Fußball: Aufstiegsfeier
Partys in Gescher braucht kein Mensch – dann lieber in Seppenrade feiern

Am Sonntag, nach dem entscheidenden Sieg gegen SW Beerlage, haben Fans, Fußballer und Funktionäre des B-Liga-Meisters SV Fortuna Seppenrade die Nacht zum Tage gemacht. Nur einer war zeitig daheim.

Montag, 23.04.2018, 18:04 Uhr

Als Coach ein Ass, im Feiern eher so mittel: Fortuna-Trainer Mahmoud Abdul-Latif.
Als Coach ein Ass, im Feiern eher so mittel: Fortuna-Trainer Mahmoud Abdul-Latif. Foto: Oetz

Als Feierbiest taugt Mahmoud Abdul-Latif nur bedingt. Der Coach des B-Ligisten Fortuna Seppenrade zählte zu den Ersten, die am Sonntag die Aufstiegsparty verließen.

Wie lange haben Sie gefeiert?

Abdul-Latif: Nur bis 20 Uhr. Da ich keinen Alkohol trinke, musste ich gehen, als der Pegel beim Rest der Truppe anstieg. Nüchtern hält man so was nicht aus (lacht).

Wer hat dann das Kommando übernommen?

Abdul-Latif: Finn Arns hat’s probiert – vergeblich (lacht). Der beste Spruch kam von Markus Köster, dem Kapitän der Zweiten, die gemeinsam mit uns gefeiert hat: „Gut, dass wir Euch im Hinspiel geschlagen haben. Sonst hättet Ihr eine Woche eher in Gescher feiern müssen. Das braucht kein Mensch.“

Hatten Sie vor oder während des Spiels gegen Beer­lage je die Sorge, das könne schiefgehen?

Abdul-Latif: Ja, ich war furchtbar nervös – obwohl ich schon so lange im Geschäft und nun zum dritten Mal Meister geworden bin. Zum Glück war bei den Spielern von dieser Anspannung nur wenig zu spüren. Die haben das richtig klasse gemacht.

Ihre Elf ist bereits jetzt A-Liga-tauglich, oder?

Abdul-Latif: Ich denke schon, dass sie eine Liga höher mithalten kann. Erst recht, wenn man bedenkt, wie viele Spieler erst um die 20 sind. Welche Entwicklung die genommen haben! Und wie viel Potenzial in ihnen steckt!

Auch das Umfeld passt.

Abdul-Latif: Ohne wenn und aber. Ich habe am Sonntag in so viele glänzende Augen geschaut. Wie die Spieler und ich vom Verein wertgeschätzt werden: Das macht das Arbeiten in Seppenrade umso schöner.

Sollte Ihr Ex-Verein Union Lüdinghausen absteigen, hätten Sie 2018/19 tolle Derbys.

Abdul-Latif: Ganz ehrlich? Ich drücke Union fest die Daumen, dass das klappt mit dem Klassenerhalt. Wir haben in den zwei Jahren in Lüdinghausen so hart für den Aufstieg und den Ligaverbleib gekämpft. Da wäre es doch jammerschade, würde diese Arbeit nicht fortgeführt. flo

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