So., 07.06.2015

Westfalenliga: GW Nottuln - Viktoria Heiden 3:3 (3:1) Den Sack nicht zugemacht

Nach einer guten ersten Halbzeit spielten die Nottulner zu oft hohe Bälle. Her befindet sich Henning Klaus (r.) im Luftkampf.

Nach einer guten ersten Halbzeit spielten die Nottulner zu oft hohe Bälle. Her befindet sich Henning Klaus (r.) im Luftkampf. Foto: Marco Steinbrenner

Nottuln - 

Einen schon sicher geglaubten Sieg gab Westfalenligist GW Nottuln im letzten Heimspiel der Saison gegen den FC Viktoria Heiden noch aus den Händen. Die Gastgeber lagen nach 33 Minuten mit 3:0 in Führung, mussten sich am Ende jedoch wie schon im Hinspiel mit einem 3:3 zufriedengeben.

Von Marco Steinbrenner

Fußball ist und bleibt eine unberechenbare Sportart. Diesen Beweis lieferten die beiden Westfalenligisten GW Nottuln und FC Viktoria Heiden am vorletzten Spieltag in eindrucksvoller Art und Weise. Bis zur 33. Minute sahen die Grün-Weißen aufgrund einer beruhigenden 3:0-Führung wie der sichere Sieger aus. Doch nach 93 Minuten und dem Abpfiff von Schiedsrichter Eric Lorenz (Bochum) mussten sich die Schützlinge von Trainer Dirk Altkrüger, wie schon im Hinspiel, mit einem 3:3 (3:1)-Unentschieden zufriedengeben.

„Wir haben es versäumt, frühzeitig das vierte Tor zu erzielen“, haderte der GWN-Coach mit dem Auslassen bester Tormöglichkeiten.

Im Vergleich zur 0:6-Packung bei der SpVgg. Vreden hatte Dirk Altkrüger seine Start-Elf nur auf einer Position geändert. Dennis Otto erhielt vor seinem Wechsel zum Bezirksligisten VfL Senden im letzten Heimspiel der Saison eine Chance von Beginn an und ersetzte Steffen Beughold. Der pfeilschnelle Mittelfeldspieler erzielte zwar keinen Treffer, rechtfertigte seine Aufstellung allerdings mit einer starken Leistung.

Die Gastgeber präsentierten sich in den ersten 45 Minuten sehr aggressiv und lauffreudig. Bereits in der dritten Minute hatte Kapitän Lukas Mersmann die Führung auf dem Kopf, setzte den Ball im Anschluss an eine von Lucas Morzonek getretene Ecke jedoch knapp am Gehäuse vorbei. Sieben Minuten später hatte der Nottulner Anhang erneut den Torschrei auf den Lippen, doch verzog Dennis Otto nach einem gekonnten Anspiel von Semih Tompa knapp.

Besser und erfolgreicher machte es in der 18. Minute Marvin Möllers, der nach einer ausgezeichneten Vorarbeit von Dennis Otto über die rechte Seite keine Mühe mehr hatte, mit einem platzierten Schuss das 1:0 zu erzielen. Doch damit nicht genug: Nur vier Minuten später durften die Grün-Weißen erneut jubeln. Diesmal war es Lucas Morzonek, der sich zunächst den Ball erkämpfte und dann eiskalt Viktoria-Schlussmann Daniel Dowe keine Chance ließ. Die Altkrüger-Schützlinge waren nun auf den Geschmack gekommen und wollten mehr. Wieder war es Lucas Morzonek, der in der 33. Minute den Ball über die Linie schob. Diesmal zeichnete sich Patrick Grotthoff für die Vorarbeit verantwortlich.

Und Viktoria Heiden? Die Gäste fanden kein Mittel, um sich vom frühen Pressing der GWN-Kicker erfolgreich zu befreien. Doch dann war da noch die 45. Minute, als Lukas Mersmann den Ball nicht aus der Gefahrenzone beförderte und Torjäger Markus Seyer direkt zum 3:1-Pausenstand zur Stelle war.

Auch unmittelbar nach dem Wiederanpfiff ließen die Platzherren beste Gelegenheiten aus. Wieder waren es Lukas Mersmann (50.) und Dennis Otto (57.), die aus guter Position vergaben. „Anschließend haben wir keinen Zugriff mehr bekommen und zu viele hohe Bälle gespielt. Das lief in der ersten Halbzeit deutlich besser“, analysierte Dirk Altkrüger. In der 63. Minute traf der Heidener Kapitän Daniel Seyer mit einem Sonntagsschuss in den Torwinkel. Elf Minuten später hätte Bernd Oenning den Ausgleich für die Gäste erzielen müssen, fand jedoch in GWN-Schlussmann Malte Wilmsen seinen Meister.

Und dann war da noch die 82. Spielminute. Nach einem Zweikampf zwischen Nottulns Innenverteidiger Niklas Wesseln und dem aufgerückten Viktoria-Manndecker Patrick Janert zeigte der Unparteiische plötzlich auf den Elfmeterpunkt. „Das war nie und nimmer ein Strafstoß“, merkte Wesseln nach dem Schlusspfiff an und stand mit seiner Meinung nicht alleine da. „Mein Gegenspieler sagte mir noch während des Spiels, dass es ein normaler Zweikampf gewesen sei.“ Referee Eric Lorenz sah das jedoch anders. Lars Katemann ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 3:3-Unentschieden. „Wir haben uns in den entscheidenden Phasen nicht clever genug angestellt“, resümierte Dirk Altkrüger, der mit seinem Team am Samstag (13. Juni) im Rahmen des Saisonfinals zum Meister SC Paderborn 07 II fahren darf.

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