Fr., 03.03.2017

Volleyball: 1. Damen-Bundesliga USC sucht in Dresden Lockerheit und Rhythmus

Gemeinsam stark? Der USC will zum Abschluss der Hauptrunde seinen Rhythmus wiederfinden.

Gemeinsam stark? Der USC will zum Abschluss der Hauptrunde seinen Rhythmus wiederfinden. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Fünf Niederlagen in Serie gab es zuletzt für den USC Münster. Noch schlimmer ist die Bilanz gegen den Dresdner SC. Den Sachsen unterlag das Team 22 Mal am Stück. Am Sonntag steht die für den Gast bedeutungslose Reise zum Tabellendritten an. Es gilt, Selbstvertrauen für die Pre-Playoffs zu sammeln.

Von Henner Henning

In der Chronik der Volleyball-Bundesliga muss man lange zurückblättern, bis man auf den letzten Sieg des USC Münster gegen den Dresdner SC stößt. Am 1. Februar 2009, damals mit Axel Büring an der Seitenlinie und mit Spielerinnen wie Gwendolin Horemans, Anika Brinkmann oder Doreen Engel auf dem Feld, gewannen die Unabhängigen mit 3:2 gegen die Sachsen und stürzten sie damit von der Tabellenspitze. Danach folgten 22 vergebliche Anläufe, ob in der Liga, in den Playoffs oder im Pokal – der Sieger hieß immer Dresden.

Die Statistik ist vor dem Duell am Samstag (19.30 Uhr) in der Margon-Arena wenig verheißungsvoll, zumal sich Münster zum Ende der Hauptrunde in einer Krise befindet. Fünf Niederlagen gab es am Stück, der Sturz auf Platz sieben und der Gang in die Pre-Playoffs waren die Folge. Zwar lief es auch beim sächsischen Tabellendritten mit nur drei Siegen aus sechs Partien – dabei war ein 0:3 beim Köpenicker SC – zuletzt nicht unbedingt nach Plan, über die Favoritenrolle aber gibt es keinerlei Diskussion.

Doch vielleicht liegt in der vermeintlichen Aussichtslosigkeit auch eine Chance, schließlich muss diese Serie irgendwann ja mal reißen. Zumal sie schon im Vorjahr fast vorbei gewesen wäre, hätte der Schiedsrichter beim USC-Matchball nicht eine Fehlentscheidung getroffen. „Wir können dort eigentlich total befreit aufspielen, haben nichts zu verlieren. Wir müssen sehen, dass wir wieder in unseren Rhythmus kommen“, sagte Juliane Langgemach am Mittwoch nach der 0:3-Pleite gegen die Ladies in Black Aachen. Für die Mittelblockerin ist es ein Gang zurück in die Vergangenheit. Am Bundesstützpunkt Dresden wurde die 22-Jährige ausgebildet, von 2012 bis 2015 gehörte sie bis zu ihrem Wechsel nach Aachen zum Bundesliga-Kader des DSC, der sich an diesem Dienstag mit einem 1:3 bei Eczacibasi Istanbul aus der Champions League verabschiedete.

Mit Dresden aber behelligte USC-Coach Andreas Vollmer seine Schützlinge nur kurz, vielmehr war er bemüht, die nötige Lockerheit und Leichtigkeit zurück zu bringen – gerade mit Blick auf die Pre-Playoffs gegen den VfB Suhl. „Es ist das Wichtigste, dass uns die Freude, die Laune und das Miteinander nicht verloren gehen“, sagt Vollmer. Am Donnerstag wollte er seinem Team in einer knackigen 70-Minuten-Einheit zu mehr Sicherheit verhelfen, im Drei-gegen-Drei gab es viele Ballkontakte für alle Spielerinnen auf wechselnden Positionen. „Das hat uns gut getan“, erklärt Vollmer, der weiter auf Erica Wilson verzichten muss. „Wir wissen, dass die Aufgabe schwer wird. Dresden hat eine starke Truppe, die viele Möglichkeiten hat. Aber wir denken an das letzte Jahr, in dem wir ja eigentlich gewonnen hatten. Das war ein Sieg im Herzen, nicht für die Bücher“, sagt Vollmer. Die Chronik belegt dies – zum Leidwesen des USC.

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