So., 08.10.2017

Fußball: Landesliga 4 Nottulner hadern mit dem Schiri

Herberns Whitson (l.) - hier gegen Nottulns Essad Terziqi - brachte die Gastgeber in Führung

Herberns Whitson (l.) - hier gegen Nottulns Essad Terziqi - brachte die Gastgeber in Führung Foto: Christian Besse

Nottuln - 

Mit 2:4 verlor GW Nottuln beim SV Herbern. Mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns waren die Grün-Weißen dabei überhaupt nicht zufrieden.

Von Marco Steinbrenner

Oliver Glaser ist dafür bekannt, nach einem Spiel die Leistung des Unparteiischen nicht zu kommentieren. Am gestrigen Sonntag musste der Trainer des Fußball-Landesligisten GW Nottuln jedoch eine Ausnahme machen und etwas zur Vorstellung von Schiedsrichter Kevin Langenströer sagen. „Das Schiedsrichter-Team hat sich zahlreiche Fehlentscheidungen geleistet. Dazu zählt nicht allein der Platzverweis nach einer halben Stunde“, erklärte Glaser nach der 2:4 (0:0)-Auswärtsniederlage beim SV Herbern.

Bis zur 30. Minute waren die Grün-Weißen spielbestimmend und zeigten – so der GWN-Coach – eine „klasse Leistung“. Ein Volleyschuss von Oliver Leifken verfehlte in der siebten Minute das Ziel nur knapp. Auch Felix Gronover hatte nach 24 Minuten Pech und schoss das Spielgerät neben das Herberner Gehäuse. In der nächsten Situation stand Gronover erneut im Mittelpunkt. Nach Ansicht des Referees soll der Abwehrspieler den Ball nach einem Schuss auf der Torlinie stehend mit der Hand abgewehrt haben. „Eine deutliche Fehlentscheidung“, stellte Glaser klar. „Der Arm war angelegt. Felix hat den Ball mit dem Oberkörper gespielt.“ Der Unparteiische sah das anders und zeigte Gronover die Rote Karte. Nottulns Schlussmann Malte Wilmsen parierte den von Philipp Dubicki getretenen Strafstoß anschließend allerdings glänzend.

Auch beim Führungstreffer der Gastgeber durch Ferreira Dos Santos Filho Whitson (49.) stand Langenströer im Mittelpunkt. GWN-Mittelfeldspieler Fabian Schöne war zuvor bei einem Konter gegen die Bande gecheckt worden. Die tiefe Fleischwunde musste noch am Abend im Krankenhaus genäht werden. Ein Foulspiel sah der Schiedsrichter in der Szene allerdings nicht. Als nur drei Minuten später Sebastian Schütte für den SV Herbern das 2:0 erzielte (52.), schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein.

Trotz Unterzahl und des Rückstandes gaben die Glaser-Schützlinge nicht auf, doch im Angriff fehlte diesmal das notwendige Quäntchen Glück im Abschluss. Sebastian Schöne scheiterte freistehend an SVH-Torhüter Sven Freitag (65.) und Fabian Schöne schoss über das Tor (68.). Besser machten es die Gastgeber in Person von Julian Trapp allerdings in der 70. sowie 80. Minute und bauten die Führung auf 4:0 aus.

Die Belohnung für die Nottulner Bemühungen folgte aber auch noch: Nach 82 Minuten erzielte Max Wenning per Kopf im Anschluss an einen Eckball von Timo Grabowsky das 1:4. Grabowsky selbst war es sieben Minuten später, der nach einem Zuspiel von Felix Hesker zum 2:4 erfolgreich war. Für die Wende reichte es allerdings nicht mehr. Trotz sechs Treffern, fünf Auswechslungen und vier verletzungsbedingten Unterbrechungen nach dem Seitenwechsel pfiff der Unparteiische die Begegnung pünktlich nach 90 Minuten ab.

„Ich muss meiner Mannschaft für die Art, wie sie Fußball gespielt hat, ein großes Kompliment aussprechen“, sagte der Nottulner Trainer nach dem Schlusspfiff. „Die Jungs haben nie aufgesteckt und bis zuletzt alles versucht.“

GWN: Wilmsen – S. Schöne, Wenning, Markmann, Gronover – Klaus, F. Schöne (73. Grabowsky), Hesker, Shinawi (36. Zumkley), Terziqi – Leifken (84. Eustermann) - Tore: 1:0 Whitson (49.), 2:0 Schütte (52.), 3:0/4:0 Trapp (70./80.), 4:1 Wenning (82.), 4:2 Grabowsky (89.)

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für den Nottulner Felix Gronover wegen Handspiels auf der Torlinie (30.); Nottulns Schlussmann Malte Wilmsen pariert den Handelfmeter von Philipp Dubicki (30.)

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