Fußball: Amateurligen
Sonne, Hitze, trockene Plätze und Granulat-Klumpen auf Kunstrasen

Münster -

Die Sonne macht Fußballern und Platzwarten zu schaffen. Vor dem ersten Spieltag ist mancher Rasen ausgetrocknet. Andernorts, zum Beispiel beim SC Münster 08 oder beim VfL Wolbeck, sehen die Spielfelder grün und saftig aus.

Samstag, 11.08.2018, 13:25 Uhr

Was auf dem Trainingsplatz des SC Preußen Münster trotz der großen Hitze intakt und grün aussieht, ist andernorts nur noch eine staubig-graue Angelegenheit. Die Fußballplätze in Münster sind gleichwohl in einem gut bespielbaren Zustand. Den Mitarbeitern des Grünflächenamts und den vereinseigenen Platzwarten sei Dank
Was auf dem Trainingsplatz des SC Preußen Münster trotz der großen Hitze intakt und grün aussieht, ist andernorts nur noch eine staubig-graue Angelegenheit. Die Fußballplätze in Münster sind gleichwohl in einem gut bespielbaren Zustand. Den Mitarbeitern des Grünflächenamts und den vereinseigenen Platzwarten sei Dank. Foto: Alexander Heflik

Man fühlt sich ein wenig an den Hit der Folk-Rockformation „America“ des Jahres 1971 erinnert, wenn man in diesem Sommer über ausgedörrte Grünflächen und staubtrockene Wiesen, die einst einmal Rasen waren, schlendert. „... and the sky with no clouds/The heat was hot and the ground was dry/But the air was full of sound“ heißt es in „A horse with no ­name“, geschrieben von Dewey Bunnell. Na ja, ganz so schlimm wird es nicht bleiben – auch nicht auf Münsters Fußballplätzen. Wie und ob die Kicker die Felder während der heißesten Wochen im Vorbereitungsprogramm nutzen konnten? Höchst unterschiedlich auf jeden Fall, so fallen jedenfalls die Beurteilungen der Trainer aus.

Rasenprobleme und Klumpen unter den Fußballschuhen

Nullacht-Coach Mirsad Celebic schwärmt geradezu von dem Geläuf an der Manfred-von-Richthofen-Straße: „Überragend ist der Platz. Schade, dass der Rasen so nicht das ganze Jahr über bleiben wird“, schildert der Coach die geleistete, gute Arbeit der Greenkeeper an und auf der Fläche.

Etwas anders gestaltet sich in Hiltrup die Sicht auf die (vertrockneten) Dinge: „Der Platz sieht aus wie halt jeder Gartenrasen im Moment aussieht“, sagt Chefcoach Carsten Winkler. „Sehr hart, gegen die Hitze konnten wir gar nicht genug wässern, obwohl unser Platzwart Burkard Zeuch alles getan hat. Irgendwann war die Zisterne leer“, so der TuS-Trainer.

Sehr hart, gegen die Hitze konnten wir gar nicht genug wässern, obwohl unser Platzwart Burkard Zeuch alles getan hat.

Chefcoach Carsten Winkler

Ganz andere Sorgen machen sich in Roxel breit. Dort wurde der Rasen – wie in jedem Jahr – gepflegt, gelüftet, vertikutiert, gewässert, sodass der Platz in den Sommermonaten ohnehin nicht zu benutzen war. Das Ausweichen auf den Kunstrasen brachte allerdings auch Probleme mit sich. Das Granulat setzte sich – bedingt durch die Hitze – unter den Sohlen der Fußballschuhe fest, dicke Klumpen bildeten sich. Am Dienstag durften die Landesliga-Kicker dann auf den noch nicht komplett wieder hergestellten Rasenplatz umziehen, erzählt Trainer Sebastian Hänsel.

Kunstrasen reflektiert die Hitze

Und was richtet die Sonne beim SC Preußen II an? „Na ja, der Kunstrasen hat die gleiche Farbe wie vorher“, witzelt Trainer Sören Weinfurtner, kommt aber schnell zum Kern der Malaise: „Er reflektiert die Hitze natürlich extrem, zumal die Fläche gar nicht gewässert wird. Da hatten die Jungs einiges auszuhalten und mussten auch manches Mal den Hintern zusammenkneifen.“

Grün, grüner, Wolbeck: Auch beim VfL ist alles im Lot. „Zurzeit ist es ein Traum“, schwärmt Trainer Alois Fetsch, dass der Platz wie das Putting-Green beim Golf aussieht.

Pilze befallen den Rasen

Beim 1. FC Gievenbeck, sagt der Trainer der zweiten Mannschaft, Nicolas Hendricks, musste auf den knochenharten Kunstrasen ausgewichen werden, weil der Nebenplatz gesperrt wurde. Grund: Die Sprinkleranlage wässert das Gelände nicht in Gänze, sondern erreicht einen Teil der Fläche erst gar nicht. „Einige Ecken sehen regelrecht verkohlt aus“, betont der Coach.

Und zu guter Letzt: Westfalia Kinderhaus muss ganz andere Erfahrungen machen. Weil der Rasenplatz beim TuS Altenberge (erster Gegner) von einem Pilz – unbestätigt blieb, ob das dem heißen Wetter geschuldet war – befallen ist, müssen die Landesliga-Aufsteiger an diesem Sonntag auf den dortigen Kunstrasenplatz ausweichen.

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