor phasenweise brillant agierte, die Entscheidung. Die Skandinavierin, in Andalusien an Position drei gesetzt, nutzte ihrerseits den fünften Versuch, den Durchgang zu beenden.

Li „teils zufrieden“

Li war nach dem aufreibenden Match „teils zufrieden, teils nicht. Besonders im zweiten Satz habe ich zu viele Fehler gemacht.“ Somit bleibt Karin Schnaase (holte 2014 in Kazan Bronze) die einzige Union-Frau, die bei einer kontinentalen Meisterschaft Edelmetall gewann.

Zurwonne total gefrustet

Auch für Josche Zurwonne und Jones Ralfy Jansen (Wipperfeld) war in der Runde der letzten Acht – wie 2017 – Endstation. Sie unterlagen der niederländischen Paarung Jelle Maas/Robin Tabeling 19:21, 13:21. Bis zum 19:19 im ersten Satz war es ein Duell auf Augenhöhe. Mitte des zweiten Durchgangs zogen Maas/Tabeling uneinholbar davon. Den bis gestern einzigen Vergleich mit den Niederländern hatten Zurwonne/Jansen vor zwei Jahren deutlich gewonnen. Entsprechend gefrustet war der Lüdinghauser: „Bei so einer Auslosung die Medaille nicht nach Hause zu bringen, ist eine Riesenenttäuschung.“

Auch Nick Fransman, Niederländer in Diensten des SC Union, musste sich nach erbittertem Kampf Brice Leverdez (Frankreich) beugen. Geschlagene 90 Minuten dauerte es, bis die Nummer vier der Setzliste den tapferen Fransman niedergerungen hatte (22:24, 21:15, 21:15). „Schade, aber aufgrund der deutlich niedrigeren Weltranglistenposition des Franzosen erwartbar“, so der Teammanager der Steverstädter, Michael Schnaase, der vor dem Computer mitgefiebert hatte.

Das Mixed zwischen Linda Efler/Marvin Seidel (Lüdinghausen/Saarbrücken) und den Engländern Marcus Ellis/Lauren Smith lief bei Redaktionsschluss der Lokalausgabe noch.

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