Fußball: Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld
GW Nottuln: „Der Star ist die Mannschaft“

Nottuln -

Noch ist das Ziel für GW Nottuln II nicht erreicht, auf Platz sieben oder weiter oben in der Tabelle zu landen. Oliver Gerson ist aber optimistisch.

Dienstag, 26.12.2017, 18:12 Uhr

Die Platzierung ist für ihn nicht das Wichtigste: Oliver Gerson. Der Spielertrainer von GW Nottuln II hofft vielmehr, dass sein Team mehr Punkte als in der vergangenen Spielzeit holt.
Die Platzierung ist für ihn nicht das Wichtigste: Oliver Gerson. Der Spielertrainer von GW Nottuln II hofft vielmehr, dass sein Team mehr Punkte als in der vergangenen Spielzeit holt. Foto: Marco Steinbrenner

Da der letzte Spieltag der Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld aufgrund des starken Schneefalls komplett abgesagt werden musste, hatte auch die Landesliga-Reserve von Grün-Weiß Nottuln keine Chance mehr, durch einen Sieg im letzten Spiel des Jahres noch einen einstelligen Tabellenplatz zu erobern. So überwintert das Team um Spielertrainer Oliver Gerson auf Rang zehn. Nach 16 Spielen stehen 22 Punkte zu Buche, die aus sechs Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen resultieren. Das Torverhältnis von 37:35 ist nahezu ausgeglichen. Über die Erwartungen zu Beginn der Saison und die Ziele nach der Winterpause sprach unser Mitarbeiter Klaus Fallberg mit GWN II-Coach Oliver Gerson.

Herr Gerson, in der letzten Saison haben Sie mit Ihrer Mannschaft den siebten Tabellenplatz erreicht. Mit welchen Erwartungen sind Sie in die aktuelle Saison gestartet?

Gerson: In der letzten Saison haben wir ziemlich stabil gespielt und einen, wie ich finde, sehr guten siebten Platz belegt. Unser Ziel für die laufende Saison war es, mindestens Rang sieben zu belegen, am liebsten noch den einen oder anderen Rang besser. Ich weiß, dass wir die Messlatte damit ganz schön hoch gelegt haben. Aber dadurch, dass die dritte Mannschaft aufgelöst wurde und einige Spieler zu uns gestoßen sind, hat sich unser Team sowohl quantitativ als auch qualitativ gesteigert.

Woran machen Sie es fest, dass das ambitionierte Ziel, zumindest nach der Hinrunde, nicht erreicht werden konnte?

Gerson: Zuerst müssen wir einmal festhalten, dass wir immerhin 22 Punkte geholt haben und ein positives Torverhältnis aufweisen. Das sehe ich grundsätzlich positiv. Und das ist uns gelungen, obwohl wir von den bisherigen 16 Spielen zehn Partien auswärts bestritten haben und nur sechs auf eigenem Platz. Das Verhältnis wird sich in der Rückrunde umdrehen. Und wenn wir unsere Heimstärke konservieren können, schließlich haben wir zu Hause nur ein Spiel verloren, glaube ich schon, dass noch Punkte genug im Stiftsdorf bleiben werden. Und nicht zu vergessen: Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit vielen Spielern, die in der Ausbildung oder im Studium stecken. Dadurch war die Fluktuation so groß, dass wir nicht zwei Mal hintereinander mit der gleichen Mannschaft auflaufen konnten.

Was hat Ihnen bei Ihrer Mannschaft bisher am besten gefallen?

Gerson: Ganz klar die Moral und die mannschaftliche Geschlossenheit. Uns wirft ein Rückstand heute nicht mehr um. Wir sind in der Lage, wieder ins Spiel zurückzukommen. Besonders in Erinnerung ist mir da unsere Partie gegen die DJK/VfL Billerbeck, eine der Spitzenmannschaften der Liga. Da haben wir aus einem 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden gemacht. Und das haben wir geschafft, weil wir als Kollektiv auftreten. Einen Star haben wir nicht. Bei uns ist der Star die Mannschaft.

Was müsste im nächsten Jahr besser werden, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen?

Gerson: Wir haben in 16 Spielen 35 Gegentore bekommen. Das sind eindeutig zu viele. Unsere Abwehrarbeit muss einfach besser werden. Und damit meine ich ausdrücklich nicht unsere Abwehrspieler. Torsicherung beginnt ganz vorne im Sturm und geht dann über das Mittelfeld zur Abwehr. Die ganze Mannschaft muss im Verbund besser verteidigen. Daran werden wir verstärkt arbeiten. Denn Tore schießen wir meiner Meinung nach genug.

Wo sehen Sie Ihre Mannschaft im Mai, am Ende der Saison?

Gerson: Unser Ziel ist es nach wie vor, mindestens Platz sieben zu erreichen. Aber ganz ehrlich: Mich interessiert es viel mehr, wie viele Punkte wir am Ende der Saison haben. In der letzten Saison waren es 40. Jetzt haben wir schon 22. Wenn wir mehr als 40 Zähler holen, ist es eher zweitrangig, ob wir Siebter oder Fünfter geworden sind. Dann war es eine gute Saison.

Zum Schluss eine persönliche Frage: Möchte Oliver Gerson auch einmal eine höherklassige Mannschaft trainieren?

Gerson: Ich glaube, das ist das Ziel eines jeden Trainers. Aber ich muss auch sagen, dass ich mich bei Grün-Weiß Nottuln sehr wohl fühle. Ich arbeite jetzt im dritten Jahr hier als Trainer und könnte mir gut vorstellen, noch ein Jahr dranzuhängen. Was danach ist, muss man dann sehen.

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