Di., 03.10.2017

Fußball: Westfalenpokal der Frauen Nur das Happy-End fehlt für GW Nottuln

Beide Nottulner Torschützen im Bild: Anna Lindemann (r,) traf zum 1:1, Pia Stubbe (l.) anschließend zum zwischenzeitlichen 2:1.

Beide Nottulner Torschützen im Bild: Anna Lindemann (r,) traf zum 1:1, Pia Stubbe (l.) anschließend zum zwischenzeitlichen 2:1. Foto: Johannes Oetz

Nottuln - 

Manchmal ist Fußball grausam. Trotz einer überragenden Mannschaftsleistung standen die Damen von GW Nottuln am Dienstag im Baumberge-Stadion am Ende mit leeren Händen da.

Von Klaus Fallberg

In einem wahren Pokal­-Krimi siegte Westfalenligist BSV Ostbevern mit 7:5 (2:2, 0:1) nach Elfmeterschießen.

Nach vier Minuten hätte Pia Stubbe die Gastgeberinnen bereits in Führung schießen können, vergab aber freistehend. Besser machte es Ostbevern: In der neunten Minute segelte ein Freistoß aus dem Mittelfeld in den Nottulner Strafraum. Keiner ging energisch hin, Nicole Eichholt bedankte sich und köpfte zum 0:1 ein.

Fotostrecke: Ostbevern gewinnt Pokal-Krimi in Nottuln

Das Tor beflügelte die Nottulnerinnen nur noch mehr. Zwei Mal Anna Lindemann und die überragende Denise Waltering brachten das Leder allerdings nicht im Tor unter. Aber auch die BSV-Damen hatten ihre Chancen. In der 40. Minute schafften sie es, drei Mal hintereinander aus kurzer Entfernung an Nottulns Torfrau Anna Mensmann zu scheitern.

Nach der Pause drehten die Gastgeberinnen auf, und bereits in der 49. Minute fiel der verdiente Ausgleich. Anna Lindemann stand urplötzlich allein vor dem BSV-Gehäuse und schob eiskalt zum 1:1 ein. Jetzt wurde GWN noch mutiger und legte kurz nach dem Ausgleich das 2:1 nach. Dieses Mal war es Pia Stubbe, die einen schönen Pass von Nora Kersting nur noch einschieben musste (61.) In der 65. Minute war es Josefine Höppener, die das 3:1 machen konnte, aber an Ostbeverns Torfrau Nina Potthoff scheiterte.

Danach spielte nur noch ein Team, und zwar der BSV Ostbevern. Angetrieben von den Mittelfeldstrategen Kira Lücke und Nicole Eichholt rollten nun die Angriffe auf das Nottulner Tor. Die Offensive der Grün-Weißen fand nicht mehr statt, doch die Abwehr stand wie ein Bollwerk. Bis zur 88. Minute: Einen blitzschnellen Angriff über die rechte Seite beendete der BSV mit einer scharfen Flanke nach innen, Marie-Lena Wirtz versuchte noch, vor der hinter ihr einschussbereiten Stürmerin zu retten und traf dabei unglücklich zum 2:2 ins eigene Tor.

In der Verlängerung passierte nichts Aufregendes mehr, sodass Schiedsrichter Siyamet Sür die Damen nach 120 Minuten zum Elfmeterschießen bat. Ostbevern fing an und traf. Dann kam Anna Lindemann und verschoss. Danach erledigten alle Damen ihre Pflicht vom Elfmeter-Punkt. Und als Petra Groth auch den fünften Elfer für Ostbevern im Tor untergebracht hatte, war der Jubel auf der einen Seite und die Enttäuschung auf der anderen riesengroß.

Nottulns Trainer Matthias Feitscher war mit dem Spiel seiner Mannschaft trotzdem zufrieden: „Wie wir nach dem frühen 0:1 gegen einen Westfalenligisten zurückgekommen sind, war schon klasse. Aus diesem Spiel gehen wir gestärkt hervor.“

Ostbeverns Trainer Andrew Celiker war trotz des Sieges angefressen: „Dass Nottuln hart spielt, wussten wir schon aus dem Freundschaftsspiel. Heute haben sie es aber übertrieben. Ich habe zwei Stammspielerinnen ausgewechselt, damit sie sich nicht verletzen. Die Meisterschaft ist uns wichtiger als der Pokal.“

GWN: Mensmann - Wirtz, Krampe, Mersmann, Brinkschulte - Weber, Waltering - Stubbe (78. Henrichmann), Höppener, Lindemann, Kersting – Tore: 0:1 Eichholt (9.); 1:1 Lindemann (49.); 2:1 Stubbe (61.); 2:2 Wirtz (88. ET) – 2:3 Fipke, Fehlschuss Lindemann, 2:4 Gerdes, 3:4 Waltering, 3:5 Heithoff, 4:5 Krampe, 4:6 Koenen, 5:6 Weber, 5:7 Groth

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