Basketball
Unverhofft kommt oft: Union Lüdinghausen jetzt doch in der Oberliga

Lüdinghausen -

Der erhoffte Aufstieg war nach dem verlorenen Meisterschaftskampf mit Westfalia Kinderhaus für Union Lüdinghausen abgehakt. Nun sind die Schwarz-Roten doch in der Oberliga. Sie rücken nach – was Union selbst nur durch Zufall erfuhr.

Donnerstag, 14.06.2018, 20:45 Uhr

Union-Spieler Lars Kremerskothen (11) und seine Mitspieler müssen sich nun kurzfristig auf die Oberliga einstellen.
Union-Spieler Lars Kremerskothen (11) und seine Mitspieler müssen sich nun kurzfristig auf die Oberliga einstellen. Foto: flo

Knapp drei Monate sind seit Saisonende vergangen. Unions Basketballer haben nach hartem Kampf mit Westfalia Kinderhaus das Rennen um die Meisterschaft in der Landesliga verloren. Mit ihrem zweiten Tabellenplatz schlossen die Schwarz-Roten so gut wie noch nie ab – nach kurzer Trauer über die vergebene Chance gab es letztlich überall zufriedene Gesichter und Stolz über das Erreichte.

Seit Mitte Mai sind die heimischen Basketballer wieder im Training: Vorbereitung auf die neue Landesliga-Saison mit deutlich verändertem Team, wollen doch mehrere Leistungsträger den Verein verlassen. Private und sportliche Gründe geben hier den Ausschlag. Ende Mai, wenige Tage vor Meldeschluss, läuft alles wie geplant: Einteilung in die Landesliga.

Dann – vor drei Tagen – die große Überraschung: Knapp zwei Wochen nach Meldeschluss wird eine neue Ligen-Einteilung veröffentlicht und plötzlich findet sich das heimische Basketballteam in der Oberliga wieder. Ohne weitere Mitteilung, keine Mail, nichts. „Wir haben es selbst gar nicht gesehen, ein Spieler hat uns darauf aufmerksam gemacht“, berichtet Florian Wentzel, Abteilungsleiter der Basketballer. Erst mal im Verband angerufen habe er, um auch sicher zu sein, dass das auch stimmt. Und es stimmte – Aufstieg durch den kurzfristigen Rückzug von Oberligist VfL Schlangen.

„Zum Jubeln ist es ein wenig spät, aber wir nehmen die große Herausforderung an“, sagt Union-Trainer Georg Kremerskothen. Schnell müssen jetzt die Planungen anlaufen: andere Teams, mehrere Fahrten nach Ostwestfalen bis hoch nach Herford, neue Spielzeiten. „Es gibt viel zu tun nach dieser Überraschung“, so Kremerskothen. Mit allen Spielern müsse er erst einmal reden – natürlich auch mit denen, die ursprünglich gehen wollten. „Vielleicht kann ich ja durch die neue Ausgangskonstellation noch den ein oder anderen überzeugen.“ Zudem gebe es Gespräche mit zwei potenziellen Rückkehrern.

„Die sportlichen Hürden sind immens“, weiß der Lüdinghauser Trainer. „Oberliga, das ist schon ein anderes Kaliber. Ein paar wenige Teams wie Telgte, Kinderhaus, Schalke 2 und Ibbenbüren 2 sind bekannt, aber gerade die Mannschaften aus Ostwestfalen sind uns völlig neu. Wir wissen nur, es wird eine schwere Saison. Aber bange machen gilt nicht, wir werden es auch genießen und das Beste rausholen.“ Und so gehen die Schwarz-Roten es nun an, das Abenteuer Oberliga.

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