Fußball: 3. Liga
Messlatte für die Preußen-Startelf liegt in Zwickau hoch

Münster -

Aus drei Auswärtsspielen unter Trainer Marco Antwerpen hat Preußen Münster bisher einen Sieg geholt, aber auch zwei Niederlagen kassiert. Beim FSV Zwickau will das Team diese Bilanz verfeinern. Der Gegner soll sich diesmal aber auch ein bisschen nach dem SCP richten.

Freitag, 23.02.2018, 13:02 Uhr

Stammpersonal beim aktuellen SCP: Sandrino Braun (v.l.), Simon Scherder Jeron Al-Hazaimeh und Philipp Hoffmann werden auch in Zwickau in der Startaufstellung stehen.
Stammpersonal beim aktuellen SCP: Sandrino Braun (v.l.), Simon Scherder, Jeron Al-Hazaimeh und Philipp Hoffmann werden auch in Zwickau in der Startaufstellung stehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Schlagzeilen sind vergänglich. Beim SC Preußen macht es derzeit zumindest wenig Sinn, sich auf frischen Lorbeer zu verlassen, denn der welkt in Münster binnen Wochenfrist. Ob das auch vor dem Gastspiel beim FSV Zwickau an diesem Samstag (14 Uhr) gilt? Sicher können sich wenige sein.

Kapitän Adriano Grimaldi krönte beim 5:0 gegen RW Erfurt ein spektakuläres 20-Minuten-Comeback mit zwei Treffern, durfte in der Folgewoche gegen Werder Bremen II von Beginn an ran und saß anschließend gegen Magdeburg schon wieder auf der Bank. Martin Kobylanski traf gegen Erfurt ebenfalls doppelt, musste in Bremen nach 45 Minuten formschwach vom Feld und fand sich in Magdeburg am Spielfeldrand wieder. Michele Rizzi schrieb in Bremen binnen 45 Minuten ein Stück Preußen- und Fußballgeschichte, als er in der zweiten Halbzeit als Einwechselspieler (für Kobylanski) zum Vierfach-Knipser avancierte. In Magdeburg stand Rizzi dann erstmals im Jahr 2018 von Beginn an auf dem Platz, eine Woche später schmorte er gegen Hansa Rostock wieder 70 Minuten auf der Bank.

Ruhm ist vergänglich und Stammplätze unter Trainer Marco Antwerpen eben nicht im Abo erhältlich. „Von solchen Spielern erwarten wir keine Durchschnittsleistungen“, schraubt der Trainer die Messlatte für seine Frontmänner hoch, hat allerdings die Mär von der „ersten Elf“ auch längst entstaubt und ihres alten Zaubers beraubt.

Der SC Preußen in der bislang sehr erfolgreichen Antwerpen-Ägide darf und soll die Spiele auch von der Bank gewinnen. Dennoch täusche der Eindruck, auf diese Feststellung legt der Trainer großen Wert, sein Team habe sich noch nicht gefunden. „Da gibt es viele Jungs, die immer auf dem Platz stehen.“ Beispielsweise Simon Scherder und Philipp Hoffmann , die beide unter der Woche mit Folgeverträgen ausgestattet worden sind. Zwei Personalien, über die sich Antwerpen sehr gefreut hat: „Simon ist eine Identifikationsfigur für den Verein, er ist ein guter Typ, vom Charakter her absolut in Ordnung – und er liefert vor allem sehr gute Leistungen ab“, sagt der Trainer über seinen Innenverteidiger, der im Jahr 2018 immerhin für drei der 13 Preußen-Tore verantwortlich zeichnete. Dieser Tordrang fehle derzeit noch bei Hoffmann – möglicherweise zum Glück. Der Coach jedenfalls betont: „Wenn er den jetzt auch noch hätte, dann wäre es ganz schwer, so einen Mann bei uns und in der 3. Liga zu halten.“ Jetzt ist der Vertrag in trockenen Tüchern, jetzt darf Hoffmann gern auch noch treffen. „Wir arbeiten an seiner Torgefahr und trainieren dazu auch neue Laufwege.“

Hoffmann wie Scherder werden auch in Zwickau in der Startaufstellung gesetzt sein, wie überhaupt die elf Rostock-Bezwinger auflaufen dürften – noch ist der Lorbeer dann doch frisch. „Das war eine ganz starke Vorstellung“, sieht Antwerpen keinen Grund, in Sachsen die Rotationsmaschine anzuwerfen. Nicht ausschließen will er eine dem Gegner angepasste systematische Überarbeitung seiner Taktik. „Das können wir aber auch aus der Mannschaft heraus.“ Soll heißen, die elf Rostock-Starter könnten sich auf dem Rasen Zwickau-optimiert umformieren.

Dem Gastgeber zollt der Trainer den verdienten Respekt, namentlich den beiden Stürmern Fabian Eisele („sehr spielstark“) und Ronny König („brandgefährlich im Strafraum“). Angst jedoch hat Antwerpen nicht: „Wir kommen schon mit einer gewissen Wucht. Da sollten sich die Gegner inzwischen auch ein bisschen auf uns einstellen.“ SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Braun, Kobylanski, Al-Hazaimeh – Hoffmann, Grimaldi, Rühle

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