Schwimmen: USA-Stipendium
Wieder aufgetaucht – Nele Albers zurück aus den Staaten

Lüdinghausen -

Vier Jahre hat Nele Albers in den Vereinigten Staaten verbracht. Um zu studieren, aber auch um Leistungssport zu betreiben. Beides hat vorzüglich geklappt. Jetzt ist die Lüdinghauserin zurück – aber schon wieder auf dem Sprung.

Freitag, 13.07.2018, 20:00 Uhr

Sportliche Höchstleistungen lieferte Nele Albers auch in den USA ab.
Sportliche Höchstleistungen lieferte Nele Albers auch in den USA ab. Foto: privat

„Ich bin dann mal weg!“. Mit diesen Worten verabschiedete sich die damals 17-jährige Lüdinghauserin Nele Albers 2014 mit einem Sport-Vollstipendium in Richtung USA zur Marshall-University nach Huntinton/West Virginia. Jetzt ist die Schwimmerin, nach einem Wechsel 2016 an die Fordham University in New York City, zurück in der Heimat. Und das mit sportlichen wie akademischen Bestleistungen, die ihr die Berufung ins „Google Cloud Academic All-America Women´s“-Team einbrachten – neben internationalen Sportgrößen wie etwa Olympiasiegerin Katie Ledecky.

2014 war dieser Weg noch nicht absehbar, obschon Albers als bester Absolventin ihrer Schule, dem St. Antonius-Gymnasium, alle Wege offen standen. „Bereits das erste Jahr verlief sportlich grandios – mit dem dritten Platz über die 400 Meter Lagen bei den nationalen Uni-Meisterschaften. Das war super!“

Im zweiten Jahr (Mathe und Informatik) stieg der Leistungsdruck im Schwimmen, Albers verbrachte neben dem Studium 20 Stunden pro Woche im Wasser. Da die Lüdinghauserin ihre akademischen Ziele in Gefahr sah, stand sie vor der Wahl: Abbruch des Stipendiums oder der Wechsel an eine andere Universität. Also New York. Eine private Hochschule, ein Kleinod inmitten der Bronx. Im Mai machte das ehemalige Mitglied der SGS Münster seinen Abschluss. Und wie: Summa cum laude, Traumnote 4,0, beste von fast 900 Absolventen am gesamten College.

Treffen mit einer Olympiasiegerin

Zu guter Letzt dann die Nominierung für das – sportartübergreifende – „Google Cloud Academic All-America Women´s“-Team. „Das ist schon ziemlich krass“, so Albers, die als erste Schwimmerin ihrer Uni in diesen erlesenen Kreis aufgenommen wurde.

Insgesamt bewertet die Steverstädterin die vergangenen vier Jahre als absoluten Gewinn: „Die Möglichkeit, in der Weltmetropole New York zu leben, an vielen nationalen Wettkämpfen teilzunehmen, Trainingslager in Florida und Arizona, die vielen Freundschaften – das sind großartige Erfahrungen, die ich nicht missen möchte.“

Und wie geht es weiter? „Mein Traum war ein Master-Studium in England, Oxford oder Cambridge. Das hat leider knapp nicht geklappt.“ So führt ihr Weg nun an die TU Delft in den Niederlanden, Fachbereich Informatik. Obwohl Deutschland gute Universitäten habe, war ihr das internationale, englischsprachige Umfeld sehr wichtig. Die Nähe zu Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und – apropos Schwimmen – der Nordseeküste biete ihr „ein hohes Wohlfühlklima“. Im September geht es los, dann heißt es für Albers erneut: „Ich bin dann mal weg!“

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