Di., 14.11.2017

Fußball: Westfalenliga Der 1. FC Gievenbeck eilt der Konkurrenz davon

Im Dialog: Gievenbecks Trainer Benjamin Heeke (links) und Stürmer Tristan Niemann.

Im Dialog: Gievenbecks Trainer Benjamin Heeke (links) und Stürmer Tristan Niemann. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Am Sonntag machte der 1. FC Gievenbeck das Dutzend voll. Seit nunmehr zwölf Spielen ist der Westfalenligist unbesiegt. Trainer Benjamin Heeke macht keinen Hehl aus seinen Aufstiegsambitionen.

Von Wilfried Sprenger

Am kommenden Sonntag werden sie in Gievenbeck ein bisschen feiern. Herbstmeister wird man schließlich nicht alle Jahre. Nur eine Niederlage beim SC Roland Beckum könnte dem FCG die gute Laune ver­derben. An der Vormachtstellung des Fußball-Westfalenligisten würde sie aber nichts ändern. Sieben Punkte haben die Münsteraner vor dem letzten Hinrundenspieltag zwischen sich und die ersten Verfolger gebracht. Das ist ein richtiges Pfund. „Mit jedem Sieg schielt man ein bisschen mehr zur Oberliga“, sagt Trainer Benjamin Heeke.

Als der 33-Jährige im Sommer 2014 die Nachfolge von Maik Weßels antrat, waren die Gievenbecker just aus der Oberliga abgestiegen. Die „Schnuppersaison“ endete für den Neuling auf dem letzten Platz, nur zwei Dreier trug das überforderte Team in 34 Partien zusammen. Unter Heeke reihte sich der FCG in der Westfalenliga ein, nun scheint die Zeit reif für ein neues Oberliga-Experiment. Der Coach ist bereit. „Wenn man einmal Erster ist, will man diesen Platz natürlich nicht mehr hergeben“, erklärt Heeke. Seine Schützlinge denken offenbar ähnlich. Seit der Übernahme der Spitze am zehnten Spieltag baute Gievenbeck die Position sukzessive aus.

Für Heeke kommt die ­Entwicklung nicht über­raschend, für viele Kollegen offenbar schon. „Mit einer Ausnahme hatte uns niemand auf dem Zettel“, meint der FCG-Trainer. Die Ausnahme heißt Sebastian Block, ist Coach beim SV ­Rödinghausen II und offenbar ein Mann mit Weitblick.

Wenn die Defensive tatsächlich Meisterschaften gewinnt, ist Gievenbeck auf dem besten Weg. Nur zehn Gegentore kassierte der Primus bislang, vier davon in nur 90 Minuten. Das 0:4 in Stadtlohn im ersten Auswärtsspiel betrachtet Heeke im Rückspiegel als Schuss vor den Bug zur rechten Zeit: „Diese Klatsche hat alle wachgerüttelt.“

In Nico Eschhaus hat der FCG einen überragenden Torhüter, in David Lauretta einen exzellenten Zentralspieler und in Christian Keil einen hungrigen Torjäger. „Fraglos sehr wichtige Spieler für uns“, bestätigt Heeke, „aber wir brauchen alle. Und einige aus dem Kader haben noch gar nicht gespielt. Da schlummert also noch Potenzial.“

Am Sonntag spielte der FCG das Derby gegen die U 23 von Preußen Münster. Gievenbeck gewann die Spitzenbegegnung 3:2, 500 Zuschauer waren am Platz. „Eine tolle Kulisse für ein ­tolles Fußballspiel“, freut sich Heeke und outet sich als Fan der Preußen: „Eine super Truppe. Es macht richtig Bock, den Jungs zuzuschauen.“ Im „fußballerisch starken“ SCP sieht Heeke auch den härtesten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft. Dazu habe Vreden Chancen. „Da läuft alles wie auf Schienen, das ist auch eine Qualität.“

Zu aller erst rechnet Heeke jedoch mit dem eigenem Team. „Wir sind stark genug, das zu schaffen. Und auch stark genug, um uns in der Oberliga zu halten.“ Insbesondere Eschhaus, Keil, Nils Heubrock und Felix Krasenbrink würden dies gern beweisen. Dieses Quartett gehörte schon in der Saison 2013/14 zum Oberligateam.

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