Sportschießen: Deutsche Meisterschaften
Martina Prekel Deutscher Meister – „richtig cool“

Münster -

Martina Prekel ist am Ziel, hat aber noch viel vor: Die 37-jährige Münsteranerin feierte ihre erste Deutsche Meisterschaft mit dem Luftgewehr. Zwei Jahrzehnte schießt sie nun schon auf einem Top-Niveau, unter anderem für das ABC Münster, bevor es mit ihrem Verein SB Freiheit (Osterode/Harz) nun endlich zum Titelgewinn gereicht hat.

Donnerstag, 08.02.2018, 17:02 Uhr

Gruß an die Fans von SB Freiheit: Martina Prekel triumphiert im Finalkampf um die Deutsche Meisterschaft mit dem Luftgewehr.
Gruß an die Fans von SB Freiheit: Martina Prekel triumphiert im Finalkampf um die Deutsche Meisterschaft mit dem Luftgewehr. Foto: SBF

Endlich. 20 Jahre lang schießt Marina Prekel schon in der Bundesliga – erst mit dem ABC Münster, dann mit der SGi Buxtehude, nun mit der Schützenbruderschaft Freiheit aus Osterode/Harz. Sie war WM-Zweite der Junioren 1998 in Barcelona, gewann EM-Silber 2001 in Zagreb, WM-Bronze im Jahr darauf in Lahti und verpasste nur hauchdünn die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen. Eines blieb der heute 37-Jährigen bislang verwehrt: Die Deutsche Meisterschaft. Bis zum vergangenen Wochenende. Da erfüllte sich die Münsteranerin ihren Traum, gewann mit „Freiheit“ in der DM-Endrunde (Luftgewehr) in Paderborn glatt mit 4:0 gegen Saltendorf. Prekel legt mit ihrem Auftakterfolg (395:390 Ringe) den Grundstein zu diesem Mannschaftscoup – und freut sich hernach riesig. „An den ersten Tagen habe ich das noch gar nicht richtig realisieren können, jetzt finde ich das richtig cool“, sagt Martina Prekel. Sie betont aber auch: „Wir haben viel dafür getan, haben regelrecht darauf hinarbeiten müssen“.

Im funktionierenden Team fällt das umso leichter: „Wir sind eine Truppe, die auch menschlich, nicht nur sportlich, toll zusammenpasst. Das sind alles lustige Leute“, beschreibt die Mutter eines 12-jährigen Sohnes.

Prekel schießt im Team an Position 3, hinter Olympiasieger (2012) Aldin Moldoveanu und Joline Beer und vor Michaela Thöle und Sebastian Höfs. Und sie kann es immer noch, nachdem sie bereits in der ersten Bundesligasaison beim ABC Münster für Furore sorgte, aber damit bei den „Deutschen“ immer mehr oder weniger knapp scheiterte. „Ich dachte schon, es liegt ein Fluch drauf“, sagt sie. Zwischenzeitlich hatte sie eine „Durststrecke“ zu überwinden, da lief nicht viel. Gemeinsam mit Trainer Christian Pinno fand sie zurück in die Spur, feierte Erfolge im Kleinkaliber (Dreistellung), konzentriert sich nun aber wieder auf ihre ureigene Disziplin mit dem Luftgewehr.

Martina Prekel trainiert nach wie vor beim ABC – und schießt für ihren münsterischen Stammverein, den ihr 2007 verstorbener Vater Manfred Prekel zu damals nationaler Bedeutung brachte, im Luftgewehr-Einzel. „Er hätte diesen Titel sicher gern miterlebt“, sagt Martina Prekel – und denkt mit etwas Wehmut an ihre Zeit im münsterischen Verein – und an die 20 Jahre vergeblichen Wartens auf die erste deutsche Meisterschaft.

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