Sa., 15.10.2016

Fußball in der Kreisliga A Steinfurt Leerer können auch dreckig

Leers Außenverteidiger Niklas Feldkamp (l.) und Metelens Maximilian Prantler trafen im Verlauf der 90 Minuten mehrmals aufeinander.

Leers Außenverteidiger Niklas Feldkamp (l.) und Metelens Maximilian Prantler trafen im Verlauf der 90 Minuten mehrmals aufeinander. Foto: Marc Brenzel

Leer - 

Westfalia Leer hat das Derby gegen Matellia Metelen für sich entschieden. Mit einem 2:1-Erfolg feierte die Elf von Trainer Thomas Overesch ihren dritten Sieg in Serie. Für die Gäste nahm das Unheil nach einem überflüssigen Platzverweis seinen Anfang.

Von Marc Brenzel

Dass das Meisterschaftsspiel zwischen seiner Westfalia und Matellia Metelen nichts für Leckermäuler sein würde, hatte Thomas Overesch vorausgesagt. Und damit traf der Leerer Trainer genau ins Schwarze, denn die 90 Minuten auf dem Feld boten weitgehend Fußball-Schonkost. Einen satten Eindruck machte Overesch aber dennoch, schließlich gewann seine Elf mit 2:1 (0:0) und feierte damit den dritten Sieg in Serie.

Die ersten 45 Minuten verliefen relativ zäh. Kampf und Laufbereitschaft waren den Akteuren nicht abzusprechen, aber das war es auch schon. Spielerisch gab es gar nichts zu bestaunen. Für Gesprächsstoff sorgte lediglich Metelens Christopher Viefhues: Diskutieren, provozieren und foulen führten in der Endabrechnung dazu, dass der Stürmer nach mehrmaliger Vorwarnung von Schiedsrichter Christian Kadell mit der Ampelkarte bedacht wurde (45.).

Ansehnlicher wurde das Derby auch im zweiten Abschnitt lange nicht. Weil auf dem tiefen und unebenen Geläuf an Kombinationen nicht zu denken war, zogen die Akteure hohe und weite Bälle vor. Eine Ausnahme bildete in der 60. Minute ein Zusammenspiel der beiden Leerer Außenverteidiger: Niklas Feldkamp ging über die linke Seite durch und flankte nach innen, wo der mitgelaufene Henning Eweler aus kurzer Distanz vollstreckte – 1:0.

Die Matellia sah sich mit zunehmender Spieldauer genötigt, trotz Unterzahl offensiv mehr zu unternehmen. In ein, zwei Situationen hatten die Gäste auch den Ausgleich auf dem Fuß beziehungsweise Kopf, doch der zweite Treffer fiel wieder auf der anderen Seite. Der eingewechselte Timo Selker schloss einen Konter mit einem beherzten Flachschluss zum 2:0 an (88.).

Niklas Van De Velde verkürzte zwar umgehend auf 1:2 (89.), doch mehr saß für die Metelener nicht drin.

„Das war das erwartete Kampfspiel mit dem glücklicheren Ende für uns. Heute haben bei uns in vielen Belangen ein paar Prozente gefehlt, was nach der schwachen Trainingswoche auch abzusehen war. Aber man darf auch mal dreckig gewinnen“, so Overesch.

Sein Metelener Pendant Julius Vehoff ärgerte sich über den Platzverweis kurz vor dem Wechsel und kündigte an, dass der Konsequenzen haben würde. Die Art und Weise, wie sich sein Team kämpferisch vorgestellt habe, gefiel dem Übungsleiter – das Ergebnis nicht: „Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, und wir fahren wieder einmal mit Nichts in der Hand nach Hause.“

Westfalia Leer: Denkler – Eweler, J. Schulte, Weste­rink, Feldkamp – Thiemann, J. Wewers (75. M. Wewers), Hüsing, Iger – Raus (75. Bödding), Thiele (65. Selker).

Matellia Metelen: Tolksdorf – Focke (74. N. Van De Velde), Langehaneberg, Stücker – Prantler, Schürmann (75. Junk), Krabbe, L. Van De Velde, J. Kippelt – Feldhues, Viefhues.

Tore: 1:0 Eweler (60.), 2:0 Selker (88.), 2:1 N. Van De Velde (89.).

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Metelens Viefhues (45., Meckern/Foulspiel).

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