Laufen: Barrathon
Besser als die Karibik – Lüdinghauser nimmt an Barrathon in Schottland teil

Lüdinghausen -

Die entlegene Hebrideninsel Barra überhaupt zu erreichen, ist gar nicht so einfach. Matthias Kleinert (Lauftreff Lüdinghausen) hatte das vier Mal vergeblich versucht. Beim fünften Versuch klappte es so gerade. Und wo der Mann schon mal da war, ist er gleich einen Halbmarathon gelaufen.

Freitag, 13.07.2018, 19:40 Uhr

Laufen vor malerischer Kulisse: Matthias Kleinert hat genau dies auf der Hebrideninsel Barra getan.
Laufen vor malerischer Kulisse: Matthias Kleinert hat genau dies auf der Hebrideninsel Barra getan. Foto: Matthias Kleinert

Nach vier vergeblichen Versuchen hat es Matthias Kleinert, Weltenbummler in Sachen Ausdauerläufe, nun endlich zum Barrathon auf der Hebrideninsel Barra (Schottland) geschafft. Wenn auch nur knapp.

Der Mann, der für den Lauftreff Lüdinghausen startet, hatte auf die umständliche Anreise mit dem Flieger nach Glasgow, der Eisenbahn nach Oban und der Fähre nach Castelbay verzichtet und den Direktflug von Glasgow gebucht – zum weltweit einzigen internationalen Airport, der seine Landebahn am Strand hat und von Ebbe sowie Flut abhängig ist. Bis Glasgow ging alles glatt, dann überkam Kleinert wieder ein ungutes Gefühl: Alle Flüge nach Barra waren wegen Nebels gestrichen worden. Na super. So ging es am Nachmittag auf die Nachbarinsel Benbecula – bei tatsächlich strahlendem Sonnenschein. Vom Flughafen per Bus über zwei weitere Hebrideninseln per Fähre gelangte Kleinert doch noch an den Zielort – nach 21-stündiger Anreise.

Tags darauf, kurz vor dem Start, traf der Steverstädter zwei Läufer aus Duisburg. „Bist du der Typ mit dem Blog?“, fragte einer. Kleinert bejahte und war überrascht, wo man seine Berichte überall liest. Kurz nach dem Startschuss beinahe das Ende: Der Lüdinghauser erwischte das so ziemlich einzige Schlagloch auf der 21 Kilometer langen Ringstraße, geriet ins Straucheln, wurde aber von seinen Mitläufern rechtzeitig aufgefangen.

Laufen wie im Backofen

Vier Anstiege galt es fortan zu meistern. Da blieb kaum Zeit für einen Blick auf den sagenhaften Strand. Selbst in der Karibik sei der Sand nicht weißer und das Wasser nicht türkiser, glaubt der Steverstädter. Die malerische Strecke mäanderte durch kleine Buchten und schlängelte sich stets entlang der Küstenlinie.

Am vierten Berg knallte plötzlich die Sonne ordentlich runter auf die Straßendecke. Schon mal auf schwarzem, brandneuem Asphalt gelaufen? Da kommt Freude auf. Es war wie im Backofen. Puh. So ging es ins Ziel. Geschafft. 1:59:12 Stunden für die 13 Meilen oder 21,1 Kilometer. Unter zwei Stunden geblieben. Tags darauf lichtete sich nach bangem Warten die nächste Nebelfront – und dem Heimflug stand nichts im Wege.

 

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