Sa., 23.12.2017

Fußball: Landesliga 4 GW Nottuln: Alles, bloß kein Durchschnitt

Hat schon für die nächste Saison zugesagt: Henning Klaus (l.). Der Defensivspezialist ist aus der Nottulner Mannschaft nicht mehr wegzudenken.

Hat schon für die nächste Saison zugesagt: Henning Klaus (l.). Der Defensivspezialist ist aus der Nottulner Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Foto: Marco Steinbrenner

Nottuln - 

Die Landesliga-Fußballmannschaft von GW Nottuln ist total durchschnittlich. Diesen Eindruck könnte man jedenfalls erhalten, wenn man lediglich die nackten Zahlen der ersten 17 Spiele der Saison 2017/18 analysiert.

Von Johannes Oetz

Die Grün-Weißen gewannen sechs Mal, teilten sich ebenso viele Male die Punkte mit dem Gegner und hatten fünf Mal das Nachsehen. 24 Punkte und das Torverhältnis von 24:24 sorgen dafür, dass die Elf aus dem Stiftsdorf auf dem siebten Rang – und damit ziemlich genau im Mittelfeld – überwintert. Also: Alles Durchschnitt, oder was? „Nein“, sagt Nottulns Trainer Oliver Glaser entschieden: „Wir spielen richtig guten Fußball.“

In der Sommervorbereitung hatten sich Mannschaft und Trainerteam zum Ziel gesetzt, in Zukunft kompakter aufzutreten. „Wir wollten unser Spiel in der Defensive besser organisieren. Das ist uns mit Ausnahme der Partien gegen Altenberge, Emsdetten und Herbern gut gelungen. In diesen drei Begegnungen haben wir 14 Gegentore kassiert, in den übrigen 14 Spielen nur zehn.“

Die Balance zwischen Defensive und Offensive sei inzwischen viel besser als noch in der vergangenen Spielzeit. Ein Problem sei allerdings weiterhin die Abschlussschwäche. „Wir spielen uns gute Torchancen heraus, vor dem Tor hapert es dann aber leider noch. Wir sind einfach nicht kaltschnäuzig genug“, so Glaser. Das letzte Spiel gegen Mesum (0:0) sei dafür ein gutes Beispiel gewesen.

In dieser Begegnung habe Stürmer Oliver Leifken enorm viel für die Mannschaft gearbeitet. „Gegen Mesum war er überragend. Er hatte vorne wie hinten viele top Aktionen. Weil er aber auch viele Abwehraufgaben übernehmen musste, fehlte ihm im Abschluss die letzte Konzentration“, hatte Glaser das Spiel bereits analysiert. In der Wintervorbereitung erwartet Nottulns Trainer nun die lange verletzten Spieler Lucas Bußmann und Tim Ahmer zurück. „Mit diesen beiden Stürmern, Oliver Leifken und Manuel Eustermann, der sich ebenfalls hervorragend gemacht hat, sind wir dann vorne wieder breiter aufgestellt.“

Nach der Wiederaufnahme des Trainings, so Glaser weiter, werde er mit dem Team vermehrt am letzten Pass und dem Spiel im letzten Drittel arbeiten. „Ich sehe da noch klare Steigerungsmöglichkeiten. Jeder einzelne Spieler, aber auch die gesamte Mannschaft, kann noch zulegen.“

Als der Übungsleiter das bisher beste Spiel seiner Truppe benennen soll, zuckt der Billerbecker nur mit den Schultern: „Wir hatten einige gute Spiele. Bei den Heimsiegen gegen Dorsten-Hardt (3:0) und Heiden (5:1) haben wir klasse Fußball gezeigt. Aber auch die torlosen Unentschieden gegen Münster 08 und Mesum waren fußballerisch sehr gut. Leider haben wir aber noch zu oft Punkte liegengelassen.“

Im neuen Jahr werde das Team top motiviert sein, um sich noch weiter zu verbessern, verspricht der Coach. Der Kader – im Sommer nahmen 25 Spieler die Vorbereitung auf – wird zum Trainingsauftakt am 18. Januar allerdings deutlich kleiner sein. Steffen und Timo Beughold sowie Essad Terziqi, Julien Balzer, Timon Sprenger und Patrick Grotthoff sind nicht mehr dabei. Es ist daher gut, dass Tim Ahmer und Lucas Bußmann sich wieder einsatzbereit gemeldet haben.

Oliver Glaser nennt Ross und Reiter

Oliver Glaser stellt nicht gerne die Leistungen Einzelner in den Vordergrund. Auf hartnäckiges Nachfragen unseres Sportredakteurs Johannes Oetz ließ sich der Trainer von GW Nottuln dann aber doch in die Karten gucken.

 

Herr Glaser, mit welchen Spielern waren Sie in den ersten 17 Saisonspielen besonders zufrieden?

Glaser: Auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen, möchte ich darauf hinweisen, dass wir uns als Team definieren. Mir liegt vor allem die Entwicklung der Mannschaft am Herzen.

 

Dennoch haben sich einige Spieler doch besonders gut weiterentwickelt, oder?

Glaser: Natürlich. Da fällt mir spontan Till Zumkley ein, der im Sommer aus der Kreisliga A zu uns kam. Er hat eine überragende Entwicklung genommen. Was er kann, hat er zuletzt gegen Mesum gezeigt, als er mit Dominic Schmidt einen hervorragenden Stürmer ausgeschaltet hat.

 

Kommen Sie, zwei Namen gehen doch noch...

Glaser: Okay, dann nehme ich Fabian Schöne und Felix Hesker. Fabian spielt gerade seine erste komplette Senioren-Saison. Er ist mit sechs Toren unser bester Torschütze und ein extremer Gewinn für das Team. Auch Felix Hesker entwickelt sich prima. Er ist inzwischen zu einem Führungsspieler gereift.

Wie sieht es mit den Menschen im Umfeld aus: Sind Sie mit denen zufrieden?

Glaser: Absolut! Mein Co-Trainer Clemens Donner beispielsweise hat großen Anteil an der guten Entwicklung der Mannschaft. Die Zusammenarbeit mit ihm bereitet mir großen Spaß. Viel Arbeit leisten auch unsere Betreuer Lars und Kirsten Wiesemann sowie unser Physiotherapeut Maxim Schön. Sie opfern viel Freizeit für uns. Auch die Crew, die rund um unsere Heimspiele tätig ist, macht einen exzellenten Job. Und dann ist da natürlich Dirk Teichmann, der extrem viel für die erste Mannschaft und die gesamte Fußballabteilung tut.

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