Di., 10.01.2017

Reiten: K+K-Cup „In Münster stimmt der Event-Charakter“

Jana Wargers aus Greven zählt zu den jungen Reiterinnen, die den K+K-Cup so attraktiv machen.

Jana Wargers aus Greven zählt zu den jungen Reiterinnen, die den K+K-Cup so attraktiv machen. Foto: dpa

Münster - 

Dr. Kaspar Funke ist guter Dinge, dass am Ende die Qualität siegt und nicht das Geld – und das junge begeisterungsfähige Reiter und Reiterinnen den K+K-Cup gegen alle Widerstände auf hohem Niveau den Kampf gegen alle Petro-Dollars dieser Welt bestehen lassen.

Von Ansgar Griebel

Die Escon Marketing GmbH vermarktet traditionelle Reitturniere in Oldenburg, Hardenberg, Dortmund und natürlich den K+K-Cup in Münster . Einst ein Selbstläufer in den Hochburgen der ländlichen Reiterei – mittlerweile allerdings auch ein scheinbar aussichtsloser Kampf im weltweiten Wettrüsten um Preisgelder und StartprämienAllerdings nur scheinbar aussichtslos, wie Escon-Marketing-Geschäftsführer Dr. Kaspar Funke im Gespräch mit Ansgar Griebel erklärt.

Doha, Basel, Schanghai . Die Konkurrenz ist mächtig und wirft mit Unmengen von Geld um sich. Wie kann sich ein Turnier wie der K+K-Cup in Münster behaupten?

Kaspar Funke: Wir dürfen nicht den Fehler machen, alles von Namen und Preisgeldern abhängig zu machen. Wir gehen unseren Weg.

Aber große Namen ziehen eben auch Publikum und Sponsoren ...

Funke: Tun sie das? Es kommt doch auf den Event-Charakter an. Und der stimmt in Münster absolut. Wir bekommen nicht mehr die ersten 20 der Weltrangliste zu unseren Turnieren, das stimmt. Aber wir haben sehr viele sehr gute Reiter am Start – und sehr viele junge Reiter, denen die Zukunft gehört.

Und die begeistern das Publikum genauso wie die Etablierten?

Funke: Auf jeden Fall. Denen ist nicht egal, ob sie hier gewinnen. Die freuen sich noch über ihre Erfolge. Die bringen die Emotionen mit, von denen so ein Turnier lebt.

Sie machen sich also keine Sorgen um den K+K-Cup?

Funke: Nein, dazu gibt es keinen Grund. Auf der Starterliste stehen unglaublich viele Reiter und Reiterinnen, die schon große Preise gewonnen haben. Die Qualität der Reiter bestimmt die Qualität des Turnieres. Nicht die Höhe des Preisgelds.

Das Wettrüsten kann man also getrost den anderen überlassen?

Funke: Wir müssen es nehmen, wie es ist. Aber wir sind sehr gut aufgestellt. Ich erinnere mich, dass Aachen vor einigen Jahren damit warb, das höchstdotierte Turnier der Welt zu präsentieren mit einer Million Euro Preisgeld. Vier Monate später gab es in Schanghai 1,6 Millionen und Aachen war nicht einmal mehr unter den Top drei. Diesen Wettbewerb kann man nur verlieren.

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