Basketball: Zweite Liga – ProB
WWU Baskets Münster warten auf richtungweisende Staffeleinteilung

MünsTer -

Die WWU Baskets sind erst sportlich und jetzt auch amtlich in der ProB angelangt – jetzt warten die Basketballer aus Münster auf den Routenplaner aus der Liga-Zentrale aus Köln. Wohin geht der Weg? Nach Norden oder nach Süden?

Mittwoch, 16.05.2018, 18:05 Uhr

In der Saison 2014/2015 spielten die WWU Baskets in voller Uni-Halle gegen die Rheinstars aus Köln – in der kommenden Spielzeit könnte es zu einer Neuauflage kommen.
In der Saison 2014/2015 spielten die WWU Baskets in voller Uni-Halle gegen die Rheinstars aus Köln – in der kommenden Spielzeit könnte es zu einer Neuauflage kommen. Foto: Wilfried Hiegemann

Geografisch ist diese Einordnung eher fragwürdig, doch auf der Basketball-Landkarte fällt Münster augenscheinlich in den Bereich Mitteldeutschland. Und genau da, im Niemandsland zwischen Nord und Süd, warten die WWU Baskets aus Münster derzeit auf die richtungweisende Staffel-Einteilung durch die 2. Bundesliga GmbH.

Voraussichtlich wird es für den Regionalligameister künftig in Richtung Norden gehen: Zu den elf Gegnern in der ProB werden dann nachvollziehbarerweise die Herzöge Wolfenbüttel, die Itzehoe Eagles und der SC Rist Wedel zählen – zum Basketball-Norden gehören aber auch die Teams aus Bochum und Essen, so dass Münster dann doch nicht der Südpol der Nordstaffel wäre.

Sollte es die Münsteraner dagegen in den Süden verschlagen, stünden Kurztrips zu alten Bekannten wie den Dragons aus Rhöndorf, den Baskets aus Schwelm und wohl auch zu den Rheinstars aus Köln an: Die Rheinstars, vor vier Jahren noch Regionalliga-Kontrahent der WWU Baskets, spielten zuletzt eine führende Rolle in der ProA und blickten sogar vorsichtig Richtung Bundesliga.

Freiwilliger Rückzug

Im Saisonfinale scheiterte das Team vom Rhein erst im Viertelfinale der Aufstiegsplayoffs – und dann ging es statt aufwärts urplötzlich eine Liga tiefer. Die Rheinstars wählten den freiwilligen Rückzug in die ProB, weil ein Jahr in der nur zu einem kleinen Teil gefüllten, gewaltigen Lanxess-Arena den Etat zu sehr belastet hatte. 1500 Fans sahen durchschnittlich die Ligaspiele in einer Halle, die im besten Fall 18 000 Zuschauer fasst, in der kleinsten Variante bei den Rheinstars-Auftritten aber immer noch mit 2500 leeren Sitzschalen glänzte.

Für Kölns Manager Stefan Baeck auf Dauer kein Zustand, der vorläufige Rückzug ins Zweitliga-Unterhaus war die zwangsläufige Konsequenz für die Kölner, die langfristig nach wie vor aber zurück in die erste Liga wollen. In der alten ASV-Halle finden rund 1000 Zuschauer Platz – auch in der ProB nur mit Ausnahmegenehmigung der Liga-Bosse gestattet.

Petition eingereicht

Derzeit haben sich die Basketballer mit den Volleyballerinnen der Snowtrex Köln, die bereits zwei Mal mangels ligatauglicher Halle ihren Platz in der Volleyball-Bundesliga nicht besetzt haben, zusammengeschlossen und eine Online-Petition zum Bau einer Bundesliga-tauglichen Mehrzweckhalle initiiert, die irgendwo zwischen den untauglichen Klein-Hallen und der gigantischen und finanziell für die Clubs kaum tragbaren Lanxess-Arena angesiedelt sein sollte. In Münster ist die Hallenfrage ebenfalls noch offen, wobei die Ausmaße der Sporthalle am Berg Fidel durchaus passend wären, während die bewährte Uni-Halle nur mit Ausnahmegenehmigung zu bespielen wäre.

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