Schach: Großer Simultanwettkampf in Metelen
Eine gegen alle: Olympionikin fordert in Metelen 30 Gegner heraus

Metelen -

Den 11. März sollten sich die Schachfreunde im Münsterland vormerken. Dann lädt der SK Metelen zu einem Simultanwettkampf der Extraklasse ein. Olympionikin Anna-Maja Kazarian aus den Niederlanden stellt sich im Heidecafé 30 Gegnern.

Freitag, 09.02.2018, 14:02 Uhr

Fiebern dem Schachevent mit Anna-Maja Kazarian entgegen (v.l.) Martin Blanke, Gerard Grotenhuis und Heinz Vinkelau.
Fiebern dem Schachevent mit Anna-Maja Kazarian entgegen (v.l.) Martin Blanke, Gerard Grotenhuis und Heinz Vinkelau. Foto: Marc Brenzel

Schach der Extraklasse bietet der SK Metelen am 11. März (Sonntag) an. Im Heidecafé veranstaltet der Verein aus der Vechtegemeinde einen Simultanschach-Wettbewerb. Gegner von 30 Denksportlern aus der Region ist das niederländische Ausnahmetalent Anna-Maja Kazarian . Der 18-Jährigen aus Den Haag ist der Durchbruch in die Weltspitze zuzutrauen.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es bei uns im Schachbezirk in den vergangenen 20 Jahren so ein großes Simultanturnier gegeben hat“, hebt Martin Blanke , Vorsitzender des SKM, die besondere Bedeutung des Wettbewerbs hervor. „Und das mit einer Spielerin, die man nicht alle Tage bekommt. Das ist schon eine Riesensache“, fügt Pressewart Heinz Vinkelau an.

Kazarian, deren Eltern aus Georgien stammen, begann mit sechs Jahren Schach zu spielen. 235 Titel gewann die Niederländerin in den letzten zehn Jahren. Unter anderem holte sie Gold bei der Junioren-EM 2015 im kroatischen Porec. 2016 wurde Kazarian, die auch eine leidenschaftliche und sehr gute Sängerin ist, Vierte bei der U-16-WM im russischen Chanty-Mansijsk und nahm im gleichen Jahr an der Schach-Olympiade in Baku teil. Seit 2015 trägt die Bundesligaspielerin der Rodewischer Schachmiezen den Titel FIDE-Meisterin, seit 2017 darf sie sich auch FIDE Woman International Master nennen. Kazarian möchte aber mehr, nämlich Großmeisterin werden und zu weiteren internationalen Ehren kommen.

„Wenn sie so konzentriert weiter arbeitet, ist vieles möglich“, sagt Gerard Grotenhuis, der als Betreiber des Heidecafés am 11. März Hausherr ist. Der 78-Jährige, der für den SKM in der Verbandsliga spielt, weiß, wovon er spricht. Unter anderem stehen fünf ostholländische Meisterschaften in seiner Vita, etliche Turniere richtete der Gastronom aus und spielte in den 80er Jahren einmal gegen Weltmeister Boris Spasski.

„Gerards exzellenten Kontakten und der Unterstützung der Volksbank Gronau-Ahaus ist es zu verdanken, dass wir Anna-Maja Kazarian holen konnten. Leute dieser Qualität spielen nicht für umsonst“, wissen Vinkelau und Blanke. Die beiden Vorstandsmitglieder gehören zu den 15 Metelenern, die die Hälfte der 30 Startplätze einnehmen. An zehn weiteren Brettern sitzen Spieler aus dem Schachbezirk Borken, die übrigen fünf Plätze werden von den Westfälischen Nachrichten verlost. „Melden sollten sich allerdings nur Leute, die über ein gewisses Schachniveau verfügen“, richtet sich Grotenhuis an Vereinsspieler.

Den Eröffnungszug macht Bürgermeister Gregor Krabbe. Danach stellt sich Kazarian ihren 30 Kontrahenten. „Realistisch ist, dass sie 80 Prozent der Spiele gewinnt. So ein Simultanspiel ist eine geistig und körperlich extrem anstrengende Geschichte“, betont Grotenhuis. Wer sich davon überzeugen möchte, den lädt der SK Metelen zum Zugucken ein.

► Die Westfälischen Nachrichten verlosen fünf Startplätze für den Simultan-Wettkampf. Wer einen davon haben möchte, sollte ab Samstag bis Montag (12. Februar) um 20 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff „Schachturnier“ an aktionen.ochtrup@wn.de schicken. Adresse nicht vergessen. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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