Do., 18.05.2017

Top-Teilnehmerfeld beim Volksbank-Münster-Marathon Streckenrekord – aber nicht um jeden Preis

Der Schnellste: Patrick Muriuki aus Kenia hält seit 2010 den Streckenrekord beim Volksbank-Münster-Marathon.

Der Schnellste: Patrick Muriuki aus Kenia hält seit 2010 den Streckenrekord beim Volksbank-Münster-Marathon.

Münster - 

Der letztlich misslungenen Hetzjagd, den Marathon-Weltrekord mittels einer riesigen PR-Veranstaltung durch einen US-amerikanischen Sportartikelhersteller unter die Zwei-Stunden-Marke zu drücken, erteilte Michael Brinkmann eine klare Absage: „Das ist dem Sport überhaupt nicht zuträglich“, kommentierte der Vorsitzende des Münster-Marathon unmissverständlich das Spektakel in Monza vergangene Woche. In Italien hatte der Kenianer Eliud Kipchoge mit 2:00:25 Stunden die 42,195 Kilo­ meter lange Strecke bewältigt.

Von Jürgen Beckgerd

Brinkmann, der „Macher“ des Volksbank-Münster- Marathon, der in diesem Jahr am 10. September seine 16. Auflage erfährt, ist jedoch durchaus ein Freund von schnellen Zeiten und Top-Sportlern im Feld – und vom starken Breitensport gleichermaßen.

So hat der Kenianer Abel Kirui, Doppelweltmeister 2009 in Berlin sowie 2011 in Daegu und mittlerweile auch Betreuer, seinen Schützling Stephan Mutai für Münster gemeldet. Mutai ist Marathon-Debütant und werde speziell auf den Volksbank-Münster-Marathon vorbereitet, brachte Brinkmann in Erfahrung. „Er befindet sich in bester Gesellschaft mit weiteren afrikanischen und japanischen Läufern, die derzeit die Fühler ausstrecken, ob ein Strecken­rekord in Münster machbar ist“, sagte Brinkmann.

Fotostrecke: Münster Marathon 2016

Nicht nur der Streckenrekord, sondern auch die ausgelobten Zeitboni machten den Volks bank-Münster-Marathon immer interessanter für Spitzenläufer. Bei den Frauen soll beispielsweise die 2:30 Stunden-Marke unterboten werden. Als „Hase“ fungiert wieder Roger Königs aus ­Belgien, der zuletzt die Siegerinnen um die 2:30 Stunden-Marke herum erfolgreich ins Ziel brachte. Die Streckenrekorde halten aktuell mit 2:10:25 Stunden Patrick Muriuki (Kenia) und Eleni Gebrehiwot (TV Wattenscheid) mit 2:29:12 Stunden.

„Mittlerweile häufen sich auch die Anfragen aus dem europäischen Ausland“, betonte Brinkmann und verwies in diesem Zusammenhang auf die erstmals aus­gelobten Prämien für die schnellsten drei Europäer in Höhe von 600, 300 und 150 Euro. Für die schnellsten deutschen Teilnehmer gibt es die Sonderprämien in Höhe von insgesamt 3500 Euro schon länger.

Fotostrecke: Rund um den Münster-Marathon

Die Gesamt­sieger des Münster-Marathon erhalten 3000 (1.), 2000 (2.), 1000 (3.) sowie 800, 500 und 300 Euro. Ziel sei es, dem Publikum ein spannendes Rennen anzubieten, sagte Michael Brinkmann, der lieber ein geschlossenes Läuferfeld präsentieren möchte als eine „einsame Spitze und dazwischen zehn Minuten keinen weiteren Läufer“.

16. Volksbank-Münster-Marathon

Hier alle  Berichte, Fotos und Infos rund ums Lauf-Event.

Rückblick:  Ergebnisse der Vorjahre

Dessen ungeachtet soll der Volksbank-Münster-Marathon weiterhin auf den ­Breitensportfokussiert sein. Auch am 10. September. „Bei uns fühlen sich auch die ­Marathon-Novizen bestens aufgehoben“, sagte „Chef- Statistiker“ Helmar Winkler. ­Tausende Zuschauer jubeln schließlich auch noch dem letzten Läufer zu – inklusive „Gänsehautatmosphäre“ beim Zieleinlauf auf Münsters Prinzipalmarkt.

Fotostrecke: Der Marathon 2016 in Münsters Westen

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