Fr., 19.05.2017

Volleyball: Länderspiel Formtest bestanden: Deutschland besiegt Ungarn in Münster 3:1

Einen starken Eindruck hinterließ bei ihrer Rückkehr an den Berg Fidel Louisa Lippmann (r.), die sich hier gegen Noemi Liedgeb durchsetzt. Wie die deutsche Nationalmannschaft, die ein Testspiel in Münster gegen Ungarn mit 3:1 gewann.

Einen starken Eindruck hinterließ bei ihrer Rückkehr an den Berg Fidel Louisa Lippmann (r.), die sich hier gegen Noemi Liedgeb durchsetzt. Wie die deutsche Nationalmannschaft, die ein Testspiel in Münster gegen Ungarn mit 3:1 gewann. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Geht doch: Knapp zwei Wochen vor dem Start in die WM-Qualifikation in Portugal haben die deutschen Volleyballerinnen ihr vorletztes Testspiel gewonnen. In Münster besiegten sie Ungarn 3:1.

Von Henner Henning

Zwei Jahre lang mussten die Volleyball-Fans aus Münster und Umgebung auf ein Länderspiel einer DVV-Auswahl vor der Haustür warten. 2015 waren die deutschen Herren am Berg Fidel gegen die Slowakei erfolgreich, ein Jahr zuvor hatten sich die Frauen an gleicher Stelle gegen Belgien durchgesetzt. Nun waren die Schmetterlinge mal wieder an der Reihe, zum Formtest vor der WM-Qualifikation (31. Mai bis 4. Juni) in Portugal traf sich das Team von Bundestrainer Felix Koslows­ki zum Duell mit Ungarn. 2149 Zuschauern kamen und sahen einen deutschen 3:1 (21:25, 25:19, 25:20, 25:17)-Erfolg – und dazu viele am Berg Fidel bekannte Gesichter.

Koslowski beorderte einen starken Block des SSC Palmberg Schwerin in die Startformation. Kapitänin Maren Brinker, Zuspielerin Denise Hanke, die Angreiferinnen Jennifer Geerties und Louisa Lippmann sowie Libera Lenka Dürr gewannen mit dem SSC die Meisterschaft – und erhielten gegen Ungarn Unterstützung von Pokalsiegerin Jennifer Pettke (Allianz MTV Stuttgart) sowie von Leonie Schwertmann.

Heimspiel für Schwertmann

Die Mittelblockerin des USC Münster durfte bei ihrem Heimspiel von Beginn an ran und setzte gleich einmal die ersten Akzente. Erst glich die 23-jährige USC-Spielführerin zum 2:2 aus und legte wenig später ein Ass und einen Aufschlagpunkt zum 7:3 nach. Es lief für die DVV-Auswahl, in der mit Brinker und Lippmann zwei weitere Spielerinnen mit Münster-Vergangenheit anfingen.

Fotostrecke: Frauen-Volleyball-Länderspiel: Deutschland - Ungarn

Doch dann verlor Deutschland mehr und mehr seine Linie – und seine Durchschlagskraft. Ganz anders die Ungarn, die über ihre Außen Greta Szakmary, Nikoletta Soos und Rita Liliom immer wieder durchkamen und so mit 25:21 Satz eins für sich entschieden. „Wir waren am Anfang sehr nervös. Viele Spielerinnen kommen aus der Region und wollten hier ihr Bestes geben. Aber das ist nicht so leicht und hat etwas gebraucht“, sagte Koslowski, der dann eine Steigerung seiner Schützlinge sah.

Deutschland fing sich umgehend wieder, auch wenn hektische Phasen mit Ungenauigkeiten nicht ausblieben. Bis zur Mitte des Abschnitts bewegten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, ein Netzroller-Ass von Schwertmann zum 17:15 brachte den Schmetterlingen dann kleinen Vorteil, der sich zu einem stattlichen ausweitete. Nur vier weitere Zähler machten die Ungarn von Coach Alberto Salomoni bis zum Satzende.

Kemmsies in der Schaltzentrale

Vor dem dritten Durchgang tauschte Koslowski, dem der letzte USC-Trainer Andreas Vollmer assistiert, seinen Mittelblock aus. Berit Kauffeldt (Beziers Volley) und Barbara Wezorke (Rote Raben Vilsbiburg) übernahmen nun und waren Teil eines weiter wankelmütigen DVV-Teams. Nicht alles klappte, an der deutschen Überlegenheit aber änderte dies nichts.

Ab dem 2:3 war der Gastgeber durchgehend vorne, büßte aber von seinem Sechs-Punkte-Vorsprung durch eine 0:3-Serie bis zum 19:16 die Hälfte wieder ein. Auszeit Koslowski, der danach mit Länderspiel-Debütantin Irina Kemmsies eine weitere Ex-Münsteranerin in die Schaltzentrale schickte. Und die frühere Internatsschülerin fügte sich bestens ein, nicht nur dank ihres erfolgreichen Angriffs zum 24:20, der die Vorentscheidung zur Satzführung bedeutete.

Wechselspiele im vierten Satz

Ungarn aber gab nicht klein bei und wehrte sich nochmal – zumindest zu Beginn des vierten Durchgangs. Doch auch den 2:7-Rückstand schüttelten die Schmetterlinge ab und eroberten sich dank drei Blockpunkten in Serie die Führung zurück (10:9). Es kam die Zeit für die Wechselspielchen, Koslowski rotierte und hatte nun bis auf Dürr eine völlig veränderte Formation auf dem Feld.

Und die trumpfte unbeschwert auf, Lena Stigrot (Vilsbiburg), Kauffeldt oder auch Neuling Tanja Großer (VC Wiesbaden), die den zweiten Matchball verwandelte, setzen Duftmarken und stimmten damit auch ihren Coach zufrieden. „Nach dem schweren Beginn hat es danach sehr gut funktioniert. Das hat Spaß gemacht, vielen Dank auch an die tolle Kulisse“, erklärte der 33-jährige Koslowski.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4857212?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F