Handball: Frauen-Verbandsliga
Umbruch bei Westfalia Kinderhaus fällt radikaler aus als geplant

Münster -

Das Gesicht der Handballerinnen von Westfalia Kinderhaus hat sich verändert. Der Umbruch kommt schon fast einer Zäsur gleich. Bis zum Punktspielauftakt am 8. September in Schwerte will Trainer Florian Ostendorf das Team zu einer Einheit formen.

Freitag, 13.07.2018, 17:28 Uhr

Kim Farwick spielte für Greven 09 und in Coesfeld, bevor sie pausierte. In Kinderhaus greift die Keeperin wieder an.
Kim Farwick spielte für Greven 09 und in Coesfeld, bevor sie pausierte. In Kinderhaus greift die Keeperin wieder an. Foto: hri

Die erste und vierwöchige Trainingsphase der Vorbereitung hat Westfalia Kinderhaus absolviert, jetzt machen die Verbandliga-Handballerinnen erst einmal Pause. Danach muss Trainer Florian Ostendorf den umfassenden Umbruch steuern und einen erheblich veränderten wie verjüngten Kader auf Trab bringen, bevor es am 8. September in Schwerte um die ersten Punkte geht.

„Für uns kann es nur ein Ziel geben: Wir müssen eine Spielzeit lang die Entwicklung einer neuen Formation im Fokus haben“, sagt Ostendorf, der zuletzt nur auf den letzten Drücker den Oberliga-Aufstieg verpasste.

Der Personalwechsel fällt unerwartet krass aus und kann eine Zäsur einläuten. Denn etliche etablierte Westfalia-Spielerinnen, die teils über Jahre das Gesicht der ranghöchsten münsterischen Auswahl prägten, stehen nicht mehr parat. Wie Andrea Richter hören auch Franziska Bode, Katharina Petermann und die zuletzt aus Dortmund herbei pendelnde Anja Brinkhus auf. Elisa Brügger wechselt zum Oberligisten HC TuRa Bergkamen. Dass die Torhüterinnen Kristin Schürmann und Jana Korner gehen, war bekannt. Anja Westbeld bleibt auf der Schlüsselposition und erhält frische Konkurrenz – mit Patricia Wette vom Gummersbacher Club HC Gelpe Strombach und Kim Farwick, die vor einer einjährigen Pause in Greven und Coesfeld auch höherklassig die Bälle parierte, hat Ostendorf wie gewünscht erneut ein Trio parat.

Wie Rückkehrerin Alexa Beckmann, die „direkt eine Führungsrolle übernehmen kann“ (Ostendorf) und Esther Schwarz von Sparta Münster suchen die beim Königsborner SV in Unna der A-Jugend entwachsenen Johanna Plett und Caroline Engelhardt, demnächst Studentinnen in Münster, nach Spielanteilen.

Noch immer fraglich aus beruflichen Gründen ist das weitere Mitwirken von Frauke Schibilla, während Jenny Volkmer als spielende Co-Trainerin fungiert und ein Stück mehr Verantwortung übernimmt. Ostendorf schätzt ihren Rat sehr und kann eine Meinung mehr einholen – zu der von Martin Kavermann, dem vornehmlich für die Torhüterinnen zuständigen Co-Trainer.

„Das alles mutet radikal an, aber es war klar, dass es irgendwann einen Prozess der Veränderung hin zu einer jünger besetzten Mannschaft geben muss“, wertet Ostendorf, der im November 2016 und seinerzeit noch gemeinsam mit Herren-Trainer Sebastian Dreiszis den Trainerjob übernahm.

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