Di., 16.05.2017

Fußball: 3. Liga Kittner, Schweers, Warschewski, Dej, Aydin – Preußen-Sportchef Metzelder im Stress

André Dej (l.), hier im Pokal-Viertelfinale gegen Dortmunds Ousmane Dembélé, ist ein Kandidat für das Preußen-Mittelfeld der Zukunft.

André Dej (l.), hier im Pokal-Viertelfinale gegen Dortmunds Ousmane Dembélé, ist ein Kandidat für das Preußen-Mittelfeld der Zukunft. Foto: Witters

Münster - 

Die Planungen für die neue Saison laufen bei den Preußen auf Hochtouren. In dieser Woche könnte es noch den einen oder anderen Vertragsabschluss geben. Ein Kandidat für das zentrale Mittelfeld ist offenbar Lottes André Dej. Und um Sturmtalent Tobias Warschewski drehen sich einige Spekulationen.

Von Thomas Rellmann

Die nächsten Tage werden viel Licht ins Dunkel bringen. Zumindest, was das künftige Aufgebot des SC Preußen betrifft. Bisher sind acht Blumensträuße für das letzte Saisonspiel gegen Jahn Regensburg bestellt. Einer für Torwarttrainer Carsten Nulle, einer für Assistent Sreto Ristic – und dazu für die Profis Patrick Drewes, Sinan Tekerci, Cihan Özkara, Bennet Eickhoff und Denis Mangafic.

Nicht alle offenen Personalien des Aufgebots lassen sich bis zum Wochenende regeln. „Aber wir versuchen so viel Klarheit wie möglich bis dahin zu schaffen“, sagt Sportdirektor Malte Metzelder.

Offene Personalfragen

Eine Hängepartie könnte es wieder um Martin Kobylanski geben. Zu Lech Danzig, wo der 22-Jährige noch einen Vertrag bis 2018 hat, gab es noch keinen Kontakt. Der zwei Jahre verletzte Simon Scherder wird vor dem Saisonfinale nicht verabschiedet. „Da sollten wir uns alle Zeit nehmen. Er muss über die Trainingsarbeit erst wieder ein gutes Gefühl bekommen“, sagt Metzelder. Ole Kittner, Lion Schweers, Mirkan Aydin – das sind die Kandidaten, bei denen es schnell gehen könnte.

Mit Verträgen ausgestattet, aber dennoch mit Fragezeichen versehen sind die Namen Benjamin Schwarz und Tobias Warschewski. Das Angriffstalent ist weiter begehrt. Doch Metzelder hat durchaus Hoffnung, dass der 19-Jährige seine Zukunft in Münster sieht.

„Er sagt, dass er sich wohl fühlt, und ist keiner, der sich viel mit diesen Themen auseinandersetzt, sondern einfach Fußballspielen möchte. Diese Unbekümmertheit kann er sich bei Preußen bewahren. Wir würden gerne längerfristig mit ihm planen. Ich glaube, die 3. Liga täte ihm noch gut“, so der SCP-Sportchef. Verkaufen, verlängern, 2018 ablösefrei ziehen lassen – oder gar abgeben und dann gleich wieder zwecks Spielpraxis ausleihen? Es gibt vier Varianten für den Umgang mit Warschewski.

Thema Neuverpflichtungen

Anders sieht es bei Leistungsträger Schwarz aus, der noch immer überlegt, ob er weitermacht oder nicht und vor allem, ob eine Operation am chronisch lädierten Knie Sinn ergibt. „Die Situation ist nicht ganz einfach, aber er hat unsere Unterstützung“, so Metzelder.

Dass er sich auf der Sechser-Position unabhängig von der Entscheidung des Müncheners umsieht, liegt auf der Hand. André Dej (25, sechs Tore und acht Vorlagen in 33 Drittliga-Partien für die SF Lotte) sei hier „ein interessanter Mann“.

Zudem suchen die Preußen natürlich einen weiteren Torhüter, einen Akteur für die linke Offensivseite und eine (hängende) Spitze. Auf welchen Positionen noch zusätzlich Bedarf besteht, werden dann auch die Gesprächsergebnisse der nächsten Tage, etwa mit den beiden Innenverteidigern, zeigen.

► In dieser Woche darf sich im Probetraining beim SCP Stürmer Christoph Fenninger (FC Ingolstadt II/sieben Tore in 29 Regionalliga-Spielen) im Training zeigen.

Ausgliederung: Clubspitze drosselt Tempo

In puncto Ausgliederung der Profi-Abteilung geht der SC Preußen in die Offensive und spricht seine Mitglieder konkret in einem Anschreiben an. Die Vereinsführung hat zugleich beschlossen, das Tempo zurückzufahren und das Vorhaben nicht mehr vor der neuen Saison durchzuziehen. Eine zumindest intern schon für den 11. Juni angesetzte Mitgliederversammlung hat der Club daher verschoben.

„Uns ist bewusst, dass dieser Schritt die größte Veränderung in der 111-jährigen Geschichte des Vereins ist“, heißt es in dem Brief, den Präsident Christoph Strässer und Aufsichtsratschef Frank Westermann unterzeichnet haben. Dabei werben die Bosse für die Auslagerung des Drittliga-Teams in eine GmbH & Co. KGaA, deren Geschäftsführung identisch mit der des e.V. ist, der als Komplementär auftritt.

Die angestrebte Rechtsform solle keinesfalls Großkonzerne locken, sondern einzelne örtlich verwurzelte Unternehmen. Das Fanprojekt begrüßt die neue Entwicklung und hat reagiert: Die für den 28. Mai angesetzte Podiumsdiskussion entfällt zugunsten eines öffentlichen Treffens am Fancontainer. Beginn ist auch hier um 16 Uhr.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4839050?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F