Mo., 15.05.2017

Volleyball: Länderspiel Schwertmann richtet den Fokus zurzeit nur auf das Nationalteam

Leonie Schwertmann im DVV-Nationaltrikot klatscht die Fans ab. Am Freitag kann sie das in ihrem „Wohnzimmer“ am Berg Fidel tun.

Leonie Schwertmann im DVV-Nationaltrikot klatscht die Fans ab. Am Freitag kann sie das in ihrem „Wohnzimmer“ am Berg Fidel tun. Foto: imago

Münster - 

Auf ihr „Heimspiel“ freut sich Leonie Schwertmann ganz besonders. Das Eigengewächs des USC Münster tritt mit der Nationalmannschaft am Freitag zum Test gegen Ungarn in der Halle Berg Fidel an. Ob sie dem Verein treu bleibt, steht aber noch in den Sternen.

Von Thomas Rellmann

Der Begriff „Wohnzimmer“ fällt natürlich sofort, wenn Leonie Schwertmann über den anstehenden Test spricht. Am Freitag (19 Uhr) sind die Ungarinnen Sparringspartner der deutschen Auswahl. Genau wie ihre Noch-Kollegin beim USC Münster, Juliane Langgemach, steht die Mittelblockerin im 18-köpfigen DVV-Kader. „Länderspiele in dieser Halle sind immer etwas Besonderes. Für das Publikum, weil sie ja nicht oft stattfinden. Und für mich sowieso“, sagt sie.

Die vielen bekannten Gesichter auf der Tribüne, wo auch die Eltern Platz nehmen werden, dürften die 23-Jährige noch mal anspornen. Sie räumt aber auch ein: „Motivation lässt sich ab einem gewissen Grad nicht mehr steigern.“ Gerade mit Blick auf die baldige WM-Qualifikation in Portugal (31. Mai bis 4. Juni) und das internationale Turnier in Montreux/Schweiz kann es nicht schaden, sich in Szene zu setzen. Bis dahin reduziert Bundestrainer Felix Koslowski das Aufgebot auf 14 Stellen. „Auf meiner Position haben alle ein ähnliches Niveau“, sagt Schwertmann entspannt. Zur Konkurrenz zählt auch Langgemach. „Sicher sein darf man sich nie. Aber ich bin mit meinen Trainingsleistungen bisher zufrieden.“ Nach dem Saisonende im März und einem kurzen Urlaub bereitete sich die bisherige USC-Kapitänin gezielt auf die Nationalmannschaft vor, sie arbeitete extra auf dem Kraft-Athletik-Sektor mit Fitness-Coach Thomas Brack zusammen. Seit einer Woche befindet sie sich nun in Heidelberg auf dem Lehrgang, am Donnerstag folgt der Umzug mit dem Team in die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf, ehe tags darauf der Formcheck in Münster ansteht.

Ob es auch eine Art Abschiedsvorstellung für das Eigengewächs wird, ist noch offen. „Ich habe meine Vorstellungen. Mein Manager ist im Kontakt mit allen. Es wird sich bald entscheiden, aber ich kann noch keine Wahrscheinlichkeiten benennen“, sagt Schwertmann. Dass Anfragen und Angebote von Spitzenclubs für die Auswahlspielerin vorliegen, dürfte auf der Hand liegen. Andererseits deutete sie nach dem Playoff-Aus gegen Stuttgart an, dass für ihre Zukunft auch die Trainerfrage von Bedeutung sei. Kurz darauf wurde die Trennung von Andreas Vollmer bekannt, später dann Teun Buijs als sein Nachfolger vorgestellt. „Wir haben noch nicht miteinander gesprochen“, so Schwertmann über den Niederländer. „Ich denke aber, dass es eine gute Verpflichtung ist. Holland und der USC – das hat immer gepasst.“ Auch die Rückholaktion von Axel Büring für die sportliche Leitung begrüßte sie. Die Entwicklung in Sachen zweite Mannschaft und Bundesstützpunkt fand die Studentin dagegen „krass, schockierend und unfair“.

Ihr Ex-Vereinscoach Vollmer ist derzeit übrigens wieder als Koslowski-Assistent bei der DVV-Auswahl unterwegs. Das Wiedersehen nach dem abrupten Ende für den 50-Jährigen in Münster betrachtete Schwertmann ganz gelassen. „Wir sind beide professionell. Und ich hatte fünf Wochen Zeit, um mich auf die Nationalmannschaft zu fokussieren. Das habe ich gut hinbekommen.“

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