Rudern: Deutschland-Achter
Felix Brummels Rezept für den Erfolg: Süßkartoffeln mit Brokkoli

Münster -

Felix Brummel hat es schon schwer, 90 Kilo muss der Ruderer mit sich rumschleppen. 15 mehr als noch vor einem Jahr. Doch es hat sich gelohnt: Der Münsteraner darf als Schwergewicht auf einen Platz im Deutschland-Achter hoffen.

Donnerstag, 08.03.2018, 14:03 Uhr

Zurück auf dem Wasser: Felix Brummel hat 15 Kilo zugelegt und hofft auf einen Platz im Deutschland-Achter.
Zurück auf dem Wasser: Felix Brummel hat 15 Kilo zugelegt und hofft auf einen Platz im Deutschland-Achter. Foto: Detlev Seyb/www.meinruderbild.de

Es ist ruhig geworden um Münsters Sportler das Jahres 2016. Kein Wunder, denn mit vollem Mund spricht man bekanntlich nicht. Felix Brummel, zweifacher Vize-Weltmeister im U-23-Leichtgewichtsvierer, hat sich 2017 ein wenig rar gemacht und Gewicht zugelegt. Der 1,92-Meter-Mann hat sich nach dem Rauswurf der Leichtgewichtsruderer aus dem olympischen Programm neue Ziele gesetzt. Erstens: die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, und dafür zweitens: knapp 20 Kilo mehr auf den Rippen. 70 Kilogramm brachte Leichtgewichtsruderer Brummel zu Wettkampfzeiten auf die Waage, 90 braucht er als Schwergewicht. Inzwischen hat der Münsteraner, der in Dortmund studiert, sein zweites Ziel erreicht und ist dem ersten damit deutlich näher gekommen. 15 Kilogramm Muskelmasse hat Brummel zugelegt, aus dem schmächtigen Techniker ist ein kraftstrotzender Athlet geworden, der seine neue Masse gewinnbringend einzusetzen vermag. Auf dem Ergometer hat Brummel die magische Sechs-Minuten-Marke geknackt und seine Bestzeit über die 2000-Meter-Trockendistanz von 6:17 Minuten auf 5:59 verbessert – und jetzt hat sich der 23-Jährige auch auf dem Wasser in den Blickpunkt von Nationaltrainer Uwe Bender zurückgerudert. Obwohl die DRV-Verantwortlichen den jungen Münsteraner ohnehin nie aus den Augen verloren hatten – und seine „Umschulung“ zum schweren Jungen wohlwollend begleitet haben.

Derzeit logieren die 22 besten deutschen Riemenruderer als „Team Deutschland-Achter“ am Lago Azul in Portugal und machen sich fit für die kommende Saison. Wer letztlich im Großboot, das nach wie vor in guter deutscher Tradition das Traumschiff aller Ruderer ist, sitzt, wird verbindlich erst bei den Kleinbootmeisterschaften vom 20. bis 22. April auf dem Essener Baldeney-See geklärt. Zudem werden aber auch noch die Besatzungen für Zweier und Vierer gesucht. Die Chancen auf die Rückkehr des U-23-Leichtgewichts in die Nationalmannschaft als Senior-Schwergewicht stehen also gut. Derzeit rudert Brummel an der Seite des Krefelders Marc Leske, mit dem er auch in Leipzig den Langstreckentest (7./8. April) bestreitet.

Schon jetzt ist Felix Brummel einer der gefragtesten Ruderer im Nationalkader: Die „FAZ“ hat dem Münsteraner ein langes Interview eingeräumt. Eine große Ehre für den jungen Münsteraner – auch wenn der Sport im Gespräch nur eine Nebenrolle spielte und es stattdessen vor allem um Brummels Lieblingsspeise ging: Süßkartoffeln mit Omelett und Brokkoli ...

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