Radrennen
Spektakel auf der Marktallee in Hiltrup

Münster -

Großer Radsport in Hiltrup: 4000 Zuschauer sorgten am Freitagabend beim Elbers Cup für Stimmung. In allen Konkurrenzen ging es rasant zu, das Hauptrennen über 88 Runden gewann der Beckumer Alexander Nordhoff.

Freitag, 23.06.2017, 22:06 Uhr

Alexander Nordhoff jubelt im Ziel. Der Fahrer aus Beckum gewann am Freitagabend das Hauptrennen um den Elbers Cup. Geschätzte 4000 Zuschauer säumten die Strecke in Hiltrup..
Alexander Nordhoff jubelt im Ziel. Der Fahrer aus Beckum gewann am Freitagabend das Hauptrennen um den Elbers Cup. Geschätzte 4000 Zuschauer säumten die Strecke in Hiltrup.. Foto: Peter Leßmann

Der Abend hatte durchaus dramaturgischen Wert. Schon beim U-17-Rennen ging es trotz dünner Besetzung voll zur Sache. RSV-Nachwuchshoffnung Robert Beffart aus Münster landete nach 28 km auf Rang zwei hinter Sieger Hannes Wulfert ( RSC Werne).

Es war nur ein Appetitanreger, denn gleich im ersten Vergleich der Elitefahrer setzten die Lokalmatadoren ein Ausrufezeichen. Julian Woltering gewann die Hatz über 13 Runden (je 800 Meter), bei dem jeweils der Letzte nach einer Runde ausschied. Am Ende hatte Woltering eine gute Nase und gewann den Abschlusssprint der letzten drei vor Philip Bartsch (RSV Gütersloh) und Daniel Klemme (Bielefeld/Stevens Racing Team).

Es wurde noch besser, noch schneller, fast schon verwegen. Der Geruch von Benzin wie bei einem Sechstagerennen lag in der Luft, als die Dernyfahrer zur Tat schritten. 33 Runden, Wahnsinnstempo, die Schrittmacher mit ihren Mopeds manövrierten die Elitefahrer durchs Feld und die anspruchsvollen vier Kurven des 800 Meter kurzen Rundkurses.

Impressionen vom Elbers Cup 2017

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  • Foto: Peter Leßmann
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Der mehrfache Scratch-Weltmeister Lukas Liss aus Unna war derjenige, auf den alle schauten. Vielleicht auch deshalb flog Jarno Reimers vom RSV Münster unter dem Radar, als er vier Runden vor Schluss die entscheidende Attacke setzte. „Ich musste alle Löcher stopfen, das hat mich am Ende den Sieg gekostet“, monierte Liss später. Doch er nahm Rang drei gelassen, schließlich sei das Rennen in Hiltrup fast wie ein Heimspiel für ihn, und Münster auch: „Wenn ich jemals umziehen würde, dann nach Münster.“

Doch der größte Applaus ging an Jarno Reimers. Er hatte seinen ersten Saisonsieg in der Tasche, weil sein Schrittmacher kurz vor dem Ende mit ihm das Ding drehte. „Ich kenne ihn gar nicht, habe ihn letzte Woche beim Rennen in Dorsten gesehen. Er hat das perfekt gemacht“, erklärte der junge Mann vom RSV Münster. Und: „Ich musste mich entscheiden, ob ich es auf einen Sprint ankommen lasse oder attackiere.“ Den Sprint hätte er gegen Dennis Klemme und Liss wohl verloren, er setzte alles auf eine Karte – und war der Sieger des Dernyrennens um den Velodrom-Preis.

Viel Zeit zum Luftholen blieb nicht, weil keine Viertelstunde später das Hauptrennen beim Elbers-Cup mit „88 mal rund um die Marktallee“ anstand. Und da war Reimers mit von der Partie. Während die rund 50 Elitefahrer auf die knapp 70 Kilometer lange Jagd nach Zwischensprints, Punkten und Prämien geschickt wurden, rückten einige Prominente der Radszene in den Vordergrund: Schirmherr Fabian Wegmann, der dreifache Deutsche Straßenmeister und mehrfache Tour-Starter, war natürlich vor Ort. Aber auch Fredy Schmidtke, der ehemalige Olympiasieger im 1000-Meter-Zeitfahren von Los Angeles 1984, der seinen alten Rennkollegen Sven Vadder traf. Oder aber auch Bernd „Bügel“ Rasing, der Ende der 70er Jahre die Tour de France für Team Rokado fuhr. Radrennen auf der Marktallee ziehen wieder.

Die dritte Auflage wird im nächsten Jahr definitiv kommen, der Hauptsponsor Elbers hat kein kurzzeitiges Engagement geplant.

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