So., 08.09.2013

Eleni Gebrehiwot gewinnt Frauen-Konkurrenz und hofft auf EM Volksbank-Münster-Marathon: In Rekordzeit durch den Dauerregen

Strahelndes Lächeln nach fulminantem Lauf:Eleni Gebrehiwot (Äthiopien) mit neuem Streckenrekord und Evens Kipkorir (Kenia) beherrschten die Konkurrenz trotz unaufhörlichen Regens

Strahelndes Lächeln nach fulminantem Lauf:Eleni Gebrehiwot (Äthiopien) mit neuem Streckenrekord und Evens Kipkorir (Kenia) beherrschten die Konkurrenz trotz unaufhörlichen Regens Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Mit dieser Zeit wäre sie bei den Weltmeisterschaften in Moskau Vierte geworden, nun dürfte sie bei den Europameisterschaften im kommenden Jahr in Zürich laufen: Mit einem schier unglaublichen Knalleffekt beendete gestern Eleni Gebrehiwot vom TV Wattenscheid die Frauenkonkurrenz beim 12. Volksbank-Münster-Marathon. 

Von Jürgen Beckgerd

Die gebürtige Äthiopierin unterbot in sensationellen 2:29:12 nicht nur den bisherigen Streckenrekord (2:34:58) von Volha Salevich (Weißrussland) aus dem Jahr 2010. Die kleine 28-Jährige gewann vor Joan Roch und Frashiah Nyambura (beide Kenia ). Bei den Männern machten erwartungsgemäß die Afrikaner den Sieg unter sich aus. Evans Kipkorir (Kenia) gewann in 2:14:52 Stunden (der Streckenrekord liegt bei 2:10:25) vor Joel Kipsang Kositany (2:16:42 / ebenfalls Kenia) und Yuko Matsumiya (2:17:57) aus Japan. Schnellster deutscher Läufer war Elias Sansar (LG Lage-Detmold) in 2:24:08 Stunden auf Platz neun.

Im Ziel flossen die Freudentränen. „Ich bin so glücklich“, sagte Eleni Gebrehiwot , als Ehemann Oliver Jakobs sie endlich aus der Umarmung entlassen hatte. „Ich wäre so stolz, bei der Europameisterschaft für Deutschland starten zu dürfen“, schilderte sie ihre Gemütslage. Im Frühjahr erwartet sie ihre Einbürgerung und die deutsche Staatsbürgerschaft.

Es war ein fulminantes Rennen, das die Noch-Äthiopierin da ablieferte: „Ich wollte unbedingt unter 2:30 Stunden laufen“, sagte sie – und „bei Kilometer 21 wusste ich auch dass ich es schaffen kann.“ Etwa bei Kilometer 30 zog sie das bis dahin nicht ganz zielführende Tempo an – übrigens auch dank der freundlichen Unterstützung von Iwan Kaminga und Roger Königs. Die beiden Ausdauerathleten boten prächtigen „Geleitschutz“ und hielten den mitunter kräftigen Gegenwind (bei ungemütlicher Permanent-Beregnung) von Eleni Gebrehiwot fern.

Es war diesmal schwer, in Münster zu laufen. Starke Böen aus Richtung der Niederlanden, nur 13,5 Grad beim Start und Regen ohne Ende: Spaß gemacht hatte es trotzdem, vor allem dem Sieger: „Ich habe es genossen, das war ein sehr guter Kurs“, lobte Evans Kipkorur. Der 28-Jährige absolvierte in Münster seinen vierten Marathon des Jahres, freute sich nun auf die folgende Pause.

Ein wenig „alleingelassen“ fühlte sich Elias Samsar (LG Lage/Detmold/Salzufflen), der in 2:24:08 Stunden als Gesamtneunter das Ziel erreichte. „Zwischendurch war es ganz schön stürmisch“, sagte der 33-Jährige, der „eigentlich unter 2:21 Stunden laufen“ wollte. Nach acht Kilometern hatte er jedoch bereits den Kontakt zur zunächst zehnköpfigen afrikanisch-japanischen Führungsgruppe verloren, dabei aber selbst den Abstand zu den weiteren Verfolgern deutlich gestaltet. „Ich bin 32 Kilometer allein gelaufen. Trotzdem war die Atmosphäre an der Strecke mal wieder unglaublich. Hier zu laufen, lohnt sich für jeden.“

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1898723?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F1797473%2F2009923%2F